Beobachtetes Signal · 18. Aug. 2026 · Report · Quelle: Adweek · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Negativ
ANA: Vier zentrale Hürden bremsen Investitionen in Retail Media
Ein neuer Bericht der Association of National Advertisers (ANA) zeigt, dass uneinheitliche Measurement-Standards das Wachstum inkrementeller Markenbudgets im Bereich Retail Media stark hemmen. Obwohl eMarketer das US-Marktvolumen für Retail Media auf rund 70 Milliarden US-Dollar beziffert, identifizieren 55 Prozent der befragten ANA-Mitglieder fehlende Standardisierungen als größte Hürde. Führungskräfte globaler Marken wie Bayer, Hershey, Kenvue und Mondelez betonen, dass inkonsistente Messmethoden über verschiedene Retail Media Networks hinweg eine verlässliche Effektivitätsbewertung erschweren. Als Gegenmaßnahme führen Handelsunternehmen vermehrt neue Werbeformate wie Streaming- und Offsite-Ads ein, um Upper-Funnel-Budgets und zusätzliche Werbegelder zu erschließen. Dennoch bleiben die bestehenden Messdefizite das wesentliche Hindernis für eine skalierte Budgetallokation seitens der Werbetreibenden.
Die ANA-Analyse verdeutlicht fundamentale Measurement-Defizite im 70-Milliarden-Dollar-Markt für Retail Media, was unmittelbaren Druck auf RMN-Betreiber ausübt, Reporting-Standards zur Budgetabsicherung zu vereinheitlichen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Retail Media erreicht in den USA laut eMarketer ein Marktvolumen von 70 Milliarden US-Dollar.
- Ein neuer ANA-Report identifiziert fehlende Measurement-Standards als zentrale Schwachstelle im Retail Media.
- 55 % der befragten ANA-Mitglieder stufen unzureichende Standards als größte operative Herausforderung ein.
- Branchenentscheider von Bayer, Hershey, Kenvue und Mondelez fordern mehrheitlich einheitliche Leistungskennzahlen.
- Händler forcieren Streaming- und Offsite-Formate, um inkrementelle Werbebudgets und Awareness-Kampagnen zu gewinnen.
Verknüpfte Unternehmen
5 verknüpfte Unternehmen“Ein neuer Bericht der Association of National Advertisers (ANA) legt nahe, dass diese fehlenden Messstandards Werbetreibende von zusätzliche...”
“Laut eMarketer ist Retail Media in den USA ein 70 Milliarden US-Dollar schweres Geschäft.”
“Führungskräfte von Marken wie Bayer, Hershey, Kenvue und Mondelez wiesen zudem darauf hin, dass inkonsistente Messungen über Retail Media Ne...”
“Führungskräfte von Marken wie Bayer, Hershey, Kenvue und Mondelez wiesen zudem darauf hin, dass inkonsistente Messungen über Retail Media Ne...”
Ontologie & Marktkonzepte
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ANA aktualisiert Standardisierung der Retail-Media-Netzwerk-Messung
Die Association of National Advertisers (ANA) veröffentlicht einen Bericht zur Standardisierung der Retail-Media-Messung, der konkrete Empfehlungen für Marken enthält. Dazu gehören die Forderung nach unabhängigen Drittanbietermessungen, transparenten Methodiken, einheitlichen Ergebnisdefinitionen sowie einem standardisierten 14-Tage-Loopback-Fenster bei der Bewertung von Retail Media Networks (RMNs). Der Leitfaden wurde von einem ANA-Unterausschuss mit über 40 Media-Verantwortlichen großer Marken erarbeitet und mit namhaften RMNs wie Walmart, Instacart und Roundel abgestimmt; Amazon reagierte indes nicht auf die Anfrage. Das Framework baut auf einem Grundlagenbericht von MRC und IAB aus dem Jahr 2024 auf. Als mögliche Validatoren werden IAS und DoubleVerify genannt, wobei Letzteres von Nielsen übernommen wird.
Retail-Media-Silos und Messprobleme hemmen das Marktwachstum
Auf einem ADWEEK-Panel im Rahmen der Possible-Konferenz in Miami diskutierten Führungskräfte über anhaltende Hürden beim Wachstum von Retail Media, obwohl die Budgets laut Emarketer in diesem Jahr voraussichtlich fast 70 Milliarden US-Dollar erreichen werden. Vertreter von Händlern, Commerce Media Networks, Marken und AdTech-Firmen betonten, dass Amazon und Walmart den Großteil der Retail-Media-Spendings auf sich vereinen und Geschäftsmodelle nutzen, die für andere Händler kaum zu replizieren sind. Diese Marktkonzentration führt in Verbindung mit Defiziten bei Rentabilität, Messbarkeit, Zusammenarbeit und Standardisierung zu einem verlangsamten Wachstum vieler Netzwerke sowie zu wiederkehrenden strategischen Neuausrichtungen. Die Diskussion unterstrich die dringende Notwendigkeit verbesserter Messmethoden und branchenübergreifender Abstimmungen, um die Profitabilität und Skalierbarkeit im Retail Media nachhaltig zu steigern.
Retail Media Budgets wachsen, Geduld der Werbetreibenden schwindet
Ein neuer Report, 'The 2026 Commerce Media Investment Index' von GrowthLoop und Ascend2, zeigt, dass 85% der Werbetreibenden ihre Ausgaben für Retail- und Commerce Media erhöhen wollen, aber die Geduld verlieren: langsame Audience-Aktivierung, schwache Messung und begrenzter Zugriff auf First-Party-Daten. Die Hälfte der Werbetreibenden wartet vier Tage oder länger auf Custom-Audience-Segmente, nur 11% erhalten sie am selben Tag. 92% würden mehr ausgeben bei schnellerer Audience-Lieferung, 85% würden einen Aufpreis für Same-Day-Fulfillment zahlen. Auch die Messung bleibt ein Schwachpunkt: Fast die Hälfte wartet über eine Woche auf Post-Campaign-Daten, nur 32% nutzen Ergebnisse konsistent zur Optimierung. Der Report zeigt: Geschwindigkeit und Messung werden zu entscheidenden Budgetkriterien für Retail-Media-Netzwerke.
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