Beobachtetes Signal · 18. Sept. 2026 · Research Release · Quelle: Adzine · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Attribution bleibt komplex: Erster Website-Besuch führt selten zum Kaufabschluss
Der neue European Shopping Trends Report von RTB House zeigt, dass lediglich 27 Prozent der europäischen Verbraucher beim ersten Website-Besuch kaufen. 50 Prozent benötigen zwei bis drei Besuche, während 19 Prozent vier bis fünf Touchpoints erfordern. Die von Censuswide unter 4.500 Befragten in neun Ländern durchgeführte Studie belegt, dass 81 Prozent mehrere Marken vergleichen und 75 Prozent verschiedene Händlerseiten aufrufen. Hauptgründe für den initialen Abbruch sind Preisvergleiche (28 Prozent), Reviews (20 Prozent) sowie Rabattaktionen (17 Prozent). Zudem recherchieren 22 Prozent der Konsumenten online, schließen den Kauf jedoch im stationären Handel ab – was die kanalübergreifende Attribution erschwert. KI-gestützte Produktsuche gewinnt an Bedeutung: 21 Prozent nutzen bereits Tools wie ChatGPT oder Gemini. RTB House plädiert daher für langfristigere Retargeting-Strategien, räumt jedoch ein, dass die Studie primär Verhalten und keine kausalen Kampagneneffekte misst.
Liefert wertvolle Einblicke in das veränderte Konsumentenverhalten zur Optimierung von Attribution und Retargeting-Strategien entlang fragmentierter Customer Journeys.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Nur 27 % der europäischen Konsumenten kaufen direkt beim ersten Website-Besuch.
- 81 % der Befragten vergleichen mehrere Marken vor einer finalen Kaufentscheidung.
- 22 % betreiben Online-Recherche, schließen den Kauf jedoch im stationären Handel ab.
- 21 % entdecken neue Marken oder Produkte über generative KI-Dienste wie ChatGPT oder Gemini.
- Der Shopping Trends Report von RTB House basiert auf einer Befragung von 4.500 Verbrauchern aus neun Ländern.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“Der European Shopping Trends Report von RTB House wird analysiert, wobei Daniel Volož, Managing Director DACH, die Ergebnisse kommentiert.”
Ontologie & Marktkonzepte
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Criteo-Report: KI unterstützt Produktrecherche, schließt aber noch keine Käufe ab
Der „2026 Commerce & AI Trend Report“ von Criteo, basierend auf einer Verbraucherbefragung von Januar bis Februar 2026 mit 6.379 Teilnehmern in den USA, UK, Deutschland, Frankreich, Japan und Südkorea, zeigt, dass KI eine zentrale Rolle bei der Produktsuche einnimmt, Transaktionen jedoch selten autonom abschließt. Marktplätze (36 %) und Suchmaschinen (28 %) bleiben die dominanten Einstiegspunkte, während KI-Assistenten als ergänzender Kanal 14 % ausmachen. Verbraucher nutzen KI primär für Recherche und Vergleiche – fast die Hälfte nutzt KI-Tools für Produktvergleiche, aber nur 8 % geben an, direkt über diese Tools einzukaufen. Visuelle (44 %) und sprachbasierte (26 %) Suche gewinnen an Bedeutung. Für den Kaufabschluss sind Vertrauensfaktoren wie Datenschutz (46 %), Schutz vor manipulierten Inhalten (52 %) sowie starke Markenbekanntheit (75 %) weiterhin entscheidend für Retail Media und Marketingstrategien.
Käufer entscheiden vor dem Besuch von Marken-Websites
Aktuelle Minty-Umfragedaten belegen, dass der Großteil der Kaufentscheidungen heute stattfindet, bevor Konsumenten Marken-Websites erreichen – insbesondere in Savings-Apps, Deal-Aggregatoren und KI-Tools. Die repräsentative Studie zeigt ein starkes Vorab-Planungsverhalten und eine intensive Nutzung digitaler Spartools: 65 Prozent betonen die Bedeutung der Planung, rund 90 Prozent nutzen digitale Spartools, 60 Prozent priorisieren den besten Value vor Markentreue und 82 Prozent würden mit Browser-Extension-Pop-ups interagieren. Der Artikel empfiehlt Marken, ihre Visibility deutlich früher in der Customer Journey zu verankern. Dies sollte über Cashback- und Rewards-Integrationen, strukturierte Inhalte für AI-Discoverability, Third-Party-Editorial-Präsenz sowie neue KPIs wie den „Share of Model“ zur Messung der Präsenz in KI-generierten Antworten erfolgen.
Konsumenten planen Käufe präzise: Rabatte allein reichen nicht aus
Eine repräsentative Studie von IFH Media Analytics und Media Central unter 1.000 deutschen Verbrauchern zeigt, dass nur 12 % der Käufe spontan erfolgen. Rund 59 % der Konsumenten planen ihre Einkäufe im Voraus und vergleichen gezielt Angebote. Die Untersuchung beleuchtet digitale Kanäle entlang der Customer Journey und macht deutlich, dass Prospekt-Apps (61 %) und Händler-Apps (58 %) zentrale Anlaufstellen für die Preisrecherche sind, wobei Letztere für 49 % auch bei der konkreten Planung eine wichtige Rolle spielen. Als wesentliche Treiber in der Entdeckungsphase erweisen sich Videowerbung (53 %), Influencer (52 %) und Social Ads (50 %). Experten wie Jan Michael Rasimus (DHBW Karlsruhe) betonen, dass große Events wie der Prime Day psychologisch wirken und Verbraucher zunehmend Preisvergleichs- sowie KI-Tools nutzen, was das Targeting im Commerce-Umfeld deutlich datengetriebener macht.
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