Beobachtetes Signal · 10. Juni 2026 · Survey/Research · Quelle: https://martechseries.com/feed/ · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Clutch- & Compose.ly-Studie: KI beeinflusst Discovery, nicht Kaufentscheidungen
Eine am 10. Juni 2026 veröffentlichte Studie von Clutch und Compose.ly unter 444 US-Verbrauchern untersucht das Nutzerverhalten bei Online-Inhalten in einer KI-geprägten Medienlandschaft. Die Untersuchung zeigt, dass generative KI zunehmend für die Content-Discovery genutzt wird, während Long-Form-Artikel und Reviews für die eigentliche Kaufentscheidung unverzichtbar bleiben. Konkret gaben 68 Prozent an, bereits KI anstelle eines klassischen Artikels genutzt zu haben, doch 83 Prozent lesen vor dem Kauf weiterhin vollständige Beiträge oder Bewertungen. Dabei bevorzugen 45 Prozent Zusammenfassungen für schnelle Antworten, während 35 Prozent tiefgehendes Research via Long-Form schätzen. Zugleich offenbart der Report Vertrauensdefizite gegenüber rein KI-generierten Inhalten (66 Prozent skeptisch) und verdeutlicht, dass Short-Form-Video oft als Einstieg dient, um im Anschluss längere Artikel für Recherchen heranzuziehen. Dies liefert wertvolle Einblicke für Publisher und Marketer bei der künftigen Content-Strategie.
Die Studie quantifiziert präzise, wie KI die Content-Discovery verändert, bestätigt jedoch gleichzeitig, dass Long-Form-Content weiterhin Conversions treibt – eine essenzielle Erkenntnis für Publisher, Content-Strategen und Marketer bei der Ausrichtung ihrer Post-AI-Strategien.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Clutch und Compose.ly veröffentlichten am 10. Juni 2026 eine gemeinsame Verbraucherstudie zum Online-Content-Engagement.
- Für die Untersuchung wurden 444 US-Verbraucher befragt.
- 68 Prozent der Befragten haben KI bereits als Ersatz für das Lesen eines Artikels genutzt, während 83 Prozent vor dem Kauf weiterhin vollständige Artikel oder Reviews lesen.
- 45 Prozent bevorzugen Zusammenfassungen für schnelle Antworten, 35 Prozent setzen auf Long-Form-Content für tiefgehendere Recherchen.
- 66 Prozent stehen vollständig KI-geschriebenen Inhalten skeptisch gegenüber; rund 70 Prozent gaben an, nach dem Konsum von Short-Form-Video nach längeren Artikeln für vertiefende Informationen gesucht zu haben.
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Verbraucher nutzen zunehmend KI, doch das volle Vertrauen fehlt
Eine weltweite Klaviyo-Studie unter fast 8.000 Konsumenten zeigt eine breite Nutzung von KI bei gleichzeitig geringem vollem Vertrauen – ein Spannungsfeld, das Marketer adressieren müssen. Während 60 % der Befragten KI-Tools mindestens wöchentlich nutzen, vertrauen nur 13 % der Technologie uneingeschränkt. Dennoch gaben 41 % an, in den letzten sechs Monaten ein durch KI empfohlenes Produkt gekauft zu haben; 27 % wurden durch KI auf ein Produkt aufmerksam, das sie anschließend recherchierten. Klaviyo unterteilt Konsumenten in vier KI-Personas, wobei „Enthusiasts“ (ca. 26 %) und „Evaluators“ zusammen fast 70 % der Verbraucher ausmachen. Intensive KI-Nutzer erkennen minderwertiges, KI-generiertes Marketing schneller. Zudem wandelt sich das Suchverhalten hin zu längeren, kontextuellen Prompts. Dies verdeutlicht, dass KI zu einer zentralen Discovery-Ebene avanciert, auch wenn das Vertrauen der tatsächlichen Adoption noch hinterherhinkt.
Criteo-Report: KI unterstützt Produktrecherche, schließt aber noch keine Käufe ab
Der „2026 Commerce & AI Trend Report“ von Criteo, basierend auf einer Verbraucherbefragung von Januar bis Februar 2026 mit 6.379 Teilnehmern in den USA, UK, Deutschland, Frankreich, Japan und Südkorea, zeigt, dass KI eine zentrale Rolle bei der Produktsuche einnimmt, Transaktionen jedoch selten autonom abschließt. Marktplätze (36 %) und Suchmaschinen (28 %) bleiben die dominanten Einstiegspunkte, während KI-Assistenten als ergänzender Kanal 14 % ausmachen. Verbraucher nutzen KI primär für Recherche und Vergleiche – fast die Hälfte nutzt KI-Tools für Produktvergleiche, aber nur 8 % geben an, direkt über diese Tools einzukaufen. Visuelle (44 %) und sprachbasierte (26 %) Suche gewinnen an Bedeutung. Für den Kaufabschluss sind Vertrauensfaktoren wie Datenschutz (46 %), Schutz vor manipulierten Inhalten (52 %) sowie starke Markenbekanntheit (75 %) weiterhin entscheidend für Retail Media und Marketingstrategien.
Marketer vor der Vertrauenskrise in der KI-gestützten Suche
KI-gestützte Suche beeinflusst zunehmend Kaufentscheidungen, leidet jedoch unter einem massiven Vertrauensdefizit. Laut Yelp nutzten 65 % der US-Verbraucher in den letzten sechs Monaten KI-Suche, aber nur 15 % vertrauen ihr stark. Im B2B-Bereich berichten 53 % der Einkäufer laut G2 von höherer Produktivität bei der Software-Recherche, was Anbieter-Discovery und Abschlüsse beschleunigt. Criteo-Präsidentin Sherry Smith warnt davor, dass KI-Referrals Konsumenten oft direkt auf Produktdetailseiten leiten – laut Criteo-Daten rund 70 % der Nutzer –, was klassische Touchpoints und Discovery Journeys verkürzt. Zudem zeigt eine Quad/Graphics-Studie, dass 75 % der Amerikaner das Vertrauen verlieren würden, wenn KI-Shopping-Ergebnisse gesponsert wären. Für Marken entsteht hierbei die doppelte Herausforderung, Sichtbarkeit in schrumpfenden Funnels zu sichern und gleichzeitig glaubwürdige, transparente KI-Erlebnisse zu etablieren.
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