Beobachtetes Signal · 26. Feb. 2019 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Digitalisierung vergrößert den Gender Pay Gap in Tech-Branchen
Eine auf Daten des Statistischen Bundesamtes und des IAB gestützte Analyse zeigt, dass stärker digitalisierte Branchen häufig mit geringeren Karrierechancen für Frauen und einer breiteren Lohnlücke korrelieren. Insbesondere in IT und Communications lag die tägliche Lohnlücke im Jahr 2017 bei 170 Euro, wobei Frauen rund 38 Prozent weniger als Männer verdienten; in der Gastronomie betrug der Abstand 15 Prozent. Die Untersuchung verdeutlicht, dass die Digitalisierung das Lohngefälle bisher nicht verringert und den beruflichen Aufstieg von Frauen behindern kann, während das Entgelttransparenzgesetz nur begrenzte Wirkung zeigt. Gefordert werden aktuelle Daten, unter anderem von Jessica Tatti (Die Linke). Der bereinigte Gender Pay Gap sank im vergangenen Jahr zwar von 5,2 auf 4,5 Prozent, insgesamt verläuft der Wandel jedoch schleppend und der IT-Sektor bleibt stark männlich dominiert.
Beleuchtet den Gender Pay Gap in digitalisierten Sektoren und hat moderate Relevanz für die Arbeitsmarkt- und Talentlandschaft in Tech- und AdTech-Branchen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Destatis- und IAB-Daten zeigen, dass Digitalisierung die Schließung des Gender Pay Gaps verlangsamt.
- Im Jahr 2017 gab es in IT und Communications eine tägliche Lohnlücke von 170 Euro.
- Frauen verdienten in diesen tech-nahen Bereichen etwa 38 Prozent weniger als Männer.
- Das Entgelttransparenzgesetz zeigt bisher nur begrenzte Wirkung bei der Reduzierung der Lohnlücke.
- Der bereinigte Gender Pay Gap sank im Vorjahr von 5,2 Prozent auf 4,5 Prozent.
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2 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Deutschlands Digitalwirtschaft erwirtschaftet jährlich 481,5 Milliarden Euro
Eine Studie des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW) und des Forschungsinstituts ISTARI.AI belegt, dass die deutsche Digitalwirtschaft eine jährliche Bruttowertschöpfung von 481,5 Milliarden Euro generiert – fast 12 % der gesamten Wirtschaftsleistung. Damit ist der Sektor mehr als doppelt so groß wie die Automobilindustrie (4,5–5 %). Bei der Analyse von 1,4 Millionen Unternehmen wurden 229.000 Digitalunternehmen identifiziert: 63.000 digitale Kernunternehmen (Software, Plattformen) steuern 192 Milliarden Euro bei, während 166.000 digital getriebene Betriebe (z. B. E-Commerce) 289 Milliarden Euro erwirtschaften. Unter Einbeziehung digital transformierter Industrieunternehmen übersteigt die Wertschöpfung sogar 1 Billion Euro. Rund 95 % dieser Firmen sind KMU, was die These einer reinen Dominanz von US-Tech-Riesen widerlegt. Der Kernsektor sichert 9 Millionen Jobs, im erweiterten Kreis über 15 Millionen. BVDW-Präsident Dirk Freytag fordert daher, Digitalpolitik als zentrale Wirtschaftspolitik zu begreifen und Rahmenbedingungen für Datennutzung, Skalierung und Investitionen massiv zu verbessern.
Interaktives Recherchetool: Archiv der reichsten Deutschen wird durchsuchbar
Das manager magazin hat in der vergangenen Woche bereits zum 26. Mal die traditionsreiche Liste der 500 reichsten Deutschen veröffentlicht. Um den journalistischen Mehrwert zu maximieren und tiefgehende Analysen zu ermöglichen, macht das renommierte Wirtschaftsmagazin das historische Datenarchiv ab sofort über ein neues, interaktives Recherchetool vollständig durchsuchbar. Nutzer und Analysten können damit Vermögensentwicklungen, Branchenkonzentrationen und historische Trends über viele Jahre hinweg gezielt nachvollziehen. Diese digitale Transformation des Datenbestands stärkt nicht nur die Marke als führendes Wirtschaftsmedium, sondern bietet auch Marktforschern, Investoren und der interessierten Öffentlichkeit einen wertvollen, granularen Einblick in die Verteilung von Vermögen und unternehmerischer Macht in der deutschen Wirtschaft. Das Tool setzt neue Maßstäbe in der digitalen Aufbereitung von Wirtschaftsjournalismus und macht komplexe Finanzdaten interaktiv und nutzerfreundlich zugänglich.
manager magazin veröffentlicht Rangliste der 500 reichsten Deutschen 2026
Die aktuelle manager-magazin-Liste der 500 reichsten Deutschen für das Jahr 2026 bietet tiefgreifende Einblicke in die Vermögensverteilung und die wichtigsten Akteure der deutschen Wirtschaftslandschaft. An der Spitze der traditionsreichen Rangliste steht die Gesellschafterfamilie von Boehringer Ingelheim, deren geschätztes Gesamtvermögen sich auf beeindruckende 66,7 Milliarden Euro beläuft. Das Ranking dokumentiert die finanziellen Entwicklungen, Aufsteiger und Absteiger unter den vermögendsten Familien und Unternehmerpersönlichkeiten des Landes. Insbesondere vor dem Hintergrund aktueller makroökonomischer Herausforderungen, technologischer Umbrüche und globaler Marktveränderungen verdeutlicht die Analyse, wie sich kapitalkräftige Dynastien und Unternehmen in Kernbranchen wie Pharma, Industrie und Technologie positionieren. Für die AdTech-, MarTech- und Medienbranche bietet eine solche Untersuchung wertvolle Kontextinformationen über potenzielle strategische Investoren, Kapitalflüsse, M&A-Aktivitäten sowie die langfristige finanzielle Stabilität relevanter Akteure im deutschen Wirtschaftsraum.
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