Beobachtetes Signal · 27. Mai 2026 · Research Report Release · Quelle: https://martechseries.com/feed/ · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
eClerx-Studie: 78 Prozent sehen ROI-Versagen bei Martech-Investitionen
Die eClerx Services Ltd hat den „eClerx Marketing Report 2026: Mind the Gap“ veröffentlicht, dem zufolge ein Großteil der Marketingentscheider bemängelt, dass Martech-Investitionen den erwarteten ROI nicht liefern. Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von 366 US-Marketingentscheidern aus Unternehmen mit Umsätzen zwischen 500 Millionen und über 5 Milliarden US-Dollar in mehr als 15 Branchen. Im Mittelpunkt steht das Konzept der „Activation Gap“ – die Diskrepanz zwischen der Generierung von Erkenntnissen und deren operativer Umsetzung. Zudem enthält der Bericht eine Scorecard zur Martech-Reife. Zu den zentralen Ergebnissen zählen Entscheidungen auf Basis unvollständiger Daten, geringes Vertrauen in die kanalübergreifende ROI-Messung sowie der seltene Einsatz von Live-Media-Mix-Modelling zur Budgetumschichtung. eClerx-CMO Scott Houchin betont die Notwendigkeit, Insights direkt in Workflows zu integrieren, statt lediglich weitere Tools hinzuzufügen.
Die branchenweite Umfrage offenbart signifikante Defizite bei der Aktivierung und Messung innerhalb von Martech-Stacks, was für Marketer, Technologie-Vendors und Analytics-Anbieter von Relevanz ist, jedoch keine unmittelbare Marktverschiebung auslöst.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- eClerx Services Ltd veröffentlichte den „eClerx Marketing Report 2026: Mind the Gap“.
- Der Bericht basiert auf einer Befragung von 366 US-Marketingentscheidern (CMOs, VPs und Leitern von Bereichen wie Marketing Operations und Digital).
- Kernaussage: 78 Prozent der Marketingentscheider geben an, dass Martech-Investitionen keinen ROI liefern.
- 75 Prozent der Befragten treffen Investitionsentscheidungen auf Basis unvollständiger Daten; nur 25 Prozent beschreiben ihr Umfeld als vollständig datengetrieben.
- Lediglich 24 Prozent nutzen Media-Mix-Modelling zur Budgetumschichtung anhand von Live-Performance-Daten, während 86 Prozent auf die Planung des Vorjahres vertrauen.
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Umfrage: MarTech scheitert an der Umsetzung von Daten in Taten
Eine neue eClerx-Umfrage, über die MarTech berichtet, offenbart eine weit verbreitete Lücke zwischen der Einführung von Marketing-Technologien und den tatsächlichen Geschäftsergebnissen. Trotz hoher Investitionen in MarTech, Analytics und KI mangelt es vielen Unternehmen an Vertrauen in ihre Daten und an der Fähigkeit, Erkenntnisse in Aktionen umzusetzen. Der Bericht bezeichnet das Problem als „Aktivierungs-Gap“: Datenerfassung und Insights haben sich verbessert, doch fragmentierte Systeme, Datensilos, schwache Attribution sowie langsame Abläufe verhindern, dass Erkenntnisse Kampagnen, Budgets und die Customer Experience maßgeblich beeinflussen. Die Umfrage belegt eine geringe operative Reife und legt nahe, dass die nächste Herausforderung für das Marketing im operativen Design statt in zusätzlichen Tools liegt.
CMO-Council-Bericht: Martech-Stack-Erfolg hängt stark vom spezifischen Problem ab
Ein neuer Bericht des CMO Council und von MartechTribe mit dem Titel „The Apex Martech Matrix 2026“ analysiert 988 Martech-Stacks über sieben Branchen und 49 Kategorien hinweg, um die Treiber der Marketing-Performance zu ermitteln. Die Studie zeigt, dass überdurchschnittlich performende Unternehmen – definiert als die Top 30 % nach Umsatz pro Mitarbeiter – keineswegs konsistent über ausgefeiltere Technologie oder tiefgreifendere Expertise verfügen. Es zeigen sich unterschiedliche Muster: Spitzenreiter im Bereich Marketing Automation nutzen eine breitere Funktionalität bei ähnlicher Reife; im E-Mail-Marketing weisen sie eine höhere operative Reife bei weniger komplexen Features auf; beim CRM sind beide Faktoren ausgeprägter. Bemerkenswerterweise korrelierte höhere Investitionen in eine Customer Data Platform (CDP) nicht mit einer besseren Performance. Der Bericht legt nahe, dass das bloße Hinzufügen von Funktionen selten die Lösung ist; Vermarkter sollten stattdessen zunächst ungenutzte Potenziale bereits vorhandener Tools ausschöpfen.
Martech-Stack im Fokus: Versteckte Kosten, fehlende Ownership und ROI-Lücken
Eine tiefgehende Analyse personifiziert den Martech-Stack, um zu erklären, warum viele Organisationen trotz hoher Budgets stagnierende Ergebnisse verzeichnen. Redundante Tools wie Customer Data Platforms und Marketing Automation Platforms, fehlerhafte API-Integrationen und automatische Verlängerungen treiben verdeckte Technik- und Lizenzkosten. Teams erlangen oft nur oberflächliche Vertrautheit statt echter Nutzungskompetenz, was bei wachsendem Business zu Performance-Drift führt. Entscheidend ist das Fehlen klarer Verantwortlichkeiten, um Tool-Outputs direkt mit Geschäftsergebnissen zu verknüpfen. CMOs stehen dadurch vor Verlängerungsentscheidungen ohne messbaren ROI. Als Gegensteuerungsmaßnahme empfiehlt der Autor die Etablierung einer Operations-Rolle – etwa ein Operations-Mitarbeiter pro drei bis vier Core-Plattformen –, die mit Budget und Entscheidungskompetenz ausgestattet ist, um den Stack zu optimieren, nicht genutzte Software zu decommissionieren und konsequent an den Unternehmenszielen auszurichten.
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