Beobachtetes Signal · 17. Apr. 2019 · Regulation · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Gericht bestätigt: Googles Datenschutzerklärung verstößt gegen DSGVO
Das Kammergericht Berlin hat in zweiter Instanz bestätigt, dass Googles Datenschutzerklärung aus dem Jahr 2012 gegen die DSGVO verstößt und zahlreiche Klauseln in den aktuellen Bedingungen unzulässig sind. Das Gericht stellte fest, dass die beschriebene Datenverarbeitung eine weitreichende Erfassung und Nutzung personenbezogener Daten sowie eine mögliche Weitergabe an Dritte ohne adäquate, informierte Einwilligung beinhalten kann. Es wurde betont, dass für die Verarbeitung personenbezogener Daten eine informierte und freiwillige Einwilligung erforderlich ist; die bloße Bestätigung, dass ein Nutzer die Richtlinie gelesen hat, reicht hierfür nicht aus. Insgesamt wurden 13 Klauseln in der Datenschutzerklärung und 12 in den Nutzungsbedingungen als rechtswidrig eingestuft. Das Urteil ist jedoch noch nicht rechtskräftig, da Google Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt hat. Dies hat weitreichende Bedeutung für Compliance-Prozesse in der gesamten AdTech-Branche.
DSGVO-Durchsetzung gegen die Datenschutzerklärung einer Major Platform mit erheblicher Relevanz für Datenschutz und Compliance im AdTech-Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Kammergericht Berlin bestätigte das Urteil des Landgerichts Berlin zugunsten des vzbv.
- Das Gericht stufte 25 Klauseln als unzulässig ein: 13 in der Datenschutzerklärung und 12 in den Nutzungsbedingungen.
- Die Datenverarbeitung unter der Richtlinie von 2012 verstößt nach Ansicht des Gerichts gegen die DSGVO.
- Eine informierte und freiwillige Einwilligung ist zwingend erforderlich; eine bloße Lesebestätigung reicht nicht aus.
- Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig; Google hat Nichtzulassungsbeschwerde beim Bundesgerichtshof eingelegt.
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US-Regierung schließt Microsoft von Visa-Programm aus
Die US-Regierung hat Microsoft von der Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für ausländische Fachkräfte mit H-1B-Visa ausgeschlossen und wirft dem Unternehmen Missbrauch des Programms vor. Vizepräsident JD Vance erklärte, Microsoft habe im vergangenen Jahr 6.000 amerikanische Mitarbeiter entlassen, aber von 6.300 H-1B-Visainhabern profitiert. Das Arbeitsministerium unter Keith Sonderling wird keine neuen Anträge von Microsoft, mehreren Beratungsunternehmen und Adobe annehmen. Dieser Schritt erfolgt wenige Wochen vor den Parlamentswahlen und spiegelt die Kritik der Trump-Regierung am H-1B-Programm wider, das angeblich amerikanische Arbeiter benachteiligt. Microsoft hat noch nicht reagiert. Der Schritt könnte die Fähigkeit der Tech-Branche beeinträchtigen, qualifizierte ausländische Talente zu halten.
USA suspendieren Microsoft und Adobe vom Green-Card-Programm
Das US-Arbeitsministerium hat die Suspendierung von Microsoft und Adobe vom Programm zur dauerhaften Arbeitszertifizierung angekündigt, zusammen mit Cognizant, Infosys, Capgemini, Tata, Wipro und HCL. Minister Keith Sonderling nannte aktive Bundesuntersuchungen als Grund für Microsoft und Adobe und kritisierte, dass diese Unternehmen amerikanischen Arbeitnehmern Arbeitsplätze wegnähmen. Vizepräsident JD Vance warf Microsoft konkret vor, entlassene Mitarbeiter durch H-1B-Visuminhaber ersetzt zu haben. Microsoft verteidigte seine Einstellungspraktiken und betonte, dass die Mehrheit seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und die meisten H-1B-Anträge für bestehende Mitarbeiter gestellt würden. Die Ankündigung erfolgte während eines Gipfels im Weißen Haus zur Bekämpfung von H-1B-Betrug, zeitgleich mit der Verleihung der National Medal of Science an mehrere Tech-CEOs durch Präsident Trump.
Amazon stellt neue Alexa-Tablets mit KI und Google Play vor
Amazon hat eine neue Tablet-Generation unter der Marke Alexa angekündigt, darunter das Alexa Tablet 12 Pro, das Alexa Tablet 11 und das Alexa Tablet 8. Alle Geräte laufen mit Android, integrieren den KI-Assistenten Alexa+ und bieten erstmals direkten Zugriff auf den vollständigen Google Play Store, sodass Nutzer neben Amazon-Diensten auch Apps wie YouTube, Netflix und Gmail installieren können. Die Tablets bieten verschiedene Bildschirmgrößen, Prozessoren und Akkulaufzeiten, mit Preisen ab 229,99 US-Dollar. Ein spezieller Kindle-Lesemodus und neue Kindermodelle mit elterlicher Kontrolle wurden ebenfalls eingeführt. Der Verkaufsstart in Nordamerika ist am 8. Oktober, die Auslieferung beginnt am 14. Oktober, und die Verfügbarkeit in Europa, einschließlich Deutschland, startet am 19. Oktober.
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