Beobachtetes Signal · 4. Mai 2026 · IPO · Quelle: Manager Magazin · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
Cerebras wagt zweiten Anlauf an die Nasdaq: OpenAI als Großkunde
Cerebras, ein Hersteller von Hochleistungs-KI-Prozessoren, hat einen aktualisierten Prospekt für einen Nasdaq-Börsengang vorgelegt. Geplant ist der Verkauf von 28 Millionen Aktien zu je 115 bis 125 US-Dollar, womit bis zu 3,5 Milliarden US-Dollar erlösen und eine Marktbewertung von bis zu 26,6 Milliarden US-Dollar erreicht werden soll. Der Schritt folgt auf eine frühere, im Jahr 2024 zurückgezogene IPO-Initiative. Das Unternehmen hat sein Geschäftsmodell hin zum Betrieb von Cloud-Diensten mit eigenen Chips verlagert und zählt OpenAI zu seinen Hauptkunden – unter anderem durch einen Vertrag über die Bereitstellung von bis zu 750 Megawatt KI-Rechenleistung bis 2028 im Wert von über 20 Milliarden US-Dollar. Für das vierte Quartal meldete Cerebras einen Umsatz von rund 510 Millionen US-Dollar bei einem Nettogewinn von 87,9 Millionen US-Dollar. CEO Andrew Feldman verkauft im Zuge des Börsengangs keine eigenen Anteile.
Ein erfolgreicher Börsengang von Cerebras und die gewichtigen OpenAI-Aufträge verdeutlichen den wachsenden Wettbewerbsdruck auf Nvidia sowie erweiterte Beschaffungsoptionen für KI-Infrastruktur.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Cerebras plant die Platzierung von 28 Millionen Aktien zu 115 bis 125 US-Dollar an der Nasdaq mit einem Erlöspotenzial von bis zu 3,5 Milliarden US-Dollar.
- Die angestrebte Bewertung liegt bei bis zu 26,6 Milliarden US-Dollar, nach rund 23 Milliarden US-Dollar im Februar.
- Das Unternehmen verzeichnete im vierten Quartal einen Umsatz von rund 510 Millionen US-Dollar (ca. 76 Prozent Wachstum im Jahresvergleich) und einen Nettogewinn von 87,9 Millionen US-Dollar.
- Besteht eine signifikante Geschäftsbeziehung zu OpenAI, darunter ein Vertrag über über 20 Milliarden US-Dollar zur Lieferung von KI-Rechenleistung bis 2028.
- CEO und Mitgründer Andrew Feldman veräußert beim IPO keine Anteile; Konsortialbanken erhalten eine Option auf 4,2 Millionen zusätzliche Aktien.
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KI-Chiphersteller Cerebras bereitet Börsengang vor
Der auf Künstliche Intelligenz spezialisierte Chiphersteller Cerebras plant nach Angaben von Insidern die Einreichung seiner Börsengangsdokumente. Das Unternehmen hat sein Geschäftsmodell vom reinen Chipverkauf auf den Betrieb eigener Rechenzentren als Cloud-Dervice verlagert. Im Januar schloss Cerebras eine Vereinbarung zur Bereitstellung von Rechenleistung für OpenAI bis 2028 ab, die Berichten zufolge inzwischen auf ein Volumen von über 20 Milliarden US-Dollar ausgedehnt wurde und Warrants für Aktienkäufe beinhaltet. Bereits 2024 hatte Cerebras IPO-Pläne angekündigt, die Unterlagen jedoch zur Überarbeitung der Finanzberichterstattung und Strategie im Vorjahr zurückgezogen. Im September nahm das 2016 im kalifornischen Sunnyvale gegründete Unternehmen 1,1 Milliarden US-Dollar bei einer Bewertung von 8,1 Milliarden US-Dollar ein. CEO ist Mitgründer Andrew Feldman.
Cerebras erhöht IPO-Spanne und strebt bis zu 4,8 Milliarden USD an
Cerebras Systems hat laut einer Einreichung vom 11. Mai die Preisspanne für seinen Börsengang auf 150 bis 160 USD je Aktie angehoben. Am oberen Ende dieser neuen Spanne könnte das Unternehmen bis zu 4,8 Milliarden USD erlösen und eine voll verwässerte Bewertung von rund 48,8 Milliarden USD erreichen. Die Nasdaq erwartet den Börsengang für den 14. Mai 2026. Als KI-Chiphersteller, der sowohl Hardware als auch Cloud-Dienste anbietet, argumentiert Cerebras, dass seine Chips herkömmliche GPUs von Marktführern wie Nvidia an Leistung übertreffen und günstiger sind. Das Unternehmen hat eine Zusage von OpenAI im Wert von über 20 Milliarden USD gesichert, expandiert in Kunden-Rechenzentren sowie Cloud-Partnerschaften (unter anderem mit AWS) und wurde in Zeugenaussagen zu potenziellen Fusionsgesprächen zwischen OpenAI und Elon Musk genannt.
Cerebras bereitet sich auf milliardenschweren IPO vor
Cerebras Systems hat die Emission von 28 Millionen Aktien zu je 115 bis 125 US-Dollar beantragt. Damit strebt der KI-Chiphersteller ein Emissionsvolumen von rund 3,5 Milliarden US-Dollar sowie eine Bewertung von bis zu 26,6 Milliarden US-Dollar an. Das Unternehmen entwickelt den Wafer-Scale Engine 3, einen auf KI-Inferenz spezialisierten Chip, der laut eigenen Angaben schneller und energieeffizienter als GPUs arbeitet. Zu den wichtigsten Kunden und strategischen Partnern zählt OpenAI, das Cerebras ein Darlehen über 1 Milliarde US-Dollar gewährt hat, welches durch Warrants für über 33 Millionen Aktien abgesichert ist. Laut SEC-Unterlagen gehören Investoren wie Alpha Wave, Benchmark, Eclipse, Fidelity und Foundation Capital zu den Hauptanteilseignern. Marktberichten zufolge übersteigt die Nachfrage das Angebot deutlich, wobei Orders im Wert von rund 10 Milliarden US-Dollar vorliegen.
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