Beobachtetes Signal · 1. Juni 2026 · Business Strategy Update · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
CH Media erwägt Einschränkung der täglichen Print-Ausgaben
CH-Media-Verleger Peter Wanner hat angekündigt, dass das Medienunternehmen aufgrund hoher Kosten für Druck und Distribution über eine Reduzierung der Erscheinungsfrequenz seiner Zeitungen nachdenkt. In einem von der NZZ zitierten Interview erklärte Wanner, dass bei sinkender Auflage von bisher sechs Ausgaben auf drei, zwei oder sogar nur noch eine Ausgabe pro Woche umgestellt werden könnte. Gleichzeitig vermeldete er eine positive finanzielle Entwicklung: Der Umsatz der Verlagssparte lag im ersten Quartal 2026 deutlich über dem Budget, wobei die Print-Verluste erstmals vollständig durch E-Paper- und Online-Abonnements kompensiert wurden. Wanner führte diesen Turnaround auf die Übernahme des CEO-Postens durch seinen Sohn im April 2023 zurück und verwies auf über 10.000 neu gewonnene Print-Abonnenten. Damit widersprach er explizit der Einschätzung von Ringier-CEO Marc Walder, wonach regionale Medien keine Zukunft hätten.
Dass ein regionaler Publisher eine reduzierte Print-Frequenz und den Übergang zu digitalen Erlösmodellen in Aussicht stellt, ist für Verleger, Werbetreibende und die lokale Inventarplanung relevant, hat jedoch nur begrenzte Auswirkungen auf das globale AdTech-Ökosystem.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- CH-Media-Verleger Peter Wanner erwägt bei sinkenden Auflagen eine Reduzierung der gedruckten Ausgaben von sechs auf drei, zwei oder eine Ausgabe pro Woche.
- Die Verlagssparte von CH Media verzeichnete im ersten Quartal 2026 einen Umsatz deutlich über Budget.
- Erstmals wurden die Verluste im klassischen Printgeschäft durch E-Paper- und Digitalabonnements ausgeglichen.
- Nach dem Amtsantritt von Wanners Sohn als CEO im April 2023 gelang ein finanzieller Turnaround mit über 10.000 neuen Print-Abonnenten.
- Die Aussagen basieren auf einem in der NZZ zitierten Interview, in dem Wanner auch auf die pessimistischere Sichtweise von Ringier-Chef Marc Walder zu regionalen Medien reagierte.
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CH Media fusioniert Rundschau Nord und Süd zu einer Zeitung
Das Schweizer Medienhaus CH Media hat nach der Übernahme dreier Aargauer Gratiszeitungen von der Effingermedien AG die Redaktionen von General-Anzeiger, Rundschau und Limmatwelle zusammengeführt. Am 3. September erschien die erste gemeinsam produzierte Ausgabe, in der die bisherigen Titel Rundschau Nord und Rundschau Süd zu einem einheitlichen Blatt verschmolzen wurden. Im Zuge der Integration wurde zudem die Limmatwelle auf ein klassisches Zeitungsformat umgestellt. Chefredaktorin Melanie Bär bezeichnete die Umstellung als anspruchsvollen Prozess, der umfassende IT-Migrationen, Layout-Anpassungen sowie Mitarbeiterschulungen erforderte. Neben Melanie Bär setzt sich das neue Redaktionsteam aus Irene Hung-König, Marko Lehtinen, Sven Martens, Simon Meyer, Martina Pfiffner und Manuela Page zusammen.
Wemf-Zahlen: Blick ist die grosse Sensation
Die neuen Wemf-Zahlen, diskutiert im persoenlich.com-Podcast, zeigen, dass die gedruckte Blick-Zeitung rund 17 Prozent an Leserschaft gewann und nun die meistgelesene Tageszeitung der Deutschschweiz ist. Die Verleger Matthias Ackeret und Christian Beck führen diesen Erfolg auf einen langfristigen Trend und die Führung von Chefredaktor Rolf Cavalli zurück. Im Gegensatz dazu verloren neun Magazine, darunter Coopzeitung und Migros-Magazin, signifikant an Leserschaft. Der Podcast behandelt auch den Stellenabbau bei Ringier in Lausanne, wo 14 Stellen gestrichen werden. Die Diskussion beleuchtet die Herausforderungen für Printmedien in der Schweiz, wobei Magazine unter dem Druck digitaler Konkurrenz und veränderter Konsumgewohnheiten leiden.
Ringier dementiert Einstellung des SonntagsBlick und prüft operative Anpassungen
Ringier Medien Schweiz hat Berichte über ein bevorstehendes Aus des traditionsreichen SonntagsBlick dementiert. In einem internen Memo stellt das Medienhaus klar, dass der Titel ein eigenständiges redaktionelles Wochenendprodukt bleibe, während zeitgleich operative Anpassungen evaluiert werden. Intern prüft Ringier, ob die Zustellung vom Sonntag auf den Samstag verlegt und der Titel entsprechend umbenannt werden soll. Ein finaler Beschluss oder ein konkreter Zeitplan existiert laut Verlag bislang nicht. Zuvor hatten CH Media und SRF unter Berufung auf interne Dokumente über Vorstudien zu einer früheren Produktion, eine mögliche Konsolidierung mit der Blick-Samstagsausgabe sowie strikte Geheimhaltungsvereinbarungen berichtet. Das Onlinemagazin Republik meldete hingegen die Einstellung bis Ende 2026. Eine Abkehr vom Sonntagstermin für das 1969 gegründete Blatt (Auflage rund 75.000) hätte zudem erhebliche Auswirkungen auf die bestehenden Vertriebs- und Kostenallianzen mit der SonntagsZeitung und der NZZ am Sonntag.
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