Beobachtetes Signal · 9. Juli 2026 · Commentary · Quelle: Horizont · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Das Ende des linearen Funnels: Wie Retail Media Marketing neu denkt
Ein Meinungsbeitrag von Sabine Jünger, Vice President bei Otto Advertising, der am 9. Juli 2026 in Horizont veröffentlicht wurde, argumentiert, dass der traditionelle lineare Marketing-Funnel obsolet ist. Jünger führt aus, dass modernes Marketing zahlreiche Faktoren orchestrieren muss, um Zielgruppen zu erreichen, die dynamisch zwischen Medien wechseln. Sie positioniert Retail Media – gestützt auf Retailer-Präsenzen wie Otto.de und First-Party-Shopper-Daten – als den geeigneten Kanal, um Kaufentscheidungen nachhaltig zu beeinflussen. Der Artikel rahmt Retail Media als strategische Alternative für Marketer ein, die Budgets umschichten und Attribution sowie Messmethoden neu bewerten, statt den klassischen Awareness-to-Conversion-Funnel lediglich durch einen einzelnen Schritt zu ersetzen.
Thought-Leadership-Beitrag einer Retail-Media-Führungskraft, der strategische Verschiebungen hin zu Retail Media beleuchtet; relevant für Marketer und Händler, stellt jedoch keine fundamentale Plattformrichtlinie, keinen Produkteinführung und kein marktbewegendes Ereignis dar.
Marktsignale zu OTTO (otto.de) in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Artikel veröffentlicht am 9. Juli 2026 auf Horizont.net.
- Autorin: Sabine Jünger, Vice President bei Otto Advertising.
- Der Beitrag argumentiert, dass der klassische lineare Marketing-Funnel (Awareness → Consideration → Conversion) veraltet ist.
- Der Artikel plädiert für Retail Media (Beispiel: Platzierungen auf Otto.de) als passenden Kanal, um dynamisch wechselnde Zielgruppen zu erreichen.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“The article states the retail media channel (for example on Otto.de) is the future....”
“The article states the retail media channel (for example on Otto.de) is the future....”
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Retail Media ist kein neuer Kanal, sondern ein strategischer Irrweg
Katharina Wildau, Managing Director der JOM Group, hat in einem vielbeachteten Gastbeitrag bei Horizont argumentiert, dass die aktuelle Branchen-Debatte rund um Retail Media grundlegend falsch framed ist. In ihrer Kolumne kritisiert sie, dass die entscheidende strategische Frage nach der genauen Rolle von Retail Media im Marketing-Mix häufig falsch beantwortet wird. Während Retail Media vor wenigen Jahren noch als die große Branchenhoffnung des Handels galt, hat es sich mittlerweile zu einem der am schnellsten wachsenden Werbemärkte entwickelt. Der Beitrag versteht sich als Meinungsartikel und reflektiert eine kritische Branchenperspektive anstelle neuer empirischer Marktforschungsdaten.
OTTO startet GenAI-Enablement-Partner-Programm
OTTO hat ein neues GenAI-Enablement-Partner-Programm gestartet und 37 Mitarbeitende ausgewählt, die Fachbereiche künftig dabei unterstützen sollen, konkrete Anwendungsfälle für generative KI zu identifizieren, zu priorisieren und umzusetzen. Das Programm zielt darauf ab, KI systematischer in Geschäftsprozesse zu integrieren und aus bisherigem Wissen messbare Wertschöpfung zu entwickeln. Die Teilnehmer wurden über Nominierungen, Selbstbewerbungen und persönliche Auswahlgespräche ausgewählt und absolvieren eine fünftägige, auf OTTO zugeschnittene Schulung des Bitkom mit Zertifizierung. Sie können mindestens 20 Prozent ihrer Arbeitszeit für ihre zusätzliche Rolle aufwenden. Das Programm baut auf den bisherigen GenAI-Ambassadoren auf und zielt auf die praktische Umsetzung konkreter KI-Anwendungen in den Fachbereichen sowie die dauerhafte Integration in bestehende Arbeitsabläufe.
Amazon dominiert deutschen Onlinehandel mit 63% Marktanteil
Eine neue Studie von IFH Köln und General Evidence zeigt die anhaltende Dominanz von Amazon im deutschen E-Commerce. Im Jahr 2025 entfielen auf Amazon 69,1 Milliarden Euro bzw. 63% des deutschen Online-Umsatzes. Die Kundenzahl stieg auf 55,9 Millionen Shopper, 10 Millionen mehr als vor fünf Jahren. Amazons Erfolg wird auf hohes Verbrauchervertrauen, schnelle Lieferung und große Auswahl zurückgeführt. Die Konkurrenz wächst jedoch: Asiatische Plattformen wie Temu, Shein und AliExpress gewinnen an Boden und halten im zweiten Quartal 2025 zusammen 5,3% der Online-Umsätze. Das Bundeskartellamt verhängte eine Geldstrafe von 59 Millionen Euro gegen Amazon wegen wettbewerbswidriger Preispraktiken, gegen die Amazon vorgeht. Experten weisen darauf hin, dass KI-Assistenten und neue Shopping-Erlebnisse wie der TikTok-Shop Amazons Position künftig herausfordern könnten.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
