Beobachtetes Signal · 13. Mai 2026 · Analysis · Quelle: Adweek · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
CMOs müssen ROI jenseits kurzfristiger Abverkäufe neu definieren
Die Adweek-Gastautoren François Bazini und Michel Sara argumentieren, dass das Kernproblem vieler CMOs in einer zu engen Definition des ROI liegt, die kurzfristige Lower-Funnel-Aktivitäten bevorzugt. Sie warnen davor, dass die Fokussierung auf leicht messbare Taktiken die Rolle des Marketings beschneidet und Budgets zulasten von Markenaufbau-Maßnahmen wie Sponsorships, PR, Events, Sampling und Above-the-Line-Advertising verschiebt. Die Autoren schlagen drei Lösungsansätze vor: bessere Messwerkzeuge, einen erweiterten Renditebegriff – der Preissetzungsmacht, Marktdurchdringung, Consideration und Brand Preference umfasst – sowie eine langfristigere Bewertung des Einflusses. Zudem verweisen sie auf die Grenzen von Marketing Mix Modeling (MMM) und empfehlen ergänzende Ansätze wie Market Contact Audits (MCAs), um die Consumer Experience und den langfristigen Markenwert präzise zu erfassen.
Der Artikel beeinflusst die Denkweise von CMOs bei Messung und Budgetallokation; seine Empfehlungen könnten die Nachfrage nach umfassenderen Mess-Tools und Marktforschungsdiensten ankurbeln und damit die Strategien von MarTech-Anbietern und Agenturen prägen.
Marktsignale zu PepsiCo in Echtzeit verfolgen
Polaris7 erfasst behördliche Registrierungen, Primärquellen, Führungswechsel und Deal-Aktivitäten rund um die Uhr. Erstellen Sie Ihren kostenlosen Explorer-Workspace, um automatisierte Executive Briefings zu erhalten.
Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Artikel am 13.05.2026 auf Adweek von François Bazini und Michel Sara veröffentlicht.
- Die Autoren betonen, dass viele CMOs kurzfristige Lower-Funnel-Taktiken bevorzugen, da deren Erträge leichter messbar sind.
- Der Beitrag empfiehlt drei Korrekturen: verbesserte Mess-Tools, eine Neudefinition des ROI inklusive Markenmetriken sowie längere Bewertungszeiträume.
- Die Autoren beschreiben Marketing Mix Modeling (MMM) als limitiert und empfehlen Market Contact Audits (MCAs) als ergänzende Methode zur Messung von Touchpoints.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Kreativer ROI wird zu eng gemessen: Der Blick auf den wahren Wert
Der Artikel kritisiert, dass Marketingorganisationen zunehmend operative Kennzahlen wie Durchsatz, Geschwindigkeit und Kosten verfolgen, dabei jedoch den breiteren kreativen Wert übersehen. Es wird vorgeschlagen, die Definition von Creative Return auf drei Dimensionen auszuweiten: Umsatzeinfluss, Beschleunigung des Brand Equity und Kostenvermeidung – statt sich allein auf Produktivitätsindikatoren zu verlassen. Der Autor empfiehlt, Asset-Performance, A/B-Testing-Ergebnisse, Projektmanagement-Daten, Digital Asset Management, Kampagnen-Dashboards und Finanzkennzahlen zu korrelieren, um den kreativen Impact sichtbar zu machen. Marketing Operations-Führungskräfte spielen eine Schlüsselrolle dabei, diese unterschiedlichen Systeme zu integrieren und Leistungsgespräche von reiner Kostenkontrolle auf Wertschöpfung umzustellen.
Performance-Marketing benötigt mehr als nur den ROAS
Der MarTech-Experte argumentiert, dass der Return on Ad Spend (ROAS) zwar für kurzfristige Effizienz nützlich ist, jedoch als alleiniger Maßstab für den Marketingerfolg nicht ausreicht. Marketer sollten von kampagnenbezogenem ROAS zu geschäftsorientierten Kennzahlen wie Customer Acquisition Cost (CAC), Customer Lifetime Value (LTV), Inkrementalität, Retention und Loyalty wechseln sowie ganzheitliche Messansätze wie Media Mix Modeling (MMM) und Multi-Touch Attribution (MTA) etablieren. Der Beitrag empfiehlt zudem Investitionen in First-Party Data, prädiktive Modelle und Experimentier-Frameworks, um Signalverluste und datenschutzbedingte Messherausforderungen zu bewältigen. Zudem wird eine funktionsübergreifende Abstimmung gefordert, um Marketingaktivitäten in Umsatz und strategische Geschäftsergebnisse zu übersetzen.
B2B-Marketing hat kein ROI-, sondern ein Evidenzproblem
Der Artikel argumentiert, dass die Herausforderung im B2B-Marketing nicht fehlender ROI, sondern fehlende Evidenz ist, die Marketingaktivitäten mit Umsatz verbindet. Er nennt drei zentrale Fragen, die CMOs beschäftigen: Wie interagieren Buyer Personas über die Customer Journey, welche Kanäle treiben Bewusstsein und Entscheidungen, und wie hoch ist der echte ROI des Marketingeinflusses über den Verkaufszyklus. Der Beitrag betont den Aufbau robuster Messfundamente – saubere Daten, Einflussmodelle, Prozesse und Technologie – um Marketing vom „Budget-Verteidiger" zum „Umsatz-Optimierer" zu machen. Er empfiehlt, mit Richtungsdaten zu arbeiten und in die Architektur unterhalb der Dashboards zu investieren, um vertrauenswürdige, evidenzbasierte Berichte zu erstellen.
Marktsignale & Strategische Shifts in Echtzeit verfolgen
Erstellen Sie benutzerdefinierte Watchlists, um automatisierte, evidenzbasierte Executive Briefings zu erhalten, sobald wesentliche Signale oder Marktverschiebungen auftreten.
