Beobachtetes Signal · 19. Aug. 2026 · Partnership · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Drogerieriese dm integriert europäischen PayPal-Rivalen Wero
Die deutsche Drogeriekette dm nimmt laut Berichten des manager magazins die europäische Zahlungsmethode Wero in ihren Online-Checkout auf. dm testet die Integration bereits und plant die vollständige Einführung für alle Nutzer ab dem 25. August 2026. Wero ist ein Zahlungsprojekt der European Payment Initiative (EPI), das die Dominanz von PayPal, Visa und Mastercard in Europa herausfordern soll. Durch die Partnerschaft gewinnt Wero wichtige Händlerreichweite, um die bislang geringe Akzeptanz im E-Commerce zu überwinden; die EPI verzeichnet aktuell rund 7 Millionen registrierte Konten, während PayPal in Deutschland etwa 39 Millionen Nutzer zählt. Als Hauptmotivationen nennt dm eine unkomplizierte Bankkonto-Verknüpfung sowie potenziell geringere Transaktionsgebühren, wodurch der Wettbewerb im deutschen Online-Handel spürbar belebt wird.
Die Integration durch einen nationalen Handelsgiganten wie dm erhöht die Händlerreichweite für Wero/Epi massiv und verschärft den Wettbewerb sowie die Gebührendynamik im europäischen E-Commerce-Payment.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- dm führt die europäische Zahlungsmethode Wero im Onlineshop ein und testet die Integration vor dem geplanten Rollout am 25.08.2026.
- Wero ist ein Projekt der European Payment Initiative (EPI), einer Allianz europäischer Banken als Alternative zu PayPal, Visa und Mastercard.
- EPI/Wero zählt aktuell über 7 Millionen registrierte Konten, während PayPal in Deutschland etwa 39 Millionen Nutzer hat.
- dm-Finanzchef Martin Dallmeier hält Wero für eine relevante Zahlungsmethode mit einem avisierten Marktanteil von rund 5 % binnen sechs bis zwölf Monaten.
- Wero bietet Händlern voraussichtlich geringere Gebühren als PayPal, das laut EHI Retail Institute im Schnitt rund 1,94 % berechnet.
Verknüpfte Unternehmen
8 verknüpfte Unternehmen“PayPal in Germany has about 39 million users, a figure cited to contrast with EPI's current registered-account numbers....”
“The article notes EPI recently announced an alliance with the discounter Lidl, and the dm deal is described as its second partnership of not...”
“This report was published by manager magazin, which the article says learned the dm–Wero deal exclusively....”
“dm operates, alongside Amazon, Rewe and Picnic, one of the largest online shops for everyday goods in Germany....”
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Ontologie & Marktkonzepte
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Wero knackt Zehn-Millionen-Nutzer-Marke in Deutschland
Die europäische Zahlungsverkehrsinitiative Wero hat mit zehn Millionen registrierten Nutzern in Deutschland und 60 Millionen in Europa einen wichtigen Meilenstein erreicht. Das von europäischen Banken getragene System, 2024 als Peer-to-Peer-Lollösung gestartet, expandiert nun in den E-Commerce und den Point-of-Sale (POS). Grosse Händler wie Lidl und dm integrieren Wero in ihre Online-Checkouts. Die nächste Herausforderung besteht darin, Registrierungen in reguläre Transaktionen zu umzuwandeln und die Händlerakzeptanz, insbesondere im stationären Handel, auszubauen. Während in Belgien bereits erste In-Store-Zahlungen via Wero laufen, steht ein breiter Rollout in Deutschland noch aus. Das Ziel ist eine paneuropäische Zahlungsalternative auf Basis von SEPA Instant Payments zur Reduzierung der Abhängigkeit von ausserhalb Europas stammenden Kartensystemen. Zahlungsdienstleister wie Nexi und BNP Paribas spielen eine zentrale Rolle bei der Beschleunigung der Händlerakzeptanz.
Amazon integriert Wero im Checkout mit schrittweisem Rollout
Amazon Deutschland hat mit der schrittweisen Integration der europäischen Zahlungsmarke Wero im Checkout begonnen. Zunächst wurde die bestehende Bezahloption iDEAL in der Benutzeroberfläche in „iDEAL | Wero“ umbenannt. Die Änderung betrifft vorerst nur die Bezeichnung, während der eigentliche Transaktionsfluss mit der Weiterleitung zur Banking-App für die Autorisierung unverändert bleibt. Wero ist eine von der European Payments Initiative (EPI) entwickelte Zahlungsmethode zur Vereinheitlichung nationaler Zahlungssysteme in Europa auf Basis von SEPA-Echtzeitüberweisungen unter europäischen Datenschutzstandards. Eine offizielle Ankündigung von Amazon liegt noch nicht vor, doch entsprechende Hilfe-Seiten nutzen bereits den neuen Namen; der Migrationsprozess soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein. Auch Händler wie Lidl und Decathlon haben Wero kürzlich implementiert.
Wero kämpft mit Bekanntheitsproblem trotz 9 Mio. Nutzern
Wero, die von Banken getragene europäische Zahlungsinitiative, hat in Deutschland ein erhebliches Bekanntheitsproblem. Eine Umfrage von Innofact im Auftrag von Verivox zeigt, dass fast ein Drittel der Befragten Wero noch nie gehört hat und nur 40 % es korrekt als Zahlungsdienst identifizieren. Trotz 9 Millionen registrierten Nutzern in Deutschland nutzen nur 7 % den Dienst aktiv. Der seit Sommer 2024 gestartete Dienst wächst langsam; die aktive Nutzung stieg von 4 % im Vorjahr. Zentrale Hürden sind die begrenzte Händlerakzeptanz (nur wenige wie Lidl und Decathlon) und die Aktivierung über Banking-Apps. Die EPI meldet 57 Millionen registrierte Nutzer in Europa, dennoch bezweifeln 58 % der Befragten, dass Wero gegen PayPal und Kreditkarten bestehen kann. Zudem ist Wero auf AWS-Cloud-Infrastruktur angewiesen, was geopolitische Risiken birgt. Finanziell sank der Jahresverlust 2025 auf 71,4 Mio. Euro, und die Initiative hat insgesamt 668,9 Mio. Euro eingesammelt.
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