Beobachtetes Signal · 10. Sept. 2026 · Study Release · Quelle: Retail-News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
EHI-Studie: Agentic Commerce wird zur strategischen Priorität im Handel
Laut einer von Softserve beauftragten EHI-Studie entwickelt sich Agentic Commerce zu einem strategischen Zukunftsthema für den Handel. Rund 60 Prozent der Handelsunternehmen beschäftigen sich bereits mit KI-Systemen, die Einkaufs- oder Handelsprozesse autonom steuern oder ausführen. Während gut 11 Prozent bereits konkrete Anwendungen nutzen, sehen 40 Prozent derzeit noch keinen Use Case im eigenen Geschäft. Zu den zentralen Hürden zählen unzureichende Datenqualität und akuter Fachkräftemangel: Nur 39,2 Prozent bewerten ihre Datenbasis als gut, und lediglich rund 20 Prozent sehen sich personell adäquat aufgestellt. Die Investitionen dürften in den kommenden fünf bis zehn Jahren jedoch deutlich anziehen. Besonders stark wird die Transformation den Online-Handel treffen – hier erwarten 85,8 Prozent der Befragten innerhalb von fünf Jahren spürbare Auswirkungen auf ihre Geschäftsmodelle.
Die Studie unterstreicht die wachsende strategische Relevanz autonomer KI-Systeme im Handel, was fundamentale Auswirkungen auf Retail Media, Personalisierung und automatisierte AdTech-Ökosysteme haben wird.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Rund 60 % der Handelsunternehmen befassen sich mit autonomen KI-Systemen für Handelsprozesse.
- Über 11 % der Unternehmen setzen bereits konkrete Agentic-Commerce-Anwendungen ein.
- 40 % der befragten Händler sehen aktuell noch keinen konkreten Anwendungsfall im eigenen Betrieb.
- Fast 70 % nennen Conversion-Steigerung und Personalisierung als Hauptziele für den Einsatz eigener KI-Agenten.
- Lediglich 39,2 % stufen ihre Datenbasis als gut bis sehr gut ein, 37,4 % sehen sie kritisch.
- Nur 26,6 % der Unternehmen planen kurzfristige Investitionen in Agentic Commerce.
- Binnen fünf Jahren rechnen knapp zwei Drittel der Befragten mit Investitionen in Agentic Commerce.
- Über 90 % der Teilnehmer erwarten, dass Agentic Commerce den Handel innerhalb von zehn Jahren nachhaltig verändert.
- 85,8 % der Befragten prognostizieren binnen fünf Jahren starke Auswirkungen auf den E-Commerce.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Laut einer aktuellen EHI-Studie im Auftrag von Softserve beschäftigen sich rund sechs von zehn Handelsunternehmen mit KI-Systemen.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Agentic Storefronts treiben konversationellen, KI-gesteuerten Commerce voran
Ein von Glossy und Swap veröffentlichter Branchenbericht zeigt, dass Marken, Händler und Agenturen „agentic“ Commerce rasant adaptieren. Autonome KI-Agenten und agentische Storefronts führen Käufer nahtlos von der Entdeckung bis zum Kauf. Laut der Befragung von 80 Branchenexperten nutzen 90 Prozent KI zur Optimierung des Einkaufserlebnisses. Rund 70 Prozent experimentieren mit agentischen Storefronts, wobei 40 Prozent diese bereits aktiv implementieren. Als HauptHürden gelten Datenanforderungen, ROI-Messung und Kosten. Gleichzeitig belegen frühere Resultate wie höhere Conversion-Raten, längere Verweildauern und sinkende Retouren einen messbaren Geschäftswert. Branchenprognosen von Bain & Co., McKinsey und Nielsen unterstreichen das enorme Marktpotenzial bis 2030, was einen grundlegenden Wandel im E-Commerce und in verwandten AdTech- und Marketingkanälen signalisiert.
Nutzer von Agentic Commerce könnten bis 2031 auf 1,3 Milliarden steigen
Aktuellen Prognosen von Juniper Research zufolge könnte die Zahl der Nutzer von Agentic Commerce weltweit von unter 300 Millionen im Jahr 2026 auf rund 1,3 Milliarden im Jahr 2031 anwachsen, was einem Anstieg von fast 350 % entspricht. Das Transaktionsvolumen soll im selben Zeitraum von ca. 8 Milliarden US-Dollar auf 3,5 Billionen US-Dollar steigen. Dieses Wachstum wird durch Händlerunterstützung, den Ausbau der Zahlungsinfrastruktur und steigende KI-Akzeptanz angetrieben, wenngleich das Vertrauen der Verbraucher vielerorts noch gering ist. So zeigt eine Studie von Checkout.com, dass 24 % der Verbraucher niemals Käufe an eine KI delegieren würden und 27 % keiner Organisation beim Betrieb eines KI-Shopping-Agenten vertrauen. Zu den strukturellen Herausforderungen gehören Zahlungsströme und die Lokalisierung. Während OpenAI seine Pläne für In-App-Käufe zurückzog, treibt Google die Entwicklung des Universal Commerce Protocol (UCP) voran.
Agentic Commerce braucht Kontext: Warum KI-Shopping eine Intelligenzschicht erfordert
KI-gestützte Commerce Agents transformieren den digitalen Handel grundlegend von klickbasierten Customer Journeys hin zu dialogischen, agentengesteuerten Entscheidungsprozessen. Erfolgreicher Agentic Commerce setzt eine gemeinsame Kontext- und Intelligenzschicht voraus, die Marketing-, Commerce-, Service- und Betriebsdaten vereinheitlicht, damit mehrere Agents koordiniert handeln können. Der klassische First Click verliert an Bedeutung, da Agents sich primär an Intent und Situation orientieren. Gleichzeitig entwickelt sich Generative Engine Optimization (GEO) zu einer essenziellen Disziplin, um Inhalte für die Entscheidungslogik von KI verständlich zu machen. Während Plattformen wie Amazon und Walmart unterschiedliche Integrationsstrategien verfolgen, erweisen sich Omnichannel-Daten und Loyalty-Status als entscheidende Wettbewerbsvorteile. Der Artikel betont, dass Menschen weiterhin Teil des Prozesses bleiben und Händler gezielt in Daten, CX sowie Post-Purchase-Trust investieren müssen.
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