Beobachtetes Signal · 2. Dez. 2022 · Regulation · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
EU einigt sich auf neue Verbraucherschutzregeln für Online-Kredite und BNPL
Unterhändler des Europäischen Parlaments und der EU-Mitgliedstaaten haben eine vorläufige Einigung über die überarbeitete Verbraucherkreditrichtlinie erzielt. Die neuen Vorschriften zielen darauf ab, Verbraucher bei Online-Krediten und kreditbasierten Käufen vor Überschuldung zu schützen. Sie gelten für klassische Kreditverträge bis zu 100.000 Euro, Crowdlending sowie für Buy Now Pay Later-Dienste wie Klarna. Kreditwerbung muss künftig klare Warnhinweise enthalten, dass die Kreditaufnahme Geld kostet, und darf nicht suggerieren, dass Kredite die finanzielle Situation verbessern. Kreditgeber werden verpflichtet, die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern gründlicher zu prüfen. Zu den weiteren Bestimmungen gehören verpflichtende Stundungsmaßnahmen, ein 14-tägiges Widerrufsrecht sowie ein Recht auf vorzeitige Rückzahlung. Nicht-Banken-Kreditgeber und Kreditvermittler unterliegen künftig einer Zulassung und Aufsicht. Das Abkommen bedarf noch der formalen Billigung durch das Parlament und die Mitgliedstaaten, was als Formsache gilt.
Die EU-weite Verbraucherkreditregulierung verändert die Werbung von Kredit- und BNPL-Anbietern in Europa, wobei die Auswirkungen jedoch eher das Marketing für Finanzdienstleistungen als die Kerninfrastruktur im Bereich AdTech betreffen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- EU-Unterhändler einigten sich am 2. Dezember 2022 auf die überarbeitete Verbraucherkreditrichtlinie.
- Die Regeln gelten für Online-Kredite, Darlehen bis zu 100.000 Euro, Crowdlending und Buy Now Pay Later-Angebote wie Klarna.
- Kreditwerbung muss klare Warnhinweise enthalten, dass die Kreditaufnahme Geld kostet.
- Kreditgeber müssen die Kreditwürdigkeit von Verbrauchern vor Vertragsschluss gründlich prüfen.
- Verbraucher erhalten ein 14-tägiges Widerrufsrecht sowie ein Recht auf vorzeitige Rückzahlung.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Betroffen sind neben gewöhnlichen Krediten auch „Buy now pay later“-Angebote wie das von Klarna....”
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SuperPlan: Stocard-Gründer launchen neue Einkaufslisten-App
Die Gründer hinter Stocard und SuperCards haben SuperPlan gelauncht, eine kostenlose Einkaufslisten-App für iPhone und Android. SuperPlan kombiniert geteilte Einkaufslisten mit einer Rezeptsammlung und nutzt KI, um Rezepte aus Social Media, Kochbüchern und handgeschriebenen Karten in Zutatenlisten zu verwandeln. Die App bietet keine Werbung, kein Konto, und monetarisiert über ein optionales Premium-Abo für 1,99 Euro pro Woche oder 29,99 Euro pro Jahr in Österreich. Die wichtigsten KI-Funktionen umfassen Spracheingabe, Foto- und Rezept-Import, mit einem wöchentlichen Gratis-Kontingent. Hinter SuperPlan steht die Berliner Super Apps Studio GmbH mit den Gründern David Handlos, Florian Barth und Mark Himmelsbach. Handlos gründete 2011 Stocard, das 2021 von Klarna für rund 110 Millionen Euro übernommen wurde. SuperPlan trifft auf etablierte Konkurrenz wie Bring!, AnyList und Listonic.
EU Inc: Lobby-Schlacht zwischen Startups, Notaren und Gewerkschaften
Der Vorschlag für die EU Inc, eine neue europäische Rechtsform für Startups, hat eine massive Lobby-Kampagne ausgelöst: Seit Ende 2024 fanden über 300 Treffen zwischen Interessengruppen und EU-Vertretern statt. Eine Auswertung offizieller Datenbanken zeigt, dass Startups, Notare und Gewerkschaften am aktivsten lobbyieren. Startups, angeführt vom Startup-Verband, fordern eine schnelle, digitale und kostengünstige Gründung. Notare warnen vor Betrugsrisiken und wollen ihre Rolle bei Identitätsprüfungen behalten. Gewerkschaften befürchten, dass die neue Rechtsform die Mitbestimmung der Arbeitnehmer untergraben könnte. Der Rechtsausschuss des Europaparlaments soll am 8. Oktober über den Bericht abstimmen, Trilog-Verhandlungen sind für den Spätherbst geplant.
EHI-Report: Mobile Wallets wachsen, Chats meist KI-gestützt
Der EHI E-Commerce-Report 2026, basierend auf 1.000 deutschen Online-Shops und Marktplätzen, zeigt eine breite Einführung mobiler Wallets: 97,2 % unterstützen sie, angeführt von PayPal mit 96,3 %. Apple Pay wuchs auf 49 % (vorher 37,8 %), Google Pay auf 32 % (vorher 23,1 %). Das neue Bezahlsystem Wero liegt nur bei 3 %. KI dominiert den Kundenservice: 77,9 % der vorhandenen Chat-Funktionen sind KI-gestützt, obwohl nur 40,8 % der Shops überhaupt einen Chat anbieten. Click & Collect bieten 34,6 % der Shops an, wobei 56 % davon Online-Zahlung ermöglichen. Präzise Lieferoptionen bleiben eine Nische, nur 3,4 % bieten persönliche Lieferzeitfenster an.
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