Beobachtetes Signal · 30. Juni 2026 · Legal Ruling · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral

Berliner Gericht weist RT-DE-Klage gegen Sendeverbot ab

Zusammenfassung des Signals

Das Verwaltungsgericht Berlin hat die Klage der RT DE Productions GmbH gegen das im Jahr 2022 verhängte Sendeverbot abgewiesen. Damit bestätigte das Gericht die Entscheidung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb) sowie die zugrundeliegende Einschätzung der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK). Das Gericht befand, dass das deutsche Unternehmen die redaktionelle Verantwortung trug und das Programm ohne die erforderliche deutsche Rundfunklizenz verbreitete. RT DE hatte im Dezember 2021 mit der Verbreitung über Satellit und Internet begonnen und den Betrieb im April 2022 nach der Ablehnung eines Eilantrags eingestellt. Die 2014 gegründete und sich mittlerweile in Liquidation befindliche Gesellschaft kann Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg beantragen; das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz

  • Das Verwaltungsgericht Berlin wies die Klage der RT DE Productions GmbH gegen das Sendeverbot für RT DE aus dem Jahr 2022 ab.
  • Das Gericht bestätigte die Feststellung der Medienanstalt Berlin-Brandenburg (mabb), dass die Ausstrahlung ohne erforderliche deutsche Rundfunklizenz erfolgte.
  • Das Urteil stützt sich auf eine vorherige Entscheidung der Kommission für Zulassung und Aufsicht (ZAK) der Landesmedienanstalten.
  • RT DE Productions GmbH vertrieb das Programm ab Dezember 2021 über Satellit und Internet; der Sendebetrieb wurde im April 2022 nach Ablehnung eines Eilantrags gestoppt.
  • Die 2014 gegründete Gesellschaft befindet sich in Liquidation und kann die Zulassung der Berufung beim Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg beantragen.
Primäre Quellenbasis & Herkunftsnachweis
Verifizierter Herkunftsnachweis
Primärquelle: DWDL•Veröffentlicht: 30. Juni 2026
Ursprünglicher Berichttitel: “RT DE scheitert vor Gericht mit Klage gegen Sendeverbot - DWDL.de”

Verwandte Marktsignale & Trends

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Regulation9. Sept. 2026

Audiotainment Südwest sues media authority over UKW frequencies

German radio operator Audiotainment Südwest has filed a lawsuit against the Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein (MA HSH) at the Administrative Court. The company is challenging the authority's refusal to re-advertise FM (UKW) frequencies that became vacant after delta radio ceased its FM broadcast in November 2025. Audiotainment Südwest, which operates stations like bigFM, Rock FM, RPR1, and Radio Regenbogen, argues that the refusal, based on the state media treaty, constitutes a market entry barrier and violates broadcast freedom. The private broadcasters' association Vaunet supports the lawsuit, with Nina Gerhardt of RTL Radio Deutschland warning of revenue losses and job cuts if FM is phased out. The dispute highlights the ongoing tension between the industry's push to accelerate DAB+ digital radio adoption and the commercial interests of existing FM broadcasters.

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Regulation24. Juni 2026

Court Hearing on ARD and ZDF Broadcast Fee Increase

Germany’s Federal Constitutional Court held hearings on a constitutional complaint by public broadcasters ARD and ZDF over the states' refusal to raise the public broadcasting fee. The KEF (commission) has issued a revised recommendation for a smaller increase starting in 2027; if the federal states implement that recommendation by year-end the broadcasters' complaint could become moot. Sachsen-Anhalt Staatsminister Rainer Robra publicly admitted states will not implement the recommendation before 2027, citing upcoming state elections and concern about giving the AfD campaign ammunition. Court President Stephan Harbarth said difficult constitutional questions remain and a judgment is likely in weeks or months. ZDF director Norbert Himmler and ARD chair Florian Hager warned that adequate, independent funding is necessary for public broadcasting’s democratic role.

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OOH Advertising Regulation22. Sept. 2026

Berliner Gericht entscheidet: BVG muss Nius-Werbekampagne fortführen

Das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg (OVG) hat eine Beschwerde der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) abgewiesen und das Unternehmen verpflichtet, die umstrittene Werbung für das Nachrichtenportal Nius auf Bussen und in U-Bahnen weiterzuzeigen. Das Gericht begründete die Entscheidung mit dem Anspruch auf diskriminierungsfreien Zugang zu Werbeflächen, der durch Meinungs- und Pressefreiheit sowie den Gleichbehandlungsgrundsatz gestützt wird. Die BVG hatte die im April gebuchte Kampagne im Juni nach Protesten, Sicherheitsbedenken und einem Social-Media-Beitrag von Chefredakteur Julian Reichelt gestoppt. Laut Gericht rechtfertigen Drohungen Dritter einen Vertragsabbruch jedoch nicht; Sicherheitsrisiken könnten einen Ausschluss nur dann begründen, wenn die öffentliche Sicherheit nicht durch polizeiliche Maßnahmen gewährleistet werden kann. Die Entscheidung ist unanfechtbar und setzt rechtliche Maßstäbe für die Vergabe von OOH-Werbeflächen im öffentlichen Raum.

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