Beobachtetes Signal · 2. Nov. 2026 · Interview · Quelle: VideoWeek · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
Konvergentes TV scheitert an Vernachlässigung von Linear-TV
In einem Interview mit VideoWeek argumentiert Hossein Houssaini, Executive Strategic Advisor bei Virtual Minds, dass die TV-Branche keinen wirklich konvergenten Werbemarkt für lineares Fernsehen und Streaming aufbaut. Er kritisiert, dass Broadcaster getrennte lineare und digitale Teams unterhalten, die oft gegeneinander arbeiten, anstatt auf ein gemeinsames Ziel hinzuwirken. Houssaini schlägt vor, dass Vergütungsmodelle auf Basis eines einzigen Gesamtziels beiden Medien zum Erfolg verhelfen würden. Das Interview, gefilmt auf der TV Rise 2026 in Sevilla, thematisiert die Herausforderungen im konvergenten TV, wie Broadcaster ihr Angebot weiterentwickeln und wie sich die Buy-Side an diese Veränderungen anpassen muss. Houssaini betont, dass die Vernachlässigung von linearem TV die Konvergenz behindert, da die Branche dazu neigt, sich auf Neues zu konzentrieren und Altes zu verdrängen, wodurch Fehler der Vergangenheit wiederholt werden.
Der Artikel bietet Expertenkommentare zu Herausforderungen im konvergenten TV, enthält jedoch keine konkreten Ankündigungen oder Daten, was ihn für AdTech-Profis moderat relevant macht.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Hossein Houssaini, Executive Strategic Advisor bei Virtual Minds, wurde von VideoWeek interviewt.
- Das Interview wurde auf der TV Rise 2026 Konferenz in Sevilla aufgezeichnet.
- Houssaini argumentiert, dass Broadcaster mit getrennten linearen und digitalen Teams konvergentes Fernsehen behindern.
- Er schlägt eine Vergütung auf Basis eines einzigen Gesamtziels vor, um lineare und digitale Vermarktung auszurichten.
- Der Artikel wurde am 2. November 2026 veröffentlicht.
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Ontologie & Marktkonzepte
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Alte Denkmuster blockieren das Erreichen moderner TV-Zuschauer
State of Streaming hat eine Branchenanalyse veröffentlicht, in der Rob Friedlander, Executive Vice President bei Transmit, darlegt, dass organisatorische Trägheit und nicht die Technologie das Hauptbarrier für Werbetreibende ist, um moderne TV-Zuschauer zu erreichen. Der Beitrag zeigt auf, dass der Einkauf für TV und Digital weiterhin in isolierten Teams mit unterschiedlichen KPIs arbeitet, was Budgets verschwendet und wirkungsvolle Momente verpasst. Friedlander empfiehlt vereinheitlichte Video-Investment-Teams für lineare TV-, Connected TV- und digitale Kanäle, deren KPIs an Geschäftsergebnissen ausgerichtet sind. Zudem sei angesichts des Schwunds von Cookies ein kreativer Wandel hin zu kontextbezogenen, zeitgerechten Spots erforderlich. Die Analyse wertet die Medienkonvergenz als organisatorisches Anreizproblem: Ohne strukturelle Ausrichtung und gemeinsame Anreize können fortgeschrittene AdTech- und Targeting-Funktionen ihren vollen Wert nicht entfalten.
Silos zwischen Linear-TV und Streaming für Convergent TV aufbrechen
Mike Fogarty von Tatari hat Marketingentscheider auf der Convergent TV World in New York dazu aufgerufen, Linear-TV und Streaming nicht länger als getrennte Kanäle zu betrachten, sondern auf konvergente, hybride Einkaufs- und Messstrategien zu setzen. Fogarty betonte, dass programmatische und direkte Ansätze kombiniert werden müssen, um programmatische Insights für Direktdeals zu nutzen und tiefere Demand-Side Platform-Integrationen zu ermöglichen. Angesichts der fragmentierten GerätedLandschaft und sich verändernder Sehgewohnheiten forderte er agilere Planungsprozesse. Zudem ging er auf Attributionsherausforderungen ein und empfahl multimodale Messansätze statt eines einzelnen Modells. Connected TV bleibe letztlich Fernsehen, das denselben Währungskohärenzen und Messdebatten unterliegt. Der US-Gesamtmarkt wird auf rund 70 Milliarden US-Dollar für nationales Linear-TV und Streaming beziffert, wobei Streaming etwa 30 Milliarden US-Dollar ausmacht und sich das Volumen inklusive lokalem Linear-TV auf 90 Milliarden US-Dollar beläuft.
Broadcaster müssen Inventar vereinheitlichen, um Werbebudgets zurückzugewinnen
Ein Interview mit Dirk von Borstel, Managing Director bei Virtual Minds, verdeutlicht, dass Broadcaster ihr lineares TV- und Connected TV-Inventar (CTV) sowie ihre Vermarktungsansätze bündeln müssen, um abwandernde Werbebudgets zurückzugewinnen. Obwohl CTV neue Chancen eröffnet, fehlt ihm isoliert die nötige Reichweite, um mit großen Plattformen zu konkurrieren. Praxisbeispiele aus Deutschland und Österreich zeigen, dass die effektive Kombination aus linearer und CTV-Vermarktung die Wettbewerbsfähigkeit um Werbebudgets deutlich steigert. Zudem wird betont, dass Technologieunternehmen eine wesentliche Rolle bei der Konsolidierung der Reichweiten über verschiedene Broadcaster hinweg spielen können, was die Notwendigkeit eines integrierten Ad-Tech-Stacks unterstreicht. Das auf der TV Rise 2025 in Lissabon geführte Interview bewertet eine kanalübergreifende Strategie als zentralen Treiber für die Monetarisierung von Broadcastern in einem konvergierenden Video-Ökosystem.
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