Beobachtetes Signal · 6. Juni 2024 · Funding · Quelle: Trending Topics · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Österreich erhält philanthropischen „Media Forward Fund“ für Journalismus
Bei den Impact Days 2024 in Wien wurde der „Media Forward Fund“ vorgestellt, eine philanthropische Initiative zur Unterstützung von Qualitätsjournalismus-Start-ups in der DACH-Region. Als Gründungsgeschäftsführer fungiert Martin Kotynek, der ehemalige Chefredakteur von ZEIT Online und Der Standard. Getragen wird der Fonds von acht Stiftungen, Karma Capital sowie Publix. Zunächst sollen 5,5 Millionen Euro mobilisiert werden, während das Gesamtziel bei 25 Millionen Euro liegt. Das Vorhaben ist durch den US-amerikanischen „Press Forward“-Fonds inspiriert. Laut Mitinitiator Sebastian Klein sei klassisches Venture Capital für Medien zu extraktiv; der Fonds strebe daher moderate Renditen von rund 3 Prozent an, um Experimente mit neuen Geschäftsmodellen zu ermöglichen. Über die Vergabe der Mittel entscheidet eine unabhängige Jury.
Ein neuer philanthropischer Fonds für den Journalismus in der DACH-Region signalisiert frisches Kapital für Medieninnovationen, hat jedoch nur begrenzte direkte Auswirkungen auf operative AdTech- oder MarTech-Prozesse.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Media Forward Fund wurde im Rahmen der Impact Days 2024 in Wien angekündigt.
- Martin Kotynek übernimmt die Rolle des Gründungsgeschäftsführers des Fonds.
- Das Projekt wird von acht Stiftungen, Karma Capital und Publix unterstützt.
- Geplant ist die Bereitstellung von 25 Millionen Euro für Medien-Start-ups in der DACH-Region, wobei initial 5,5 Millionen Euro avisiert sind.
- Die Initiative lehnt sich an den US-amerikanischen Press Forward Fund an.
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2 verknüpfte Unternehmen“Martin Kotynek, ehemaliger Chefredakteur von ZEIT Online und der Standard ist Gründungsgeschäftsführer des neuen Funds....”
Ontologie & Marktkonzepte
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Theodor-Wolff-Preis und Wächterpreis verliehen
Im Jahr 2026 wurden in Deutschland der Theodor-Wolff-Preis und der Wächterpreis verliehen, die herausragende journalistische Arbeiten zu Nähe, Herkunft und Sprache auszeichnen. Karolina Benedyk, Marvin Ku und Jakob Schrenk erhielten jeweils den mit 6.000 Euro dotierten Theodor-Wolff-Preis des BDZV für ihre Beiträge im Weser-Kurier und im Süddeutsche Zeitung Magazin. Bastian Berbner gewann den mit 6.000 Euro dotierten Wächterpreis für seine investigative Reportage in der ZEIT, während Erik Westermann und die Redaktion der Braunschweiger Zeitung ein Stipendium von 10.000 Euro für investigative Redaktionsarbeit erhielten. Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen warnte vor einem dreifachen Druck auf den unabhängigen Journalismus: politische Angriffe, Konkurrenz durch KI-Angebote und wirtschaftlicher Druck durch Tech-Unternehmen, die Werbeeinnahmen abziehen.
ARD Media startet flexible Radio-Werbekombis
In diesem Audio-Update werden mehrere Entwicklungen im deutschen Radiomarkt behandelt. ARD Media führt 'Flex-Kombis' ein, die Werbungtreibenden und Agenturen die Auswahl einzelner Sender mit einheitlichem Preisvorteil ermöglichen. Joachim Llambi, bekannt aus 'Let's Dance', erhält eine eigene Sonntags-Talkshow bei RTL Radio. Radio NRW schafft neue Positionen: Michael Thuge wird Head of Program, Lennart Thies wird 2027 Chief Product Officer. Chillout Antenne ergänzt sein Programm um Nachrichten und Kurzformate aufgrund behördlicher Auflagen. Antenne Thüringen und Landeswelle Thüringen erhalten eine vorübergehende Aussetzung quantitativer Programmauflagen. Der Podcast-Report von Seven.One Audio zeigt eine gestiegene tägliche Nutzungsdauer. Podigee veröffentlicht eine überarbeitete Plattform mit integrierter Aufnahme und Analytics.
Zeit Verbrechen startet True-Crime-Podcast 'House of Block'
Das deutsche Nachrichtenmedium Zeit Verbrechen hat eine neue Doku-Podcastserie mit dem Titel "House of Block" gestartet. Die Serie umfasst acht 45-minütige Folgen und untersucht den spektakulären Entführungsfall der Familie Block, der seit Juli 2025 vor dem Landgericht Hamburg verhandelt wird. Der Podcast rekonstruiert die Ereignisse aus der Sicht der ZEIT-Kriminalreporterin Anne Kunze, die auch Chefredakteurin von "Zeit Verbrechen" ist. Er enthält exklusive Interviews mit zwei der vier Block-Kinder: dem Entführungsopfer Klara (15) und ihrer Schwester Johanna (20). Die ersten drei Folgen sind online verfügbar, die nächsten fünf erscheinen in den kommenden Wochen. Der Start unterstreicht den Trend von Verlagen, True-Crime-Inhalte zu nutzen, um Podcast-Abos und Publikumsbindung zu fördern.
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