Beobachtetes Signal · 16. Sept. 2026 · Policy Update · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Digitalswitzerland fordert vom Parlament Gelder für digitale Infrastruktur
Digitalswitzerland, der Schweizer Dachverband der Digitalwirtschaft, hat am 16. September 2026 in Bern ein Forum mit rund 200 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft abgehalten. Dabei wurde ein Appell an das Parlament gerichtet, bei den Budgetberatungen Mittel für zentrale digitale Projekte sicherzustellen. CEO Franziska Barmettler betonte, dass Investitionen in elektronische Identität, Datenstandards und die Digitalisierung des Gesundheitswesens unverzichtbar seien. Bislang wurden über 180 Millionen Franken in die E-ID und die Vertrauensinfrastruktur Swiyu investiert. Zudem präsentierte die Organisation ein Update des Swiss AI Action Plan mit 23 Massnahmen sowie Pläne für eine gemeinsam mit der SRG gestartete KI-Kompetenzkampagne, die bis 2027 über eine Million Menschen erreichen soll. Bundesrat Albert Rösti warnte vor einer allzu strikten KI-Regulierung, da diese Innovationen hemmen könnte.
Relevant für das AdTech- und MarTech-Ökosystem, da Entwicklungen bei digitaler Infrastruktur, KI-Regulierung und Identity Management in der Schweiz – wie die E-ID oder neue Datenstandards – direkte Auswirkungen auf den Markt haben.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Digitalswitzerland veranstaltete in Bern ein Forum mit 200 Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft.
- CEO Franziska Barmettler appellierte an das Parlament, Investitionen in die digitale Infrastruktur abzusichern.
- Bislang wurden über 180 Millionen Franken in die E-ID und die Swiyu-Vertrauensinfrastruktur investiert.
- Digitalswitzerland und die SRG starteten eine KI-Kompetenzkampagne mit dem Ziel, bis 2027 über eine Million Menschen zu erreichen.
- Bundesrat Albert Rösti warnte vor einer übermässig strengen Regulierung von künstlicher Intelligenz.
- Digitalswitzerland stellte ein Update zum Swiss AI Action Plan mit 23 Massnahmen vor.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Swiss IGF fokussiert sich auf KI-Regulierung und Kinderschutz
Am 16. Juni fand in Bern das 11. Swiss Internet Governance Forum (Swiss IGF) statt, bei dem Delegierte aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft über die Regulierung von Künstlicher Intelligenz, den Schutz von Minderjährigen auf Online-Plattformen sowie Fragen der digitaler Souveränität debattierten. Das durch eine Community-Initiative gestaltete Programm brachte die sogenannten ‚Messages von Bern‘ hervor, die in das EuroDIG sowie das UN Internet Governance Forum einfließen sollen. Die Veranstaltung wurde zum zweiten Mal unter der Trägerschaft des Vereins Swiss Internet & Digital Governance (SIDG) ausgerichtet, wobei das Bundesamt für Kommunikation (BAKOM) die Schirmherrschaft innehat. Die Organisatoren verzeichneten für die Ausgabe 2026 einen neuen Teilnahmerekord, nannten jedoch keine konkreten Zahlen. Die offiziellen Botschaften sowie die Empfehlungen des parallel tagenden Swiss Youth IGF stehen auf der Website des Forums zur Verfügung.
Fabiola Gianotti übernimmt Leitung des KI-Gipfels in Genf
Der Schweizer Bundesrat hat die ehemalige CERN-Direktorin Fabiola Gianotti zur Delegierten ernannt, um die strategische und inhaltliche Ausrichtung des Genfer KI-Gipfels vom 21. bis 22. Juni 2027 zu gestalten. Unter dem Motto „Bridging Innovation and Trust“ setzt der Gipfel auf Künstliche Intelligenz als Treiber für Innovation und gesellschaftlichen Fortschritt sowie auf eine vertrauenswürdige und verantwortungsvolle KI-Entwicklung. Die Regierung veranschlagt Kernkosten von rund sechs Millionen Schweizer Franken und strebt nachhaltige Partnerschaften sowie konkrete Initiativen an. Bundesrat Albert Rösti betonte, die Schweiz unterstütze eine internationale KI-Regulierung, plädierte jedoch für Branchenzertifizierungen statt exzessiver Vorschriften. Das Vorhaben knüpft an globale Vorgängergipfel in Bletchley Park, Seoul, Paris und Neu-Delhi an.
Österreichisches Digitalforum diskutiert über Künstliche Intelligenz und Dateninfrastruktur
Das ICT Austria Branchenforum 2026 widmete sich unter dem Motto „Digitale Souveränität 2.0: Wem gehört die Zukunft?“ den zentralen Fragen von Künstlicher Intelligenz, Cybersicherheit und Europas digitaler Zukunftsfähigkeit. Führende Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft analysierten die europäische Abhängigkeit von US-Technologiegiganten im Bereich der KI und Rechenzentren. Dabei wurden strukturelle Hürden wie unzureichendes heimisches Kapital, regulatorische Hürden und der akute Fachkräftemangel identifiziert. Zu den konkreten Themen zählten die europäische digitale Identität (EUDI), KI-verstärkte Cyberbedrohungen sowie die Risiken autonom agierender KI-Agenten. Abschließend forderten die Teilnehmer massive europäische Investitionen, praxisnahe Regulierung und gezielte Talentförderung zur Sicherung der technologischen Unabhängigkeit.
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