Beobachtetes Signal · 29. Juli 2025 · Market Research / Analysis · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Chinesische Milliarden treiben iOS-Marketingbudgets in Deutschland massiv an
Der AppsFlyer State of Ecommerce App Marketing Report 2025 verdeutlicht eine fundamentale Verschiebung der Mobile-Marketing-Budgets. Chinesische E-Commerce-Apps machen rund 85 Prozent der globalen iOS-User-Acquisition-Ausgaben (UA) aus und expandieren aggressiv nach Westeuropa. In Deutschland stiegen die iOS-UA-Investitionen von Januar bis Mai 2025 im Jahresvergleich um 170 Prozent, während Frankreich eine Verdopplung verzeichnete. Zölle und geopolitische Unsicherheiten treiben Budgets weg von den USA hin zu neuen Märkten wie Westeuropa, ergänzt durch einen starken Fokus auf Remarketing zur Retention-Optimierung. Global erreichten die Remarketing-Investitionen 2024 ein Volumen von 16,4 Milliarden US-Dollar (3,5-mal mehr als klassische UA), wobei das Android-Re-Engagement auf 77 Prozent stieg. Im direkten Plattformvergleich liefert iOS eine höhere Monetarisierung als Android: Erstkäufe erfolgen 1,3 Tage schneller, die First-Purchase-Rate liegt um 39 Prozent höher, Wiederholungskäufe steigen um 68 Prozent und der In-App-Purchase-Umsatz wächst um 10 Prozent. Zudem gewinnen KI-gestützte Fraud Protection und ganzjährige Budgetstrategien an Bedeutung.
Der Report liefert essenzielle Einblicke in globale Budgetverschiebungen im iOS-Marketing und zeigt konkrete Monetarisierungs- sowie Marktchancen für den deutschen AdTech- und E-Commerce-Sektor auf.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Deutsche iOS-User-Acquisition-Investitionen von Januar bis Mai 2025 um 170 % im Jahresvergleich gestiegen.
- Frankreich verzeichnete mehr als eine Verdopplung der iOS-UA-Investitionen im Jahresvergleich.
- Chinesische E-Commerce-Apps verantworten rund 85 % der globalen iOS-UA-Ausgaben.
- Globales Remarketing-Budget 2024 bei 16,4 Mrd. USD (3,5× höher als klassische UA); Android-Re-Engagement bei 77 %.
- iOS-Vorteile gegenüber Android: 1,3 Tage schnellere Erstkäufe, 39 % höhere Erstkauf-Rate, 68 % mehr Wiederholungskäufe, 10 % mehr IAP-Umsatz.
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Germany's Black Friday: Fewer Apps, Higher Revenue Surge!
Appsflyer analyzed Black Friday 2025 activity in Germany, showing a shift toward more valuable engagement despite fewer installations. The dataset covers roughly 9,200 shopping apps globally, with about 1,000 apps recording conversions on Black Friday. In Germany, 121 million installs and 140 million remarketing conversions across Android and iOS were analyzed. Year-over-year, shopping installs declined 19% in Germany (Android down 28%), while conversions rose slightly by 0.3%. In-app purchase (IAP) revenue grew significantly: Android +40% and iOS +33% vs Black Friday 2024, and day-before Black Friday IAP revenue rose +36% on Android and +25% on iOS. The share of paying users increased (Android +2 percentage points; iOS +5 points). Germany’s IAP revenue rose 35% YoY, and the day-before-to-BF increase was among the strongest in Europe. Sue Azari of Appsflyer notes Germany remains an efficiency-driven market, with higher revenue and conversions despite fewer installs.
Mobile Ad Fraud verlagert sich in Deutschland auf Affiliate-Kanäle
Der „State of Fraud for Marketers 2026“-Report von AppsFlyer zeigt, dass Mobile Ad Fraud in Deutschland trotz rückläufiger Gesamtraten im Frühjahr 2026 ein erhebliches Messrisiko bleibt. Nach einem Peak Mitte 2025 sanken die Betrugsraten in Deutschland bis Q1 2026 auf 10,5 Prozent bei Android und 8,7 Prozent bei iOS. Gleichzeitig haben sich die Betrugsmuster verschoben: Affiliate-Kanäle verzeichneten einen Anstieg des betrügerischen Anteils von 33,7 auf 40,2 Prozent, organische Installs machen global einen großen Anteil des Betrugs aus (52 Prozent), und bei deutschen iOS-Erkennungen stieg der Anteil von Store-Validation Fraud von 66 auf 81 Prozent. Die Analyse basiert auf anonymisierten, aggregierten Daten von 246.000 Apps und 106,4 Milliarden Installs im Analysezeitraum Q1 2025 bis Q1 2026.
OpenAI platziert visuelle Anzeigen in ChatGPT Bildgenerierung
OpenAI erweitert sein Werbeangebot in ChatGPT um ein neues visuelles Anzeigenformat. Die Display-Anzeigen erscheinen zunächst während der Bildgenerierung in ChatGPT und zeigen Nutzern Produkte und Dienstleistungen, während sie auf die Fertigstellung ihrer Bilder warten. Die Anzeigen sind klar gekennzeichnet und von den generierten Bildern getrennt. Der Rollout beginnt im Oktober 2026 und ist zunächst auf Nutzer in den USA und eine erste Gruppe von Werbetreibenden beschränkt. Erste Tests zeigten positive Ergebnisse: WeightWatchers verzeichnete Kosten pro Akquisition etwa 15% unter dem Vergleichswert für bezahlte Suchanzeigen, und Workmagic meldete eine statistisch signifikante Steigerung für die Wellness-Marke Dose. OpenAI gibt an, dass ChatGPT wöchentlich 1,2 Milliarden Menschen erreicht, was ein enormes Werbe- und Umsatzpotenzial darstellt. Ob die Anzeigen über die Bildgenerierung hinaus ausgeweitet werden, wurde noch nicht angekündigt.
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