Beobachtetes Signal · 30. Aug. 2022 · Regulation · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
EU und UK verschärfen Regulierung für Buy Now Pay Later
Der während der Pandemie stark gewachsene Markt für Buy Now Pay Later (BNPL), angetrieben von Anbietern wie Klarna, Affirm, Billie und Afterpay, steht in der EU und im Vereinigten Königreich vor einer verschärften Regulierung. Das UK verpflichtet BNPL-Anbieter künftig zu einer Lizenzierung durch die Financial Conduct Authority sowie zur Unterordnung unter den Financial Ombudsman Service. In der EU sieht eine geplante Verbraucherkreditrichtlinie vor, bisherige Ausnahmen für kleine BNPL-Kredite unter 200 Euro und Laufzeiten unter drei Monaten zu streichen, um sie dem strengeren Regelwerk für Kredite bis zu 100.000 Euro zu unterwerfen. Der EU-Rat schlug jedoch vor, für solche Kleinkredite erleichterte Anforderungen beizubehalten. Klassische Banken befürworten die strengere Regulierung weitgehend: Laut einer Credi2-Umfrage unter 120 europäischen Bankentscheidern fordern dies über 60 Prozent. Eine entsprechende EU-Richtlinie könnte bereits 2023 in Kraft treten.
Die regulatorische Verschärfung von BNPL in UK und EU beeinflusst die E-Commerce-Zahlungslandschaft und könnte Checkout-Conversions sowie Retail-Partnerschaften beeinträchtigen, stellt jedoch keine direkte AdTech-Plattformänderung dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Vereinigte Königreich verpflichtet Buy Now Pay Later-Anbieter zu einer Lizenz der Financial Conduct Authority und zur Anbindung an den Financial Ombudsman Service.
- Die geplante EU-Verbraucherkreditrichtlinie sieht die Streichung von Ausnahmen für BNPL-Produkte unter 200 Euro und Laufzeiten unter drei Monaten vor.
- Der EU-Rat schlug vor, für Kredite unter 200 Euro mit maximal drei Monaten Laufzeit erleichterte Regeln beizubehalten.
- Eine Credi2-Umfrage unter 120 europäischen Bankentscheidern ergab, dass über 60 Prozent eine Regulierung des BNPL-Marktes fordern.
- Eine EU-Richtlinie zum Verbraucherkredit könnte bereits 2023 in Kraft treten.
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3 verknüpfte Unternehmen“Klarna, Affirm, Billie oder Afterpay haben das Fintech-Kürzel BNPL spätestens in der Corona-Krise groß gemacht....”
“Klarna, Affirm, Billie oder Afterpay haben das Fintech-Kürzel BNPL spätestens in der Corona-Krise groß gemacht....”
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Ontologie & Marktkonzepte
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SuperPlan: Stocard-Gründer launchen neue Einkaufslisten-App
Die Gründer hinter Stocard und SuperCards haben SuperPlan gelauncht, eine kostenlose Einkaufslisten-App für iPhone und Android. SuperPlan kombiniert geteilte Einkaufslisten mit einer Rezeptsammlung und nutzt KI, um Rezepte aus Social Media, Kochbüchern und handgeschriebenen Karten in Zutatenlisten zu verwandeln. Die App bietet keine Werbung, kein Konto, und monetarisiert über ein optionales Premium-Abo für 1,99 Euro pro Woche oder 29,99 Euro pro Jahr in Österreich. Die wichtigsten KI-Funktionen umfassen Spracheingabe, Foto- und Rezept-Import, mit einem wöchentlichen Gratis-Kontingent. Hinter SuperPlan steht die Berliner Super Apps Studio GmbH mit den Gründern David Handlos, Florian Barth und Mark Himmelsbach. Handlos gründete 2011 Stocard, das 2021 von Klarna für rund 110 Millionen Euro übernommen wurde. SuperPlan trifft auf etablierte Konkurrenz wie Bring!, AnyList und Listonic.
EU Inc: Lobby-Schlacht zwischen Startups, Notaren und Gewerkschaften
Der Vorschlag für die EU Inc, eine neue europäische Rechtsform für Startups, hat eine massive Lobby-Kampagne ausgelöst: Seit Ende 2024 fanden über 300 Treffen zwischen Interessengruppen und EU-Vertretern statt. Eine Auswertung offizieller Datenbanken zeigt, dass Startups, Notare und Gewerkschaften am aktivsten lobbyieren. Startups, angeführt vom Startup-Verband, fordern eine schnelle, digitale und kostengünstige Gründung. Notare warnen vor Betrugsrisiken und wollen ihre Rolle bei Identitätsprüfungen behalten. Gewerkschaften befürchten, dass die neue Rechtsform die Mitbestimmung der Arbeitnehmer untergraben könnte. Der Rechtsausschuss des Europaparlaments soll am 8. Oktober über den Bericht abstimmen, Trilog-Verhandlungen sind für den Spätherbst geplant.
EHI-Report: Mobile Wallets wachsen, Chats meist KI-gestützt
Der EHI E-Commerce-Report 2026, basierend auf 1.000 deutschen Online-Shops und Marktplätzen, zeigt eine breite Einführung mobiler Wallets: 97,2 % unterstützen sie, angeführt von PayPal mit 96,3 %. Apple Pay wuchs auf 49 % (vorher 37,8 %), Google Pay auf 32 % (vorher 23,1 %). Das neue Bezahlsystem Wero liegt nur bei 3 %. KI dominiert den Kundenservice: 77,9 % der vorhandenen Chat-Funktionen sind KI-gestützt, obwohl nur 40,8 % der Shops überhaupt einen Chat anbieten. Click & Collect bieten 34,6 % der Shops an, wobei 56 % davon Online-Zahlung ermöglichen. Präzise Lieferoptionen bleiben eine Nische, nur 3,4 % bieten persönliche Lieferzeitfenster an.
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