Beobachtetes Signal · 12. Feb. 2020 · Earnings Report · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Criteo-Geschäftszahlen 2019: Umsatzzahlen sinken, Aktie bricht ein
Das französische AdTech-Unternehmen Criteo hat schwächere Ergebnisse für das Jahr 2019 vorgelegt und verzeichnete sowohl im vierten Quartal als auch im Gesamtjahr rückläufige Umsätze im Vergleich zu 2018. Bei konstanten Wechselkursen sank der Umsatz im Q4 2019 um zwei Prozent auf 653 Millionen US-Dollar, während der Gesamtumsatz mit 2,262 Milliarden US-Dollar ebenfalls ein Minus von zwei Prozent aufwies. Trotz schwächerer Erlöse stieg das bereinigte EBITDA im vierten Quartal 2019 um fünf Prozent auf 109 Millionen US-Dollar (Gesamtjahr: 299 Millionen US-Dollar). Der operative Cashflow lag bei 223 Millionen US-Dollar, der Free Cashflow bei 125 Millionen US-Dollar. Die sinkenden Umsätze fielen mit allgemeinen Marktängsten zusammen, nachdem Google die Blockierung von Third-Party-Cookies in Chrome angekündigt hatte, was das Retargeting-Geschäft von Criteo beeinträchtigen könnte. CEO Megan Clarken bezeichnete das Jahr als Übergangsphase. Die Umsatzprognose für 2020 signalisiert einen Rückgang von rund zehn Prozent ex-TAC.
Die Geschäftszahlen verdeutlichen die operativen Herausforderungen und die potenziellen Auswirkungen des Wegfalls von Cookies durch Google auf etablierte AdTech-Geschäftsmodelle.
Marktsignale zu Criteo in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Q4 2019 Umsatz: 653 Mio. USD, 2 Prozent Rückgang im Jahresvergleich
- Gesamtjahr 2019 Umsatz: 2,262 Mrd. USD, 2 Prozent Rückgang im Jahresvergleich
- Q4 2019 bereinigtes EBITDA: 109 Mio. USD, 5 Prozent Anstieg im Jahresvergleich
- Gesamtjahr 2019 bereinigtes EBITDA: 299 Mio. USD
- Umsatzprognose 2020: Rückgang von ca. 10 Prozent ex-TAC
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte UnternehmenVerwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Criteo verzeichnet schwächeren Start ins Q1 2026 und senkt Prognose
Criteo hat einen verhaltenen Start in das Geschäftsjahr 2026 gemeldet und im ersten Quartal rückläufige Umsätze sowie Gewinne verzeichnet, was zu einer Anpassung der Ganzjahresprognose führte. Der Umsatz sank im Jahresvergleich um 6 Prozent auf 425 Millionen US-Dollar, während der Contribution ex-TAC um 5 Prozent auf 250 Millionen US-Dollar zurückging (währungsbereinigt jeweils -9 Prozent). Den stärksten Dämpfer erlebte der Bereich Retail Media durch veränderte Vertragsumfänge bei zwei Großkunden. Performance Media zeigte sich stabiler, gestützt durch SSP-Wachstum und AdTech-Services. Das Nettoergebnis sank von 40 auf 9 Millionen US-Dollar, das bereinigte EBITDA fiel von 92 auf 65 Millionen US-Dollar. Criteo verfügt über solide Liquidität von rund 889 Millionen US-Dollar, rechnet für das Gesamtjahr nun aber mit einem währungsbereinigten Rückgang des Contribution ex-TAC im niedrigen einstelligen Bereich. Als Risikofaktoren nannte CFO Sarah Glickman geopolitische Spannungen im Nahen Osten und zurückhaltende US-Performance-Budgets.
Google bringt agentische KI in Gemini für Unternehmen
Bei einer Google-Cloud-Veranstaltung am Donnerstag kündigte Google an, seine Gemini-KI ins agentische Zeitalter zu führen. Ein einheitlicher Agent kann nicht nur Fragen beantworten, sondern Aufgaben eigenständig planen und ausführen. Zunächst für Unternehmen gedacht, kann der Agent mit internen Systemen verbunden werden, benutzerdefinierte Fähigkeiten nutzen und sogar Modelle von Drittanbietern wie Anthropics Claude auswählen. Er verfügt über ein eigenes Workspace-Konto mit E-Mail-Adresse und schreibt ein eigenes Audit-Protokoll. Zu den frühen Testern gehören On, Shopify und PayPal. Gemini hat über 1 Milliarde monatlich aktive Nutzer, und fast 90% der Fortune-100-Unternehmen nutzen Gemini Enterprise.
US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
