Beobachtetes Signal · 6. Nov. 2025 · Interview · Quelle: VideoWeek · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Broadcaster müssen Inventar vereinheitlichen, um Werbebudgets zurückzugewinnen
Ein Interview mit Dirk von Borstel, Managing Director bei Virtual Minds, verdeutlicht, dass Broadcaster ihr lineares TV- und Connected TV-Inventar (CTV) sowie ihre Vermarktungsansätze bündeln müssen, um abwandernde Werbebudgets zurückzugewinnen. Obwohl CTV neue Chancen eröffnet, fehlt ihm isoliert die nötige Reichweite, um mit großen Plattformen zu konkurrieren. Praxisbeispiele aus Deutschland und Österreich zeigen, dass die effektive Kombination aus linearer und CTV-Vermarktung die Wettbewerbsfähigkeit um Werbebudgets deutlich steigert. Zudem wird betont, dass Technologieunternehmen eine wesentliche Rolle bei der Konsolidierung der Reichweiten über verschiedene Broadcaster hinweg spielen können, was die Notwendigkeit eines integrierten Ad-Tech-Stacks unterstreicht. Das auf der TV Rise 2025 in Lissabon geführte Interview bewertet eine kanalübergreifende Strategie als zentralen Treiber für die Monetarisierung von Broadcastern in einem konvergierenden Video-Ökosystem.
Brischentrend zur Konsolidierung von linearer TV- und CTV-Inventarstruktur zur Rückgewinnung von Werbebudgets.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Dirk von Borstel ist Managing Director bei Virtual Minds.
- Broadcaster sollten lineare TV- und CTV-Werbeangebote vereinheitlichen.
- CTV allein besitzt nicht die nötige Skalierung, um mit großen Plattformen zu konkurrieren.
- Deutschland und Österreich demonstrieren die Vorteile einer kombinierten Vermarktung von linear und CTV zur Budgetsicherung.
- Das Interview wurde auf der TV Rise 2025 in Lissabon aufgezeichnet.
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Navigating the Fragmented Connected TV Advertising Landscape
Connected TV (CTV) is growing but remains fragmented across streaming services, mediatheques, video platforms, broadcasters, device makers, and operating systems. The ad ecosystem behind the TV screen involves many players, with legacy sales structures colliding with new platform logics, prompting questions about who will lead and who can be trusted. Industry voices from PubMatic and Virtual Minds argue that no single actor currently holds all the leverage, while tech providers are well positioned to consolidate inventory across platforms. Traditional broadcasters and publishers remain trusted sources for premium inventory, and cooperative distribution can enable scale and standardization. Platforms and device manufacturers are gaining importance by aggregating audiences and leveraging first-party data and ad infrastructure, though transparency and potential conflicts persist. Programmatic trading is increasingly the norm for CTV, often via Private Marketplaces or curated deals, with ongoing work on cross-inventory measurement and the convergence of CTV with linear TV and retail media.
European netID: Deterministische IDs bleiben essenziell für die Kampagnenaktivierung
Daniel Dagehus, CTPO der European netID Foundation, beleuchtet in einem Interview die strategische Rolle deterministischer Identifikatoren im Open Web. Während KI und probabilistische Modelle für Planung und Simulationen wertvoll seien, bleiben deterministische IDs unverzichtbar für die präzise Kampagnenaktivierung sowie die geräteübergreifende Ausspielung an reale Nutzer. netID ist mittlerweile in führende AdTech-Plattformen integriert, darunter The Trade Desk, wo Werbetreibende deterministische Segmente buchen können. Dagehus betont zudem die wachsende Bedeutung direkter Login-Beziehungen für Publisher, um die Nutzerbindung sowie die Unabhängigkeit von großen Tech-Konzernen zu sichern – insbesondere da KI-Chatbots die Customer Journey grundlegend verändern. Der Standard FedCM (Federated Credential Management) spiele dabei eine wichtige Rolle, um Logins zu vereinfachen und First-Party-Data-Strategien der Publisher zu unterstützen.
Virtual Minds: Aufbau eines interoperablen Betriebsmodells für Total Video
Virtual Minds plädiert für eine interoperable Konvergenzschicht zwischen linearem TV und Connected TV (CTV), anstatt bestehende Systeme vollständig zu ersetzen. Managing Director Ricarda Jebsen und Business Development Manager Max Deyerl betonen, dass die Mediennutzung zwar nahtlos erfolge, Planung und Messung jedoch fragmentiert blieben. Als Referenz dient Österreich, wo Broadcaster der JIC AGTT über den Virtual Minds Media Manager bereits digitale Einkaufslogiken, TKPs und HbbTV-Echtzeitsignale (Teletest 2.0) für lineares TV nutzen. Ziel ist es, diesen Ansatz auf sämtliche Kanäle wie Mobile und DOOH auszuweiten. Künstliche Intelligenz könne Workflows erst dann optimieren, wenn bestehende Datensilos aufgelöst sind. Virtual Minds wirbt für branchenweite Standards zur Vermeidung weiterer Fragmentierung und positioniert die eigene Infrastruktur als Basis für ein konvergentes Total-Video-Betriebsmodell.
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