Beobachtetes Signal · 5. Juni 2026 · Industry Analysis · Quelle: DWDL · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Verliert das klassische Breitbild bei jüngeren Generationen an Bedeutung?
Eine aktuelle Analyse von DWDL.de beleuchtet, wie die zunehmende Smartphone-Nutzung und soziale Plattformen den Videokonsum vom traditionellen Breitbildformat hin zu vertikalen Formaten verschoben haben. Der Beitrag zeichnet die technische und kulturelle Entwicklung nach – vom analogen Fernsehen über das 4:3- und 16:9-Seitenverhältnis bis hin zum Aufstieg mobiler Endgeräte und kurzweiliger Vertikalvideos, angetrieben von Plattformen wie TikTok, Snapchat, Instagram und YouTube. Unter Berufung auf den YouGov Media Consumption Report 2025 sowie die ARD/ZDF-Medienstudie werden generationenspezifische Mediennutzungsmuster aufgezeigt; demnach dominiert die Gen Z soziale Netzwerke, während 62 Prozent der Deutschen weiterhin täglich klassisches Fernsehen schauen. Die Untersuchung diskutiert zudem die Auswirkungen auf die Content-Produktion, Distribution und Trends in der Creator Economy wie Vertical Drama, bei denen algorithmische Feeds und die Ökonomie der Aufmerksamkeit vertikale Kurzformate begünstigen.
Der Wandel vom Breitbild zum vertikalen Kurzvideo beeinflusst Content-Produktion, kreative Formate, Plattform-Distribution und Werbestrategien nachhaltig.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- DWDL.de berichtet, dass die Verbreitung von Smartphones und Social-Media-Plattformen vertikale Videoformate populär gemacht hat.
- TikTok gilt als treibende Kraft für die Etablierung vertikaler Kurzvideos als dominantes Mobilformat, ergänzt durch historische Vorläufer wie Vine, Snapchat und Musical.ly.
- Der YouGov Media Consumption Report 2025 belegt deutliche Generationsunterschiede und verweist darauf, dass 62 Prozent der Deutschen nach wie vor täglich Fernsehen schauen.
- Die ARD/ZDF-Medienstudie verdeutlicht altersabhängige Nutzungsmuster, die veränderte Formatansprüche und neue Produktionsweisen in der Medienbranche prägen.
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5 verknüpfte UnternehmenOntologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Vertikales Video wird neues Unterhaltungsformat für Marken
Beim Jupiter Festival in Miami diskutierten Branchenexperten über den Aufstieg von vertikalem Video als ernstzunehmendes Unterhaltungsformat, das über kurze Werbung hinaus zu markengeführten Serien führt. Der Trend entstand in China und verbreitet sich nun in den USA, wobei Plattformen, Produzenten und Marken beteiligt sind. Experten argumentieren, dass vertikales Video eine neue Medienform ist, die sich vom traditionellen Fernsehen unterscheidet, mit kurzen, auf Hooks basierenden Episoden für die mobile Nutzung. Marken werden ermutigt, wie Unterhaltungsunternehmen zu denken und Inhalte zu schaffen, die Storytelling über direkte Werbung stellen. Beispiele sind Bilts 'Roomies'-Serie und Fanatics' zugangsbasierte Inhalte. Der chinesische Erfolg zeigt jedoch auch, dass Marketing, Daten und Distribution entscheidend sind, nicht nur die Inhaltsqualität. Das Panel prognostizierte, dass in 10 Jahren Premium-Inhalte vertikal auf Plattformen wie TikTok konsumiert werden, während traditionelles Fernsehen für andere Zwecke relevant bleibt.
Deutsche Produzenten debattieren über kommerzielles Potenzial des Vertical-Video-Hypes
Deutsche Produzenten, Plattformen und Agenturen diskutieren das kommerzielle Potenzial von fiktionalen Vertical-Video-Formaten angesichts steigender globaler Nachfrage. Branchenstimmen von der Berlinale und einem Event von Fieldfisher Germany zeigen ein zweigeteiltes Bild: Während Befürworter das Format als hocheffizient für kostengünstige, KI-gestützte Produktionen und Branded Entertainment sehen, bemängeln Kritiker fehlende Massen-Apps und Infrastruktur zur Monetarisierung in Deutschland. Wichtige Marktbewegungen umfassen strategische Investments von Constantin Entertainment, den App-Launch der US-Plattform Crisp Momentum sowie europäische Start-ups wie Vertical Minds mit der geplanten EiLiN-App. Auch öffentlich-rechtliche Sender und traditionelle Produzenten experimentieren mit Kurzformaten auf TikTok. Das primäre Hindernis für die Skalierung fiktionaler Vertical-Formate in Deutschland bleibt eine wahrnehmbare Infrastrukturlücke bei lokalen Distributions-Apps und ausgereiften Monetarisierungsmodellen.
Vertikales Video: Eine Akquisitionsstrategie für die Breitbandlücke
Der Artikel argumentiert, dass die Einführung vertikaler Video-Feeds auf Streaming-Plattformen zu Unrecht mit TikTok verglichen wird. Stattdessen dienen diese Features als Akquisitionsstrategie für 16,7 Millionen US-Haushalte, die ausschliesslich mobil via Smartphone und ohne Festnetz-Breitband das Internet nutzen – eine Lücke laut US-Zensusdaten. Haushalte mit niedrigerem Einkommen weisen eine deutlich geringere Festnetz-Breitband-Penetration auf, was Marken aus CPG, QSR, Finanzdienstleistungen und Telekommunikation über mobile-first vertikale Erlebnisse in Premium-Streaming-Apps adressieren können. Beispiele sind Disney+ Verts, der vertikale Bravo-Feed von Peacock und das mobile Redesign von Netflix. Die Conversion von vertikalen Clips zu Live-Streams (Peacock meldete 20% während der Olympischen Winterspiele 2026) sowie First-Party-Verhaltenssignale bei Scroll-Sessions gelten als kommerzieller Hebel, allerdings fehlen noch standardisierte Messungen und Preise. Media-Buyer sollten vor den anstehenden Upfront-Verhandlungen vertikale Video-Strategien entwickeln.
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