Beobachtetes Signal · 30. Sept. 2026 · Market Research · Quelle: Retail-News · Relevanz: 1/5 · Sentiment: Neutral
Ratenkauf legt bei Großkäufen deutlich zu
Buy now, pay later (BNPL) gewinnt bei größeren Online-Einkäufen deutlich an Bedeutung. Laut einer repräsentativen Verivox-Umfrage würden 15 Prozent der Befragten einen Online-Einkauf über 1.000 Euro bevorzugt in Teilbeträgen bezahlen – 2024 waren es nur 9 Prozent. Das ist das stärkste Wachstum unter den gängigen Zahlungsmethoden. Der Kauf auf Rechnung bleibt mit 29 Prozent die beliebteste Zahlungsart, gefolgt von PayPal (21 Prozent) und Karten (14 Prozent). Der Trend ist besonders bei Haushalten mit niedrigerem Einkommen ausgeprägt: 23 Prozent der Befragten mit unter 2.000 Euro netto bevorzugen Ratenzahlung, aber nur 7 Prozent mit über 4.000 Euro. Die steigende Nutzung von Ratenkäufen erhöht jedoch auch das Risiko der Überschuldung. Ab dem 20. November treten strengere gesetzliche Vorgaben in Kraft, darunter umfassendere Kreditwürdigkeitsprüfungen. Bei kleineren Beträgen (25-100 Euro) bleibt PayPal klar dominierend, Ratenzahlung spielt kaum eine Rolle.
Der Artikel liefert Daten zu Zahlungspräferenzen, die für E-Commerce und Payment relevant sind, hat aber nur begrenzte direkte Auswirkungen auf die AdTech- oder Werbetechnologie-Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 15 Prozent der Befragten bevorzugen Ratenzahlung bei Online-Einkäufen über 1.000 Euro, gegenüber 9 Prozent im Jahr 2024.
- Rechnung (29 Prozent) und PayPal (21 Prozent) sind die bevorzugten Zahlungsarten bei großen Einkäufen.
- 23 Prozent der Haushalte mit einem Nettoeinkommen unter 2.000 Euro bevorzugen Ratenzahlung, gegenüber 7 Prozent bei Einkommen über 4.000 Euro.
- Strengere gesetzliche Vorgaben für Ratenfinanzierungen treten am 20. November in Kraft, einschließlich umfassenderer Kreditwürdigkeitsprüfungen.
- Bei Einkäufen von 25 Euro bevorzugen 48 Prozent PayPal; Ratenzahlung wird nur von 2-3 Prozent bei kleineren Beträgen bevorzugt.
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Back-to-School: Eltern setzen verstärkt auf Buy Now, Pay Later
Eine Omnisend-Umfrage unter 1.075 US-Verbrauchern belegt eine wachsende Abhängigkeit von Buy Now, Pay Later (BNPL) beim Back-to-School-Shopping. Für die kommende Saison planen 45 % der Haushalte die Nutzung von BNPL-Diensten, verglichen mit 39 % im Jahr 2025. Rund 40 % der befragten Eltern rechnen im Jahresvergleich mit einem höheren finanziellen Druck. Knapp 20 % der Befragten kalkulieren mit Ausgaben von über 1.000 US-Dollar für Schulbedarf, während 44 % mehr als 500 US-Dollar veranschlagen. Fast jeder dritte Haushalt beabsichtigt, mehr als die Hälfte dieser Ausgaben über BNPL-Modelle abzuwickeln. Zur Finanzierung der Einkäufe planen Eltern zudem spürbare Einschränkungen, darunter Kürzungen bei Freizeitaktivitäten, eine stärkere Inanspruchnahme von Kreditkarten, den Rückgriff auf Ersparnisse oder Darlehen aus dem privaten Umfeld. Diese Entwicklung signalisiert einen klaren Wandel im Konsum- und Zahlungsverhalten bei saisonalen Pflichtausgaben.
Amazon integriert PayPals BNPL-Ratenzahlung im DACH-Checkout
Amazon und PayPal haben eine strategische Kooperation zur Integration der PayPal-Ratenzahlung in den Checkout für Kunden in Deutschland und Österreich angekündigt. Ab August können berechtigte Nutzer auf Amazon.de und in der Amazon-App Einkäufe im Wert von 30 bis 10.000 Euro über Laufzeiten von 3, 6, 12 und 24 Monaten finanzieren; spezifisch für Amazon werden zudem 36 und 48 Monate angeboten. PayPal übernimmt das Risikomanagement inklusive Bonitätsprüfung und wickelt die Rückzahlungen ab. Der standardmäßige effektive Jahreszins liegt bei 11,49 Prozent, wobei für ausgewählte Produkte auch Null-Prozent-Finanzierungen vorgesehen sind. Die Partnerschaft markiert einen signifikanten Schritt im Payment-Sektor, bedeutet jedoch vorerst keine vollständige Öffnung des Amazon-Checkouts für PayPal als reguläre Standard-Zahlungsmethode, sondern beschränkt sich exklusiv auf das BNPL-Finanzierungsangebot.
Airbnb rollt „Reserve Now, Pay Later“ weltweit aus
Airbnb hat seine Bezahloption „Reserve Now, Pay Later“ global eingeführt. Nutzer können damit Buchungen ohne sofortige Zahlung sichern; die Belastung erfolgt kurz vor dem Check-in. Das Feature gilt für Unterkünfte mit „flexiblen“ oder „moderaten“ Stornierungsbedingungen und ähnelt gängigen E-Commerce-Buy-Now-Pay-Later-Modellen. Seit dem US-Start verzeichnete die Funktion eine Annahmequote von 70 Prozent bei berechtigten Buchungen und trieb im vierten Quartal das Wachstum bei gebuchten Nächten voran. Laut Airbnb-CFO Ellie Mertz verlängerte das Produkt die Buchungs-Vorlaufzeiten, verschob die Nachfrage hin zu größeren, gesamten Unterkünften und steigerte die durchschnittlichen Tagesraten. Gleichzeitig stieg die Stornierungsquote leicht von 16 auf 17 Prozent. Z zuvor hatte das Unternehmen bereits Teilzahlungen getestet und 2023 eine Partnerschaft mit Klarna für Ratenzahlungen geschlossen.
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