Beobachtetes Signal · 19. Aug. 2026 · Earnings Report · Quelle: Retail-News · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Positiv
DocMorris hebt Prognose nach starkem Rx-Wachstum an
DocMorris hat im ersten Halbjahr 2026 stärkere Umsätze und verbesserte operative Ergebnisse verzeichnet und die Gesamtjahresprognose nach kräftigem Wachstum bei verschreibungspflichtigen Medikamenten (Rx) und digitalen Diensten angehoben. Der Außenumsatz stieg um 12,5 Prozent auf 627,8 Millionen CHF, der ausgewiesene Umsatz kletterte um 13,4 Prozent auf 599,2 Millionen CHF. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich auf einen Fehlbetrag von 10,9 Millionen CHF, während das unbereinigte EBITDA bei -20,0 Millionen CHF lag. Der Rx-Umsatz legte im Jahresverlauf um rund 38 Prozent zu, wobei das Management nun für das Gesamtjahr ein Rx-Wachstum von rund 40 Prozent erwartet. Der Umsatz im Bereich Digital Services sprang um 71,4 Prozent nach oben. Das Management hält an dem Ziel fest, im zweiten Halbjahr 2026 den EBITDA-Break-even zu erreichen, während der Free Cash Flow für 2027 angepeilt wird.
Finanzkennzahlen und eine angehobene Jahresprognose belegen ein beschleunigtes Wachstum bei Rx-Verkäufen und digitalen Diensten. Dies beeinflusst E-Commerce-Dynamiken und das Retail Media-Potenzial, wodurch der Bericht für Akteure in AdTech, MarTech und Retail Media von hoher Relevanz ist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- DocMorris Außenumsatz im ersten Halbjahr 2026 stieg um 12,5 Prozent auf 627,8 Millionen CHF (ca. 675 Millionen Euro).
- Der ausgewiesene Umsatz im ersten Halbjahr 2026 erhöhte sich um 13,4 Prozent auf 599,2 Millionen CHF (ca. 645 Millionen Euro).
- Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um 17,9 Millionen CHF auf einen Verlust von 10,9 Millionen CHF im ersten Halbjahr 2026; das unbereinigte EBITDA lag bei -20,0 Millionen CHF.
- Der Rx-Umsatz wuchs im ersten Halbjahr 2026 um 38,3 Prozent und beschleunigte sich im zweiten Quartal auf 45,8 Prozent; DocMorris erwartet nun ein Rx-Wachstum von rund 40 Prozent für das Gesamtjahr 2026.
- Der Umsatz im Bereich Digital Services (einschließlich TeleClinic, Retail Media und Marketplace) stieg um 71,4 Prozent; TeleClinic verzeichnete ein Umsatzwachstum von 48 Prozent und 51 Prozent mehr Behandlungen.
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Redcare Pharmacy hebt Jahresprognose dank starkem Rx-Geschäft an
Redcare Pharmacy, eine deutsche Online-Apotheke, hat ihre Jahresprognose für 2026 zum zweiten Mal angehoben, getrieben durch starkes Wachstum im verschreibungspflichtigen (Rx-)Geschäft in Deutschland. Das Unternehmen erwartet nun einen Rx-Umsatz von 730 bis 760 Millionen Euro, nach zuvor 680 bis 720 Millionen Euro, was einem Wachstum von 45 bis 51 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Konzernumsatzwachstum wird nun auf 16 bis 18 Prozent prognostiziert, nach 15 bis 17 Prozent zuvor. Dies folgt auf ein starkes drittes Quartal, in dem die deutschen Rx-Umsätze um 56 Prozent im Jahresvergleich stiegen, im September allein um 51 Prozent. Das Non-Rx-Geschäft stabilisiert sich nach einem schwachen Juli, mit erwartetem Wachstum von 10 bis 12 Prozent. Die Prognose für die bereinigte EBITDA-Marge bleibt bei 2,5 bis 3,0 Prozent. Die Kundenzufriedenheit bleibt hoch, mit einem e-Rx-NPS von 80 Punkten im August, sechs Punkte über dem Vorjahr. Die vollständigen Q3-Zahlen werden am 29. Oktober 2026 veröffentlicht.
Mister Spex steigert Profitabilität im ersten Halbjahr 2026 trotz Umsatzrückgangs
Mister Spex hat im ersten Halbjahr 2026 trotz sinkender Umsätze eine deutlich verbesserte Profitabilität vermeldet. Das bereinigte EBITDA stieg im Jahresvergleich um 65 Prozent auf 3,8 Millionen Euro, angetrieben durch margenstärkere Korrektionsbrillen, reduzierte Rabatte und einen höheren durchschnittlichen Bestellwert. Der Gesamtumsatz sank um 10 Prozent auf 87,9 Millionen Euro, wobei der Online-Umsatz um rund 20 Prozent zurückging, während das Filialgeschäft um etwa 10 Prozent zulegte. Das Unternehmen lagert künftig die Produktion an Rodenstock und wesentliche Logistikfunktionen an Arvato aus und plant die Schließung des Standorts Berlin-Spandau bis Ende 2026. Mister Spex bestätigte zudem seine Jahresprognose 2026 für den Umsatz und eine bereinigte EBITDA-Marge zwischen Break-even und einem niedrigen bis mittleren einstelligen Prozentbereich.
On verfehlt Q2-Umsatzerwartungen – Währungseffekte belasten Prognose
On erzielte im zweiten Quartal einen Nettoumsatz von 850,3 Millionen Schweizer Franken. Dies entspricht einem Zuwachs von 13,5 % im Vorjahresvergleich bzw. 21,6 % auf währungsbereinigter Basis, womit das Unternehmen die Analystenschätzungen von Mitte 20 % verfehlte. Während die Direct-to-Consumer-Erlöse (DTC) um 26 % zulegten, wuchs das Wholesale-Geschäft lediglich um 4,8 %. Regional verzeichnete der asiatisch-pazifische Raum ein starkes Plus von 43,1 %, während die Region Americas um 4,5 % wuchs. Infolgedessen passte On die Gesamtjahresprognose auf ein währungsbereinigtes Umsatzwachstum im unteren 20-Prozent-Bereich sowie eine Bruttomarge von mindestens 65 % an. Analysten führen die Diskrepanz zu den Markterwartungen primär auf Währungseffekte sowie eine eingeschränkte Visibilität in den internationalen Vertriebs- und Wholesale-Kanälen zurück.
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