Beobachtetes Signal · 20. Mai 2026 · Interview · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Disney nennt deutschen TV-Markt unterbewertet und fordert konvergente Währung
In einem von DWDL.de auf der ANGA COM veröffentlichten Interview bezeichnete Julia Schörner, VP Advertising für Disney in der DACH-Region, den deutschen TV- und Streaming-Markt als sehr ausgereift und oftmals unterschätzt. Sie nannte europäische regulatorische Hürden als Haupthemmnis für US-amerikanische, länderübergreifende Werbeprodukte und betonte die primär lokale Nachfrage. Zudem forderte sie mehr Transparenz und Publisher-getriebene KPIs mit hoher Datenqualität. Frank Vogel, CEO von Ad Alliance, bekräftigte die Forderung nach einer konvergenten Währung zur kanalübergreifenden Reichweitenmessung und prognostizierte Anpassungen bei Streaming-Ad-Loads; er erwartet Fortschritte bei der kampagnenbezogenen, cross-channel Messung bis 2028. Im Fokus stehen Messbarkeit, Transparenz und Monetarisierung über lineares TV und Streaming hinweg.
Branchenrelevante Führungskräftekommentare zu Messbarkeit, Transparenz und Monetarisierung im linearen TV und Streaming, die anhaltende Nachfrage- und Messherausforderungen signalisieren, jedoch keine konkreten Plattformrichtlinien, Produktlaunches oder Regulierungen ankündigen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Julia Schörner ist VP Advertising für Disney in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
- Frank Vogel ist CEO von Ad Alliance, dem Vermarkter von RTL.
- Schörner sieht europäische Regulierung als größte Hürde für länderübergreifende US-Werbeprodukte bei überwiegend lokaler Nachfrage.
- Vogel forderte eine konvergente Währung für die kanalübergreifende Reichweitenmessung und prognostizierte Änderungen bei Streaming-Werbeblöcken und der Monetarisierung bis 2028.
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Disney+ Werbeabo wächst stark dank KI und Sport-Expansion
ADZINE-Interview mit Disney+-Werbechefin Julia Schörner zum Status des ad-supported Tiers: Weltweit nutzen 164 Millionen Anwender die werbefinanzierte Variante, wobei sich über die Hälfte der Neuanmelder dafür entscheidet. Auch in Europa und Deutschland ist die Nachfrage hoch. Laut YouGov akzeptieren über 70 Prozent der deutschen Abonnenten das Werbevolumen, und die Generation-Stream-Studie zeigt, dass 69 Prozent neue Produkte über Streaming-Ads entdecken. Das Werbeportfolio reicht von Automotive über Kosmetik bis zu Lidl, während der Kids-Modus werbefrei bleibt. Shoppable Formate sind in Deutschland noch nicht verfügbar. Disney plant den Ausbau neuer Formate, den KI-Einsatz zur Optimierung – mit einer Testphase von rund 40.000 Werbemitteln täglich – sowie die Integration von Live-Sport wie der UEFA Women’s Champions League. Dabei wird durch reduzierte Werbeblöcke und Frequency Capping eine Balance aus Reichweite und User Experience sichergestellt.
Disney benennt Sender in Disney TV um und startet eigene AdTech-Infrastruktur
The Walt Disney Company hat auf dem Screenforce Festival in Düsseldorf angekündigt, den Free-TV-Sender Disney Channel in Deutschland, Österreich und der Schweiz Ende 2026 in Disney TV umzubenennen und das Programm um Inhalte für erwachsene Zielgruppen zu erweitern. Zudem stellte Disney+ das deutschsprachige Hulu Original 'Under the Ice' vor, einen von C-Films und Anne Walser produzierten Thriller. Um crossmediale Werbechancen auszubauen und lineares sowie Streaming-Inventar zu monetarisieren, bringt Disney im Sommer seine eigene AdTech-Infrastruktur in der EMEA-Region auf den Markt – darunter den Disney Audience Graph, datengetriebenes Ad Targeting und Dynamic Ad Insertion. Flankierend meldete Disney ein Abonnentenwachstum bei Disney+ in EMEA von über 25 Prozent seit Anfang 2025 sowie einen Anstieg der durchschnittlichen Sehdauer um mehr als zehn Prozent.
Disney-Advertising-Chefin Julia Schörner über Wachstumspläne und Vermarktungsstrategie
In einem Interview mit Horizont erläutert Julia Schörner, Vice President Disney Advertising GSA, die strategische Ausrichtung des Medienkonzerns in der DACH-Region. Im Fokus steht dabei die für 2026 angekündigte Eröffnung des Werbevermarktungsgeschäfts in Österreich, womit der letzte weiße Fleck in der Region geschlossen wird. Gleichzeitig treibt Disney die Skalierung seines Werbegeschäfts und seines Content-Portfolios bei Disney+ vorangetrieben. Schörner betont, dass das Mediengeschäft trotz aller Automatisierung ein People's Business bleibe und Disney den Anspruch verfolge, der bevorzugte Vermarkter der Branche zu sein. Das Interview unterstreicht die Ambitionen des Unternehmens, seine Marktposition im deutschsprachigen Raum durch gezielte regionale Expansion und den Ausbau von Connected TV weiter zu festigen.
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