Beobachtetes Signal · 20. Mai 2026 · Product Launch · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
EBM-Papst Neo: Nexaira-KI senkt Energieverbrauch in Rechenzentren um bis zu 50 Prozent
EBM-Papst Neo, die Dortmunder Startup-Einheit des Industrieventilator-Herstellers EBM-Papst, optimiert mit ihrer selbstentwickelten KI-Plattform Nexaira Kühlsysteme in Rechenzentren und Industriebauten. Laut Geschäftsführer Stefan Bastian erstellt Nexaira einen digitalen Zwilling der Kühlanlagen, integriert tausende Datenpunkte wie Wetter- und Nachfrageprognosen und passt Sollwerte autonom an. Das Unternehmen gibt an, dass Nexaira den Kühlenergiebedarf um bis zu 50 Prozent senken kann. Dies entspricht etwa 900 MWh Einsparung pro Jahr in einem 6.600 m² großen Rechenzentrum mit 3.000 Server-Racks sowie rund 240 Tonnen CO₂-Einsparung für eine durchschnittliche Anlage. EBM-Papst Neo beschäftigt derzeit rund 35 Mitarbeiter in Dortmund sowie 35 Entwickler in Chennai, arbeitet mit Mainova als Partner zusammen und plant, die Belegschaft bis 2030 zu verdoppeln.
KI-gestützte Kühloptimierungen senken den Energieverbrauch und die Emissionen von Rechenzentren, was direkte Auswirkungen auf Cloud- und Betriebskosten sowie die Nachhaltigkeit hat. Dies ist für Infrastrukturbetreiber und Unternehmen hochrelevant, stellt jedoch keine branchenverändernde Plattformankündigung dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- EBM-Papst Neo hat Nexaira entwickelt, eine KI-Software zur Erstellung eines digitalen Zwillings von Kühlsystemen.
- Das Unternehmen gibt an, dass Nexaira den Energieverbrauch der Kühlung um bis zu 50 Prozent reduzieren kann.
- Beispiel für Einsparungen: ca. 900 MWh jährlich für ein 6.600 m² großes Rechenzentrum mit 3.000 Server-Racks.
- Die gemeldete jährliche CO₂-Reduktion pro durchschnittlichem Rechenzentrum liegt bei rund 240 Tonnen.
- Mainova ist genannter Partner; Neo beschäftigt ca. 70 Mitarbeiter und plant eine Verdoppelung der Belegschaft bis 2030.
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Nebius plant 310-MW-KI-Rechenzentrum in Finnland
Der in den Niederlanden ansässige und in den USA börsennotierte Neocloud-Provider Nebius plant den Bau eines neuen KI-Rechenzentrums im finnischen Lappeenranta mit einer Kapazität von bis zu 310 MW. Die Inbetriebnahme für erste Kunden ist für 2027 avisiert. Die Investition ist Teil des globalen Infrastrukturausbaus von Nebius, der bis Jahresende mehr als 3 GW an vertraglich gesicherter Leistung anstrebt. In der EMEA-Region verfügt das Unternehmen bereits über mehr als 750 MW kontrahierte Kapazität, darunter eine geplante 240-MW-KI-Factory bei Lille in Frankreich. Zuvor sicherte sich Nebius zudem Genehmigungen für einen Gigawatt-Campus in den USA. Die Expansion erfolgt vor dem Hintergrund massiver europäischer Compute-Investitionen von Akteuren wie Mistral oder Nscale, unterstreicht jedoch zugleich regionale Engpässe bei Netzanbindungen und hohe Stromkosten.
Europäische Start-ups adressieren Energieherausforderung der künstlichen Intelligenz
Dieser Artikel beleuchtet die kritische und dringende Problematik des durch KI angetriebenen Energieverbrauchs von Rechenzentren in Europa. Er hebt eine neue Generation von Start-ups hervor, die Softwarelösungen über vier zentrale Effizienzebenen hinweg entwickeln: Stromnetz, Infrastruktur, Compute und Software. Diese Unternehmen zielen darauf ab, die bestehende Energieinfrastruktur zu optimieren, die Belastung der Netze zu verringern und den CO2-Fussabdruck von KI-Workloads zu senken. Zu den bemerkenswerten Beispielen gehören Sympower und GridBeyond für die Flexibilisierung des Stromnetzes, etalytics für das Energiemanagement in Rechenzentren, FlexAI für die Orchestrierung heterogener Compute-Ressourcen sowie Multiverse Computing zur Komprimierung von KI-Modellen. Der Beitrag unterstreicht die wachsende Bedeutung softwaregesteuerter Effizienz als Ergänzung zum physischen Infrastrukturausbau sowie als bedeutende Investitionschance in diesem Sektor.
Erneuerbare Energien können Wasserverbrauch von KI-Rechenzentren drastisch senken
Die rasante Expansion von KI-Funktionen verschärft die Konkurrenz um lokale Wasserressourcen in der Nähe von Rechenzentren, da traditionelle Luftkühlungen für Hochleistungs-KI-Prozessoren nicht ausreichen und den direkten Wasserbedarf in die Höhe treiben. Die Internationale Energieagentur schätzt den globalen Wasserverbrauch von Rechenzentren auf rund 560 Milliarden Liter jährlich, während Prognosen der Cornell University besagen, dass US-Rechenzentren bis 2030 allein eine Billion Liter pro Jahr überschreiten könnten. Ein Umstieg von Kohle- und Gaskraft auf Solar- und Windenergie könnte den Wasserfußabdruck der KI-Infrastruktur um bis zu 86 Prozent reduzieren, da diese erneuerbaren Energien kein Kühlwasser für den Betrieb benötigen. Hardware-Innovationen wie Prozessoren mit höheren Betriebstemperaturen sowie geschlossene Kreislauf- oder Immusionskühlsysteme verringern Verdunstungsverluste. Software-Optimierungen und strategische Standortwahlen helfen ebenfalls dabei, die Auswirkungen auf das Wasser zu mindern. Experten warnen jedoch vor einem Rebound-Effekt: Gesteigerte Effizienz könnte zu einer breiteren Nutzung führen und absolute Ressourceneinsparungen ausgleichen, was begleitende Softwarekonzepte und regulatorische Maßnahmen erfordert.
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