Beobachtetes Signal · 21. Juli 2026 · Regulation · Quelle: Lebensmittelzeitung · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Negativ
BaFin rügt Zalando wegen fehlender About-You-Angaben
Die deutsche Finanzaufsichtsbehörde BaFin hat Fehler im Konzernabschluss 2025 von Zalando festgestellt, die im Zusammenhang mit der Übernahme von About You stehen. Demnach hat Zalando gegen Rechnungslegungsvorschriften verstoßen, da erforderliche Pflichtangaben zur Übernahme im Bericht weggelassen wurden. Diese Unstimmigkeiten wurden im Rahmen der routinemäßigen Prüfung des Geschäftsberichts 2025 durch die Behörde aufgedeckt. Der Bericht wurde am 21. Juli 2026 von der Lebensmittelzeitung aus der DFV Mediengruppe veröffentlicht und erwähnt neben der offiziellen Rüge auch den Hauptsitz des Modekonzerns in Berlin-Friedrichshain.
Die regulatorische Rüge bezüglich der Finanzberichterstattung eines großen Händlers ist für Investoren und Corporate Governance relevant, hat jedoch keine direkten, disruptiven Auswirkungen auf die AdTech- oder MarTech-Branche.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die BaFin hat Fehler im Konzernabschluss 2025 von Zalando beanstandet.
- Die Mängel betreffen fehlende Offenlegungen zur Übernahme von About You.
- Die Aufsichtsbehörde wertet das Weglassen der Pflichtangaben als Verstoß gegen Rechnungslegungsregeln.
- Die Veröffentlichung erfolgte am 21. Juli 2026 durch die Lebensmittelzeitung (DFV Mediengruppe).
Verknüpfte Unternehmen
2 verknüpfte Unternehmen“Zalando has, according to BaFin, violated regulations in the 2025 consolidated financial statements in connection with the About You takeove...”
Ontologie & Marktkonzepte
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BaFin prüft Zalando-Abschluss wegen About-You-Transaktion
Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat eine Prüfung des Konzernabschlusses und des Lageberichts von Zalando eingeleitet, nachdem konkrete Hinweise auf mögliche Bilanzierungsverstöße im Zusammenhang mit der Übernahme von About-You festgestellt wurden. Die Behörde wird die Ergebnisse nach Abschluss der Untersuchung öffentlich machen. Zalando steht nach eigenen Angaben in engem Kontakt mit der Regulierungsbehörde und stuft den Sachverhalt als formellen, materiell unerheblichen Auslassungsfehler im Anhang bezüglich einer Transaktion mit nahe stehenden Personen ein; sämtliche relevanten Informationen zum Kauf seien öffentlich zugänglich gewesen. Die Aktie gab nach Bekanntwerden der Nachricht deutlich nach, wobei vorbörsliche Verluste auf Tradegate zeitweise bis zu 20 Prozent betrugen und der Kurs bei Handelsbeginn um rund sechs Prozent sank.
Zalando verfehlt Erwartungen: Aktie bricht nach Q2-Zahlen ein
Zalando hat im zweiten Quartal die Markterwartungen verfehlt, obwohl die Übernahme von About You und das B2B-Geschäft positive Impulse lieferten. Der Umsatz stieg um rund 20 Prozent auf 3,4 Milliarden Euro, während das Bruttowarenvolumen (GMV) auf 4,9 Milliarden Euro kletterte. Das bereinigte EBIT von 205 Millionen Euro und der Nettogewinn von 73,8 Millionen Euro blieben jedoch unter den Analystenprognosen. Das Management bestätigte den Ausblick für das Gesamtjahr und präzisierte die Mittelfristprognose für 2026 mit einem Umsatz- und GMV-Wachstum in der unteren Hälfte der Spanne von 12 bis 17 Prozent sowie einem bereinigten EBIT von 680 bis 720 Millionen Euro. Die Aktie gab nach Veröffentlichung um rund 16 Prozent auf 24,33 Euro nach. Die Integration von About You brachte über 10 Millionen Euro an Synergien und steigerte die Zahl der aktiven Kunden auf 62,5 Millionen, während die BaFin eine Verletzung der Meldevorschriften bei den Stimmrechtsanteilen rügte.
Amazon erreicht über 60% Marktanteil im deutschen Onlinehandel
Eine neue Studie von IFH KÖLN und General Evidence zeigt, dass Amazon im deutschen E-Commerce eine dominante Position einnimmt: Der Handelsumsatz beträgt rund 69,1 Milliarden Euro, was einem Marktanteil von 63 % entspricht. Trotzdem nimmt der Wettbewerb zu: Internationale Plattformen wie Temu und SHEIN gewinnen Marktanteile und erzielten gemeinsam eine Milliarde Euro zusätzlichen Umsatz. Amazons Einfluss reicht über den eigenen Verkauf hinaus; so beeinflusst das Unternehmen 41 % der untersuchten Umsätze durch Marktplatz, Produktsuchen und Werbung. Die Studie sieht großes Wachstumspotenzial im Lebensmittel- und FMCG-Sektor, wo nur 4,9 % des Marktes online abgewickelt werden, Amazon aber bereits 46,1 % des Online-FMCG-Umsatzes hält. Amazon bleibt die zentrale Plattform, aber neue Wettbewerber ziehen zunehmend zusätzliche Nachfrage an.
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