Beobachtetes Signal · 1. Juni 2026 · Report Publication · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Bakom: Große Unterschiede bei regionalen TV-Nachrichtenangeboten in der Schweiz
Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hat die Untersuchungsergebnisse zur regionalen Informationsleistung lizensierter regionaler Fernsehsender für das Jahr 2025 veröffentlicht und deutliche Disparitäten aufgezeigt. Eine Überprüfung von 13 TV-Broadcastern ergab ein wöchentliches Mittel von 5 Stunden und 12 Minuten an regionalen Inhalten. Gemäss Leistungsauftrag müssen lokale Radios und regionales Fernsehen, die Gelder aus der Medienabgabe erhalten, mindestens 150 Minuten wöchentlich an regional relevanten Nachrichten ausstrahlen. Während Tele Top mit 164 Minuten pro Woche den geringsten Anteil aufwies, führten Tele Ticino und Léman Blue das Ranking mit mehr als dem 3,5-Facachen dieses Wertes an. Die von der Publicom AG im Auftrag des Bakom durchgeführte Analyse zeigt zudem, dass erstmals seit 2020 alle überwachten Sender die Vorgaben erfüllten, nachdem lokale Radios dies bereits 2024 erreicht hatten.
Eine behördliche Studie über die Compliance und Varianz bei regionalen TV-Nachrichten beeinflusst die Mediaplanung sowie die lokale Inventarallokation, stellt jedoch einen nationalen Medienbericht dar mit begrenztem Direktbezug zur globalen AdTech- und MarTech-Infrastruktur.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Das Bakom berichtete, dass die 13 untersuchten regionalen TV-Broadcaster im Jahr 2025 im Wochenschnitt 5 Stunden und 12 Minuten regionale Inhalte produzierten.
- Regulatorisches Mandat: Lokale Radios und regionales Fernsehen mit Medienabgabefolgen müssen mindestens 150 Minuten regional relevante Nachrichten pro Woche senden.
- Tele Top wies mit 164 Minuten pro Woche den geringsten Anteil an regionalen Nachrichten auf.
- Tele Ticino führte gemeinsam mit Léman Blue das Ranking mit mehr als dem 3,5-Fachen des Tele-Top-Wertes an.
- Die Untersuchung wurde von der Publicom AG im Auftrag des Bakom durchgeführt; lokale Radios hatten die Vorgabe bereits 2024 erfüllt.
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SRF erreicht Rekord-Marktanteil im ersten Halbjahr 2026
Mediapulse hat die Nutzungszahlen für das erste Halbjahr 2026 in der Schweiz vorgelegt. Die tägliche TV-Reichweite lag bei 4,6 Millionen Personen (59 Prozent), bei einer durchschnittlichen Sehdauer von 175 Minuten pro Tag und einem zeitversetzten Konsum von 31 Prozent. Der öffentlich-rechtliche Sender SRF verzeichnete einen Halbjahresmarktanteil von 36,3 Prozent – den höchsten Wert seit der Umstellung der Messung im Jahr 2013 – sowie einen Primetime-Anteil von 44,2 Prozent. Die nationalen Sender von CH Media erreichten im April 2026 täglich 929.000 Zuschauer und einen Primetime-Marktanteil von 16,7 Prozent in der Zielgruppe der 15- bis 59-Jährigen, was einem Plus von 27 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat entspricht. Regionale Sender wie TeleZüri, Tele M1, Tele 1 und TVO vermeldeten ebenfalls Rekordwerte, während das Bakom bestätigte, dass die geforderten Quoten für lokale Information übertroffen wurden.
Regionaler TV-Sender Canal B startet Sendebetrieb in Biel
Der neue Regionalsender Canal B hat am Abend des 1. Juli 2026 seinen Sendebetrieb für Biel, das Seeland, den Berner Jura, das Freiburger Seenland und die Region Grenchen aufgenommen. Die ersten zweisprachigen Nachrichtensendungen (Deutsch und Französisch) umfassten ein Interview mit Bundesrat Albert Rösti sowie einen Bericht über Mercy Ships, der den christlichen Hintergrund der Organisation nicht erwähnte. Eigentümer des Senders ist die Neuenburger Produktionsgesellschaft Mystik SA, die auch hinter Canal Alpha steht. Die Redaktion soll von anfangs rund zehn auf 20 bis 25 Journalistinnen und Journalisten ausgebaut werden. Das Bundesamt für Kommunikation (Bakom) hatte die Konzession Anfang 2024 erteilt, nachdem der bisherige Konzessionär TeleBielingue vor Gericht unterlegen war.
Canal B startet am 1. Juli 2026 als bilinguales Regional-TV
Canal B, der neu konzessionierte Regionalsender für Biel, das Seeland und den Berner Jura, nimmt am 1. Juli 2026 den Sendebetrieb auf. Der Sender setzt auf zwei getrennte Sprachkanäle auf Deutsch und Französisch, die aus einer einzigen, bilingualen Redaktion bespielt werden. Geschäftsführer Christian Willi und der französischsprachige Chefredaktor Laurent Kleisl erläutern das Modell: geteilte redaktionelle Ressourcen, gemeinsame Entscheidungen der beiden Chefredaktionen, gebündelte Werbeerlöse für das Gesamtprojekt sowie selektive bilingual oder sprachspezifisch gestaltete Programme. Der Sender schliesst derzeit den Studioausbau ab, rekrutiert Videojournalisten, führt Testsendungen durch und plant eine operative Zusammenarbeit mit Canal Alpha und Mystik für die technische Infrastruktur sowie die Werbespot-Produktion. Die Konzession folgte auf einen jahrelangen Rechtsstreit und ersetzt die Lizenz des bisherigen Konkurrenten TeleBielingue, was in der traditionell zweisprachigen Region eine intensive Debatte über die kulturellen Auswirkungen getrennter Sprachkanäle auslöst.
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