Beobachtetes Signal · 6. Mai 2021 · Earnings Report · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Criteo übertrifft im ersten Quartal 2021 die eigenen Prognosen
Das französische AdTech-Unternehmen Criteo hat seine Geschäftszahlen für das erste Quartal 2021 vorgelegt und dabei die eigenen Erwartungen übertroffen. Der Umsatz stieg im Jahresvergleich um 7 Prozent auf 541 Millionen US-Dollar (währungsbereinigt 4 Prozent). Der ex-TAC-Umsatz lag bei 213 Millionen US-Dollar, was 39 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht, bei einem leichten Anstieg von 0,5 Prozent. Das bereinigte EBITDA kletterte um 28 Prozent auf 76 Millionen US-Dollar. Insbesondere der Bereich Retail Media erwies sich als starker Wachstumstreiber mit einem Umsatzplus von 69 Prozent beziehungsweise 122 Prozent auf ex-TAC-Basis. CEO Megan Clarken betonte, dass das Unternehmen beim Ausbau seiner Commerce Media Platform und bei der Umsetzung seiner First-Party-Data-Strategie voll im Plan liegt.
Solide Quartalszahlen für ein etabliertes AdTech-Unternehmen, die primär die positive Entwicklung im Retail-Media-Segment und bei Commerce-Media-Lösungen belegen, jedoch keine grundlegenden Branchenveränderungen einläuten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Q1-Umsatz 2021 lag bei 541 Millionen US-Dollar.
- Umsatzwachstum von 7 Prozent im Jahresvergleich (4 Prozent währungsbereinigt).
- ex-TAC-Umsatz betrug 213 Millionen US-Dollar (39 Prozent des Gesamtumsatzes).
- Bereinigtes EBITDA stieg um 28 Prozent auf 76 Millionen US-Dollar.
- Retail Media wuchs um 69 Prozent im Jahresvergleich (122 Prozent ex-TAC).
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Deutsche bevorzugen KI-Beratung vor KI-Werbung
Laut einer aktuellen Studie von Criteo, die Commerce-Daten von Hunderten CPG-Marken und einer Befragung von über 6.300 Verbrauchern in sechs Märkten kombiniert, treibt ChatGPT zunehmend Traffic auf Produktseiten: Der Anteil an Einstiegen lag von Januar bis Juli durchschnittlich 60 Prozent über dem klassischer Suchmaschinen. Im Juli verzeichneten 86 Prozent dieser Kunden mindestens eine über ChatGPT vermittelte Transaktion. Deutsche Verbraucher sind jedoch bei automatischen Nachbestellungen zurückhaltend: 39 Prozent lehnen dies ab, im Durchschnitt der Märkte sind es 32 Prozent. Eine separate Umfrage von Censuswide für Verve unter 2.000 Erwachsenen in Deutschland zeigt, dass etwa zwei Drittel bereit sind, aufgrund von KI-Chatbot-Empfehlungen einzukaufen, insbesondere bei Reisen, Lebensmitteln und Mode. Die Reaktionen auf KI-generierte Werbung sind polarisiert: 35 Prozent verlieren Vertrauen in die Marke, während etwa 19 Prozent solche Anzeigen positiver bewerten. Jüngere Verbraucher (18-24) sind kritischer: 45 Prozent verlieren Vertrauen, aber 30 Prozent reagieren positiv.
Criteo SSP von Frost & Sullivan für Commerce Media Innovation ausgezeichnet
Laut einer Pressemitteilung vom 5. Oktober 2026 wurde die Supply-Side-Platform von Criteo von Frost & Sullivan für ihre herausragende Innovationskraft im Bereich Commerce Media ausgezeichnet. Diese Anerkennung unterstreicht die wachsende Bedeutung von Retail Media und zielgerichteter Vermarktung im programmatischen Ökosystem. Die Technologie ermöglicht es Marketer und Publishern, datenbasierte Kampagnen effizienter auszuspielen und Commerce-Daten nahtlos zu integrieren. Die Auszeichnung positioniert Criteo als einen der führenden Technologieanbieter, der die Transformation des digitalen Werbemarktes hin zu zielgerichteten, datenschutzkonformen Handelsmedien maßgeblich vorantreibt und neue Maßstäbe für die Monetarisierung von Inventar setzt.
AdTech bereitet sich auf Apples iOS-27-Blocklist vor
Das iOS-27-Update von Apple, das Mitte September veröffentlicht wurde, blockierte unerwartet mehrere Daten- und Identitätsanbieter, darunter LiveRamp, Permutive, Audigent und die adsrvr.org-Domain von The Trade Desk. The Trade Desk wurde in der iOS-27.2-Beta von der Blocklist entfernt, aber das grundlegende Problem bleibt bestehen, da Apple eine umfassendere Blocklist mit Hunderten von AdTech- und MarTech-Unternehmen plant. Die blockierten Domains sind für Identität und geräteübergreifendes Tracking entscheidend; ihre Entfernung stört die Anzeigenauslieferung, die Attribution und die Verwendung alternativer IDs in Safari. Anbieter erwägen die Migration zu First-Party-Server-Implementierungen, wobei der Trusted Server des IAB Tech Lab als mögliche Lösung hervorgeht. Die Einführung ist jedoch langsam, und die Auswirkungen sind derzeit durch die geringe Installationsbasis von iOS 27 begrenzt, dürften aber zunehmen.
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