Beobachtetes Signal · 10. Sept. 2026 · Research Report · Quelle: https://martech.org/feed/ · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
CMO-Council-Bericht: Martech-Stack-Erfolg hängt stark vom spezifischen Problem ab
Ein neuer Bericht des CMO Council und von MartechTribe mit dem Titel „The Apex Martech Matrix 2026“ analysiert 988 Martech-Stacks über sieben Branchen und 49 Kategorien hinweg, um die Treiber der Marketing-Performance zu ermitteln. Die Studie zeigt, dass überdurchschnittlich performende Unternehmen – definiert als die Top 30 % nach Umsatz pro Mitarbeiter – keineswegs konsistent über ausgefeiltere Technologie oder tiefgreifendere Expertise verfügen. Es zeigen sich unterschiedliche Muster: Spitzenreiter im Bereich Marketing Automation nutzen eine breitere Funktionalität bei ähnlicher Reife; im E-Mail-Marketing weisen sie eine höhere operative Reife bei weniger komplexen Features auf; beim CRM sind beide Faktoren ausgeprägter. Bemerkenswerterweise korrelierte höhere Investitionen in eine Customer Data Platform (CDP) nicht mit einer besseren Performance. Der Bericht legt nahe, dass das bloße Hinzufügen von Funktionen selten die Lösung ist; Vermarkter sollten stattdessen zunächst ungenutzte Potenziale bereits vorhandener Tools ausschöpfen.
Erkenntnisreich, aber keine Eilmeldung; liefert wertvolle Benchmarks für die Martech-Strategie, hat jedoch keine unmittelbar marktverändernde Wirkung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das CMO Council und MartechTribe haben den Bericht „The Apex Martech Matrix 2026“ veröffentlicht.
- Die Analyse umfasste 988 Martech-Stacks aus sieben Branchen und 49 Kategorien.
- Als Outperformer wurden die branchenweit besten 30 % nach Umsatz pro Mitarbeiter definiert.
- Top-Performer im E-Mail-Bereich zeigten eine höhere Reife trotz Nutzung weniger komplexer Features.
- Eine höhere CDP-Funktionalität und -Reife korrelierte nicht mit einer besseren Performance.
Ontologie & Marktkonzepte
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MartechTribe-Studie: Strategiewechsel hin zu ausgerichteten Tech-Stacks
Eine Analyse von 953 realen Martech-Stacks durch MartechTribe in Zusammenarbeit mit dem CMO Council zeigt, dass „Best-in-Class“-Technologie stark vom jeweiligen Geschäftskontext abhängt. Die Studie untersucht 49 Kategorien in sieben Branchen und führt die „Apex Martech Matrix“ zur Messung der Ausrichtung ein. Sie identifiziert vier Investitionsmuster, bei denen Wettbewerbsvorteile durch reine Funktionen (z.B. Marketing Automation Platforms), reine Reife (z.B. Email Marketing), beides (CRM) oder keines von beidem (CDP) erzielt werden. Zudem verdeutlicht die Forschung, dass 85% der Unternehmen KI nutzen, um ihre bestehenden SaaS-Stacks zu ergänzen, anstatt sie zu ersetzen. Dies unterstreicht die entscheidende Bedeutung einer optimal abgestimmten Daten- und Workflow-Infrastruktur für den nachhaltigen ROI im modernen Marketing.
MarTech-Stacks werden zunehmend komplexer und unübersichtlicher
Eine aktuelle Studie zum MarTech-Austauschverhalten zeigt, dass Unternehmen zwar seltener zentrale Plattformen ersetzen, aber kontinuierlich mehr Spezialtools hinzufügen, was zu größeren und komplexeren Stacks führt. Während 59,9 % der Befragten angaben, im Vorjahr eine Marketing-Technologie-Anwendung ausgetauscht zu haben – ein Rückgang gegenüber dem Höchstwert von 69,8 % im Jahr 2022 –, erhöhte fast die Hälfte dieser Unternehmen die Gesamtzahl ihrer Anwendungen. Hauptgründe für dieses Verhalten sind hohe Wechselkosten, längere Evaluierungszyklen und der Trend zu composable architectures, die das Ergänzen neuer Tools erleichtern. Als wichtigste Auswahlkriterien nannten die Befragten Integrationsfähigkeiten, Datenzentralisierung und die Kosten. Die nächste Phase im MarTech-Bereich wird sich daher stark auf Stack-Management, Konsolidierung und nahtlose Integration konzentrieren.
eClerx-Studie: 78 Prozent sehen ROI-Versagen bei Martech-Investitionen
Die eClerx Services Ltd hat den „eClerx Marketing Report 2026: Mind the Gap“ veröffentlicht, dem zufolge ein Großteil der Marketingentscheider bemängelt, dass Martech-Investitionen den erwarteten ROI nicht liefern. Die Untersuchung basiert auf einer Befragung von 366 US-Marketingentscheidern aus Unternehmen mit Umsätzen zwischen 500 Millionen und über 5 Milliarden US-Dollar in mehr als 15 Branchen. Im Mittelpunkt steht das Konzept der „Activation Gap“ – die Diskrepanz zwischen der Generierung von Erkenntnissen und deren operativer Umsetzung. Zudem enthält der Bericht eine Scorecard zur Martech-Reife. Zu den zentralen Ergebnissen zählen Entscheidungen auf Basis unvollständiger Daten, geringes Vertrauen in die kanalübergreifende ROI-Messung sowie der seltene Einsatz von Live-Media-Mix-Modelling zur Budgetumschichtung. eClerx-CMO Scott Houchin betont die Notwendigkeit, Insights direkt in Workflows zu integrieren, statt lediglich weitere Tools hinzuzufügen.
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