Beobachtetes Signal · 30. Aug. 2022 · Interview · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Führungskultur: Wenn Geschlecht im Top-Management keine Rolle mehr spielt
Claudia Schlossberger, ausgewiesene HR-Expertin mit über 25 Jahren Führungserfahrung und langjähriger Vorstandstätigkeit, analysiert im Interview die Geschlechtergerechtigkeit in deutschen Führungsetagen. Während große Konzerne formale Gleichstellung vorweisen, hinkt der deutsche Mittelstand hinterher: Frauen stellen hierzulande lediglich rund 13 Prozent der Führungskräfte, und etwa die Hälfte aller Unternehmen hat nach wie vor keine weibliche Führungskraft in oberster Position. Unter Berufung auf den Global Gender Gap Report warnt Schlossberger, dass es noch 132 Jahre bis zur vollständigen Parität dauern könnte. Im Gespräch beleuchtet sie teamorientierte Führungsansätze, diverse Recruiting-Prozesse und praxisnahe Teambuilding-Rituale. Sie plädiert für den Einsatz von Development Centern, fordert verbindliche Quoten auf allen Ebenen statt bloßer Top-Quoten und warnt davor, sich ausschließlich auf reine Mentoring-Netzwerke zu verlassen. Ergänzend teilt sie wertvolle Einblicke aus ihrer Praxis zur erfolgreichen Zusammenarbeit in diversen Teams und interkulturellen Kontexten.
Beleuchtet die Themen Geschlechtergerechtigkeit und Diversität in Führungspositionen deutscher Unternehmen; besitzt moderate Relevanz für strategische Personalthemen in der Tech- und Medienbranche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Claudia Schlossberger verfügt über 25+ Jahre Führungserfahrung, war HR-Leiterin bei Metro Group und Carlsberg Group und ist seit 2019 als Beraterin sowie Aufsichtsrätin tätig.
- Der durchschnittliche Frauenanteil in deutschen Führungspositionen liegt bei 13 Prozent; rund die Hälfte aller Unternehmen beschäftigt keine Frau in der Führung.
- Der Global Gender Gap Report prognostiziert, dass es noch 132 Jahre dauern wird, bis weltweite Gleichberechtigung erreicht ist.
- Schlossberger befürwortet gezielte Teambuilding-Rituale, Development Center, diverse Recruiting-Maßnahmen sowie flächendeckende Quoten über alle Hierarchieebenen hinweg.
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1 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
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Studie: Frauenanteil in Führungsetagen deutscher Leitmedien sinkt weiter
Eine Studie von Pro Quote Medien zur Repräsentanz von Frauen in Führungspositionen bei deutschen Leitmedien belegt einen anhaltenden Abwärtstrend, der im Jahr 2024 eingesetzt hat. Nach fünf aufeinanderfolgenden Erhebungen mit rückläufigen Anteilen von Frauen in Spitzenpositionen der Redaktionen verdeutlichen die aktuellen Zahlen laut Pro Quote keine isolierten Ausreißer, sondern eine verfestigte negative Entwicklung. Der von Eva-Maria Schmidt verfasste und am 06.08.2026 auf Horizont veröffentlichte Bericht unterstreicht, dass die Fortschritte der vergangenen Jahre bei der Diversität in den Führungsgremien der Medienbranche spürbar ins Stocken geraten sind. Dies wirft branchenweite Fragen zur nachhaltigen Verankerung von Chancengleichheit und modernen Führungsstrukturen in den Redaktionsstuben auf.
Onomondo sammelt 100 Mio. EUR für globale IoT-Infrastruktur
Das dänische IoT-Konnektivitätsunternehmen Onomondo hat in einer kombinierten Finanzierungsrunde mehr als 100 Millionen Euro eingesammelt, angeführt von Aspirity Partners, die eine endgültige Vereinbarung zum Erwerb einer Mehrheitsbeteiligung unterzeichnet hat. Der bestehende Investor EIFO, Dänemarks Staatsfonds, erhöht seine Beteiligung. Die Finanzierung soll die Marktexpansion und Produktentwicklung beschleunigen, insbesondere im Bereich der SoftSIM-Technologie, der Hybridnetz-Fähigkeiten und des proprietären Technologie-Stacks, der Geräte, Netzwerke und Cloud verbindet. Mit nativem Zugang zu fast 700 Netzwerken weltweit und über 500 Kunden, darunter Maersk, Carlsberg und Husqvarna, will Onomondo die grundlegende Infrastrukturebene für IoT und physische KI werden.
Kreativplattformen mit Langzeitwirkung: Warum Markenerbe und Konsistenz den Werbeerfolg sichern
Rebecca Fennelly von Pointy Stick betont den nachhaltigen kommerziellen Wert bewährter Kreativplattformen und plädiert für deren strategische Wiederbelebung. Anhand aktueller Comebacks – wie Carlsbergs ‚If Carlsberg Did...‘, Tangos ‚You’ve Been Tango’d‘ sowie Beefeaters Neuinterpretation von ‚Virtual Insanity‘ – zeigt sie auf, wie wiederholbare Kreativideen zu kulturellen Assets avancieren, die Konsumenten gerne wiedererkennen. Unter Verweis auf Studien von System1 mit der IPA sowie Analysen von Kantar hebt Fennelly hervor, dass konsistente Positionierungen und etablierte Stilmittel die Werbeeffektivität signifikant steigern. Comedy- und Entertainment-Formate dienen dabei als Paradebeispiele für anpassungsfähige Plattformen, die sich organisch weiterentwickeln können, ohne ihre charakteristische Markenidentität zu verlieren.
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