Beobachtetes Signal · 17. Dez. 2020 · Survey · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Digitale Sicherheit im Home-Office: Gravierende Sicherheitslücken durch Mitarbeiter
Eine im Auftrag von CyberArk durchgeführte Studie unter 2.000 Home-Office-Mitarbeitern in Deutschland, Großbritannien und den USA offenbart erhebliche Sicherheitslücken bei der Remote-Arbeit. Rund 59 Prozent gaben zu, Unternehmensrichtlinien zur Steigerung der Produktivität bewusst zu umgehen – etwa durch das Weiterleiten interner Dokumente an private E-Mail-Adressen oder die Installation nicht genehmigter Apps. Auch die Passwort-Hygiene ist mangelhaft: 91 Prozent verwenden dasselbe Passwort für mehrere Programme und Server. Zudem nutzen 54 Prozent ihre Dienstgeräte privat, und 34 Prozent gestatten Haushaltsmitgliedern den Zugriff darauf. Da nur etwa die Hälfte der Befragten an entsprechenden Schulungen teilgenommen hat, führt CyberArk das riskante Verhalten primär auf Wissenslücken zurück. Der Bericht fordert daher intensivere Schulungsmaßnahmen seitens der Arbeitgeber sowie eine transparentere Aufklärung über Risiken bei der Nutzung von Tools wie WhatsApp auf Firmenhardware.
Sicherheitsrisiken in Home-Office-Workflows und die Notwendigkeit von Arbeitgeber-geführten Schulungen besitzen eine moderate Branchenrelevanz, stellen jedoch keine bahnbrechende Neuerung dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- CyberArk untersuchte 2.000 Home-Office-Mitarbeiter in Deutschland, Großbritannien und den USA.
- 59 % umgehen Sicherheitsrichtlinien zugunsten der Produktivität, beispielsweise durch private E-Mail-Weiterleitungen oder verbotene App-Installationen.
- 91 % nutzen dieselben Passwörter mehrfach für verschiedene Programme und Server.
- 54 % verwenden Firmenhardware privat, und 34 % erlauben Haushaltsmitgliedern die Nutzung dieser Geräte.
- Nur rund 50 % nahmen an IT-Sicherheitsschulungen teil; Wissensdefizite gelten als Hauptursache für riskantes Verhalten.
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1 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Umfrage: 90 Prozent der europäischen KMU von Cyberangriffen betroffen
Eine Kaspersky-Umfrage zeigt, dass 90 Prozent der europäischen kleinen und mittleren Unternehmen im vergangenen Jahr mindestens einen Sicherheitsvorfall verzeichneten. Zu den schwerwiegendsten Vorfällen zählten umfassende Malware-Angriffe sowie Angriffe über legitime Administrator-Tools mit jeweils 10 Prozent, gefolgt von Phishing und der Ausnutzung von KI-Schwachstellen zu je 8 Prozent. Personenbezogene Kundendaten waren bei 28 Prozent der schweren Vorfälle betroffen, Strategieinformationen bei 26 Prozent und sensible Daten wie Finanzzugänge oder Rechtsdokumente bei 25 Prozent. Viele Firmen reagierten darauf mit neuen Sicherheitslösungen, Systemupdates, Passwortrichtlinien oder Schwachstellen-Scans. Kaspersky empfiehlt restriktive Zugriffsrechte, automatisierte Backups, klare Richtlinien für Softwareinstallationen und regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter.
Cybersicherheitsmonitor 2026: Jeder neunte deutsche Internetnutzer wird Opfer von Cyberkriminalität
Eine repräsentative Studie des BSI und der Polizeilichen Kriminalprävention (ProPK) im Rahmen des Cybersicherheitsmonitors 2026 zeigt, dass elf Prozent der Internetnutzer in Deutschland im vergangenen Jahr Opfer von Cyberkriminalität wurden und 27 Prozent bereits einmal betroffen waren. Die im Januar 2026 erhobene Befragung von 3.060 Personen identifiziert Online-Shopping-Betrug (22 Prozent), unautorisierten Kontozugriff (14 Prozent), Online-Banking-Betrug (13 Prozent) und Phishing (12 Prozent) als häufigste Delikte. Rund 88 Prozent der Opfer erlitten negative Folgen, darunter finanzielle Verluste bei 33 Prozent und ein gesunkenes Vertrauen in Online-Dienste. Gleichzeitig bleibt das proaktive Sicherheitsverhalten unzureichend: 55 Prozent schätzen ihr persönliches Risiko als gering ein, nur 14 Prozent informieren sich regelmäßig über Cybersicherheit, und Basisschutzmaßnahmen wie sichere Passwörter (46 Prozent) oder Antivirensoftware (40 Prozent) werden unvollständig genutzt. BSI und ProPK fordern daher nutzerfreundlichere und sicherere Produkte von der Industrie.
Kaspersky-Studie: 90 Prozent der europäischen KMU von Cyberangriffen betroffen
Laut einer von Retail-News zitierten Kaspersky-Studie verzeichneten 90 Prozent der befragten kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa innerhalb eines Jahres mindestens einen Sicherheitsvorfall. Als Hauptursache gelten menschliche Faktoren wie unzureichendes IT-Sicherheitswissen, mangelnde Sicherheitskultur und organisatorische Defizite, die häufiger für erfolgreiche Angriffe verantwortlich gemacht werden als fehlende Technologien. Phishing betraf 23 Prozent der Unternehmen, KI-gestützte Angriffe 18 Prozent, während Schwachstellen, Business Email Compromise, Supply-Chain-Angriffe und Deepfakes jeweils rund 15 Prozent ausmachten. Als Reaktion haben 74 Prozent der KMU ihre Cybersecurity-Budgets erhöht und primär in Personal, Hybrid- und Cloud-Schutz sowie Schulungen investiert; 65 Prozent planen weitere Ausgaben. Kaspersky empfiehlt eine Kombination aus modernen Sicherheitslösungen, regelmäßigen Mitarbeiter-Trainings, automatisierten Backups, strikten Zugriffskontrollen und umfassendem E-Mail-Schutz.
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