Beobachtetes Signal · 11. Sept. 2024 · Regulation · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
EU-Gericht bestätigt Google-Strafe; Preisvergleich-Portale fordern härtere Maßnahmen
Der Europäische Gerichtshof hat eine Kartellstrafe von 2,4 Milliarden Euro gegen Google endgültig bestätigt und damit einen siebenjährigen Rechtsstreit beendet. Die EU-Kommission hatte das Bußgeld 2017 verhängt, da Google seine marktbeherrschende Stellung missbraucht und den eigenen Preisvergleich in den Suchergebnissen bevorzugt hatte. Preisvergleich-Portale reagierten mit Forderungen nach schärferer Durchsetzung. So bezeichnete Geizhals-Marketingleiter Michael Nikolajuk die Strafe angesichts der Umsätze von Google als zu gering, warf dem Konzern fortgesetzte Verstöße gegen den Digital Markets Act vor und forderte strengere Sanktionen sowie beschleunigte Verfahren. Idealo, eine Tochter von Axel Springer, wertete das Urteil als wegweisend für E-Commerce und Verbraucher und sieht darin Rückenwind für die 2019 eingereichte Schadensersatzklage in Höhe von rund 500 Millionen Euro. Die EU-Kommission prüft indes im Rahmen des Digital Markets Act, ob Google eigene Dienste weiterhin in Suchergebnissen bevorzugt.
Das endgültige EU-Gerichtsurteil bestätigt die illegale Selbstbevorzugung von Google im Bereich Google Shopping, stärkt die Durchsetzung des Digital Markets Act und ebnet den Weg für erhebliche private Schadensersatzansprüche im E-Commerce- und Suchmaschinen-Umfeld.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Europäische Gerichtshof bestätigte eine Kartellstrafe von 2,4 Milliarden Euro gegen Google wegen der Benachteiligung von Mitbewerbern im Bereich Google Shopping.
- Das Bußgeld war im Jahr 2017 von der EU-Kommission verhängt worden.
- Geizhals-Marketingleiter Michael Nikolajuk kritisierte die Strafe als unzureichend und forderte härtere Sanktionen sowie beschleunigte Gerichtsverfahren.
- Idealo (Axel Springer) sieht im Urteil einen Präzedenzfall für die eigene, 2019 eingereichte Schadensersatzklage über rund 500 Millionen Euro gegen Google.
- Die EU-Kommission untersucht derzeit, ob Google durch die Bevorzugung eigener Dienste weiterhin gegen den Digital Markets Act verstößt.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Google ist nun in letzter Instanz vom Europäischen Gerichtshof (euGH) wegen Missbrauchs seiner Marktmacht verdonnert worden....”
“Beim Preisvergleichsportal idealo, das zu Axel Springer gehört, sieht man einen 'Sieg für den gesamten E-Commerce und vor allem die Verbrauc...”
“Beim Preisvergleichsportal idealo, das zu Axel Springer gehört, sieht man einen 'Sieg für den gesamten E-Commerce und vor allem die Verbrauc...”
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