Beobachtetes Signal · 22. Mai 2024 · Policy Update · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 5/5 · Sentiment: Neutral
EU AI Act gebilligt: Verbot risikoreicher Künstlicher Intelligenz in sechs Monaten
Die EU-Mitgliedstaaten haben den AI Act gebilligt und damit die letzte formelle Hürde genommen. Die Gesetzgebung zur Harmonisierung der Vorschriften für Künstliche Intelligenz in der Europäischen Union tritt voraussend im Juni oder Juli 2024 in Kraft, wobei Unternehmen eine Umsetzungsfrist von sechs Monaten erhalten. Das Gesetz verbietet hochriskante KI-Anwendungen wie Predictive Policing und biometrische Kategorisierungen basierend auf sensiblen Merkmalen und schreibt eine Kennzeichnungspflicht für KI-generierte Inhalte vor. Zur Überwachung der Einhaltung werden ein spezielles KI-Office sowie weitere Gremien eingerichtet. Dies betrifft auch die digitale Werbe- und Medienbranche, insbesondere im Bereich AdTech, wo der Einsatz von KI für Targeting und Personalisierung grundlegend neu bewertet werden muss.
Der AI Act ist ein wegweisender Regulierungsrahmen, der sämtliche KI-Anwendungen im EU-Raum – einschließlich AdTech und MarTech – betrifft. Er erfordert strikte Compliance innerhalb von sechs Monaten und wird den Einsatz von Algorithmen in den Bereichen Targeting, Personalisierung und Identity Management nachhaltig verändern.
Marktsignale zu Bitkom in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die EU-Mitgliedstaaten haben den AI Act am 22. Mai 2024 offiziell gebilligt.
- Das Inkrafttreten des AI Act wird für Ende Juni oder Anfang Juli 2024 erwartet.
- Unternehmen müssen die neuen Vorschriften innerhalb von sechs Monaten nach Inkrafttreten umsetzen.
- Das Gesetz verbietet den Einsatz von KI für Predictive Policing sowie biometrische Kategorisierungen nach Rasse, Religion oder sexueller Orientierung.
- Eine Kennzeichnungspflicht wird für KI-generierte Fotos und Videos eingeführt, ausgenommen sind reine Kunst- und Satireinhalte.
Verknüpfte Unternehmen
4 verknüpfte Unternehmen“"Ralf Wintergerst, Präsident des deutschen IT-Branchenverbandes Bitkom, sagte: 'Wir müssen Raum lassen für KI-Innovationen, die den Menschen...”
“"Knapp 300.000 Euro kommen zusammen, angeführt von Gateway Ventures als Lead-Investor."...”
“"Ein Interxion-Rechenzentrum soll eine Wiener Klinik beheizen."...”
“"Der Schweizer Anbieter Infomaniak heizt Wohnungen mit der Abwärme seines Datacenters."...”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
OTTO startet GenAI-Enablement-Partner-Programm
OTTO hat ein neues GenAI-Enablement-Partner-Programm gestartet und 37 Mitarbeitende ausgewählt, die Fachbereiche künftig dabei unterstützen sollen, konkrete Anwendungsfälle für generative KI zu identifizieren, zu priorisieren und umzusetzen. Das Programm zielt darauf ab, KI systematischer in Geschäftsprozesse zu integrieren und aus bisherigem Wissen messbare Wertschöpfung zu entwickeln. Die Teilnehmer wurden über Nominierungen, Selbstbewerbungen und persönliche Auswahlgespräche ausgewählt und absolvieren eine fünftägige, auf OTTO zugeschnittene Schulung des Bitkom mit Zertifizierung. Sie können mindestens 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für ihre zusätzliche Rolle aufwenden. Das Programm baut auf den bisherigen GenAI-Ambassadoren auf und zielt auf die praktische Umsetzung konkreter KI-Anwendungen in den Fachbereichen sowie die dauerhafte Integration in bestehende Arbeitsabläufe.
GEO- und Website-Check: Wie KI-Chatbots Informationen suchen
Diese Analyse untersucht, wie KI-Chatbots wie ChatGPT, Gemini und Perplexity Informationen beschaffen, und zeigt, dass nur 12 % der zitierten URLs mit den Top-10-Ergebnissen von Google übereinstimmen. Der Artikel untergliedert den Prozess in vier Phasen: Query-Erweiterung in mehrere Teilsuchen, Indexierung durch verschiedene Suchmaschinen (Google, Bing, Brave), technische Zugänglichkeit für KI-Crawler und letztendliche Zitationskriterien. Zentrale Erkenntnisse betonen die Bedeutung der Abdeckung von Teilsuchen, der Verwendung geeigneter Seitentypen (Listen, Ratgeber), der Aktualität und der Präsenz auf externen Plattformen. Praktische Ratschläge umfassen die Nutzung des AI-Performance-Berichts in den Bing Webmaster Tools und die Verfolgung von ChatGPT-Referral-Traffic über UTM-Parameter.
KI unterstützt Bewerbungsprozesse in Deutschland
Eine Bitkom-Umfrage zeigt, dass KI in der deutschen Personalbeschaffung zunehmend eingesetzt wird: 2% der Unternehmen führen Vorstellungsgespräche bereits per KI, jedes sechste kann sich das vorstellen. Fast jedes achte Unternehmen nutzt KI im Bewerbungsprozess, vor allem zum Texten von Stellenanzeigen, 6% sortieren Bewerbungen vor. Abseits von KI ist die Digitalisierung weiter fortgeschritten: Jede zweite Firma führt Video-Interviews durch, knapp jede dritte nutzt digitale Unterschriften für Arbeitsverträge.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
