Beobachtetes Signal · 29. Apr. 2019 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
Apple wehrt sich gegen Vorwurf der Wettbewerbsverzerrung im App Store
Eine Untersuchung der New York Times in Zusammenarbeit mit SensorTower wirft Apple vor, elf der 17 meistverbreiteten Apps zur Kindersicherung aus dem App Store entfernt oder in ihrer Funktionalität eingeschränkt zu haben. Zudem sollen Anbieter zur Streckung bestimmter Features gedrängt worden sein. Apple wies die Vorwürfe in einem offiziellen Blogbeitrag zurück und begründete die Maßnahme mit strikten Datenschutz- und Sicherheitsrichtlinien. Im Fokus steht dabei die Nutzung von Mobile Device Management (MDM), welches Drittparteien potenziellen Zugriff auf sensible Gerätedaten wie Standortinformationen, Kameranutzung oder Browserverläufe gewähren kann. Nach Ansicht von Apple verstößt dies gegen die App Store Guidelines. Betroffene Entwickler erhielten eine Frist von 30 Tagen zur Anpassung ihrer Anwendungen, bevor diese entfernt wurden. Während Branchenvertreter wie OurPact-CEO Amir Moussavian das Vorgehen scharf kritisieren, betont der Technologiekonzern, dass der Schutz der Privatsphäre für ihn an erster Stelle steht.
Richtlinien-Update einer großen Plattform (Apple) in Bezug auf App-Store-Praktiken, Plattform-Governance und Datenschutz.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Eine Studie der New York Times und von SensorTower belegt, dass Apple elf von 17 populären Kindersicherungs-Apps entfernt oder eingeschränkt hat.
- Apple begründet den Schritt in einem Blogbeitrag mit Datenschutz- und Sicherheitsrisiken durch die Verwendung von Mobile Device Management (MDM).
- MDM-Technologien können Drittparteien Zugriff auf sensible Gerätedaten wie Standort, Kamera und Browserverlauf gewähren.
- Entwickler erhielten eine Frist von 30 Tagen zur Anpassung ihrer Apps; bei Nichtbeachtung folgte die Entfernung aus dem App Store.
- Apple betonte, dass die Durchsetzung der eigenen Sicherheitsrichtlinien für das Unternehmen Vorrang vor wettbewerblichen Erwägungen hat.
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Apple stärkt Jugendschutzfunktionen für iPhone, iPad und Mac
Auf der WWDC 2026 hat Apple erweiterte Jugendschutz-Funktionen für iPhone, iPad und Mac vorgestellt, die Eltern eine präzisere Kontrolle über die Gerätenutzung von Minderjährigen ermöglichen. Zu den Neuerungen gehören eine überarbeitete Bildschirmzeit mit altersgerechten Standards, eine „Ask to Browse“-Webseitenfreigabe in Safari sowie erweiterte Medien- und Kontaktkontrollen, einschließlich des Blockierens von gewaltsamen Inhalten in Nachrichten. Für unter 13-Jährige werden Schutzmaßnahmen wie „Ask to Buy“ künftig standardmäßig aktiviert. Zudem stellt Apple Entwicklern APIs zur Verfügung, um Inhalts- und Altersprüfungen direkt in Apps zu integrieren. Diese neuen Funktionen sollen im Herbst 2026 mit iOS 27 auf den Markt kommen und verändern die Anforderungen an die App-Distribution sowie die Zielgruppenansprache.
China übt massiven Druck auf Apple bezüglich App Store und KI aus
Apple sieht sich verstärktem Druck chinesischer Behörden und Staatsmedien ausgesetzt, nachdem das Parteiorgan People’s Daily die Praxis des App Store kritisierte. Tim Cook reiste nach Chengdu, nachdem Apple seine Provision für chinesische Nutzer von 30 % auf 25 % gesenkt hatte, was Peking jedoch als unzureichend bezeichnete. Apples generative KI, Apple Intelligence, ist in China aufgrund regulatorischer Verzögerungen nach wie vor nicht verfügbar, während heimische Konkurrenten wie Huawei und Xiaomi bereits Geräte mit integrierter On-Device-KI ausliefern. Dies fügt sich in ein breiteres Muster ein, bei dem westliche Konzerne mit hohem Umsatzanteil in China wiederkehrendem regulatorischen Druck ausgesetzt sind. Der Artikel beleuchtet zudem Chinas Vorstoß zur De-Dollarisierung durch digitale Yuan-Abrechnungen sowie eine strikte Kultur- und Medienpolitik, die durch die Cyberspace Administration of China (CAC) verschärft wird.
US sperrt Microsoft, Adobe und IT-Giganten von Green-Card-Programm aus
Die Trump-Administration hat Microsoft, Adobe und sechs weitere große Technologieunternehmen von einem US-Programm ausgesetzt, das qualifizierten ausländischen Arbeitskräften die dauerhafte Aufenthaltserlaubnis (Green Card) erleichtert, und wirft den Unternehmen Betrug vor. Vizepräsident JD Vance kündigte die Sperre an, die auch Capgemini, Cognizant, HCL, Infosys, Tata und Wipro betrifft. Das Arbeitsministerium wird keine neuen oder laufenden Anträge auf dauerhafte Arbeitszertifizierung dieser Unternehmen mehr annehmen. Die Unternehmen gehören zu den größten Nutzern von H-1B-Visa, die für hochqualifizierte Positionen gedacht sind, die von US-Arbeitern möglicherweise nicht besetzt werden können. Microsoft reagierte mit der Aussage, dass die meisten seiner US-Mitarbeiter Amerikaner seien und seine H-1B-Anträge größtenteils für bestehende Mitarbeiter und nicht für Neueinstellungen gelten. Die Regierung will außerdem neun Universitäten, darunter Harvard, Yale und Stanford, wegen mutmaßlichen Missbrauchs von Studentenvisumprogrammen untersuchen.
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