Beobachtetes Signal · 30. Sept. 2026 · Analysis / Report · Quelle: https://prebid.org/feed/ · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
KI-Traffic: Wenig Referrals, hohe Kosten, Publisher zahlen
Diese Analyse des Prebid LLM Taskforce untersucht die wirtschaftlichen Auswirkungen von KI-Traffic auf Publisher. Es wird hervorgehoben, dass KI-Crawler zunehmend Publisher-Inhalte konsumieren, aber nur minimalen Referral-Verkehr erzeugen (unter 1% der Seitenaufrufe, bzw. 0,016% laut Longitude Ads). Publisher tragen hohe Kosten für die Auslieferung automatisierter Anfragen, Infrastruktur-Ausfälle und Abwehrmaßnahmen, während die Einnahmen zu KI-Plattformen wie OpenAI und Google wandern. So stieg der Google-Suchumsatz um 19% auf 60,4 Mrd. USD, während die Network-Werbeeinnahmen für Dritt-Publisher um 4% fielen. OpenAI prognostiziert 2,5 Mrd. USD Werbeeinnahmen 2026 und 11 Mrd. USD 2027, plant jedoch keine Umsatzbeteiligung der Publisher. Der Artikel führt Null-Klick-Raten von 68% bei US-Google-Suchen 2026 und ein Scrape-to-Referral-Verhältnis von 227:1 an, was auf einen gebrochenen Handel hindeutet, bei dem Inhalte anderswo monetarisiert werden. Er schließt mit einem Aufruf an Publisher, ihr Messsystem anzupassen und Lizenzmöglichkeiten zu prüfen, stellt jedoch fest, dass die meisten kaum Zugang zu signifikanten Deals haben.
Dieser Artikel quantifiziert die strukturelle Veränderung des Web-Traffics durch KI-Assistenten und KI-Übersichten und zeigt, dass Publisher steigende Kosten und sinkende Einnahmen erleiden, während KI-Plattformen den Wert abschöpfen. Er liefert wichtige Branchendaten zu Null-Klick-Suchen, niedrigen Referral-Raten und Umsatzasymmetrie, was für AdTech und Medien hochrelevant ist.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 68% der US-Google-Suchen endeten in den ersten vier Monaten 2026 ohne Klick, gegenüber 60% im Jahr 2024.
- KI-Referrals machen unter 1% der Publisher-Seitenaufrufe aus; Longitude Ads berichtet 0,016% bei fast 3 Milliarden Seitenaufrufen.
- Google-Suchumsatz stieg im Q1 2026 um 19% auf 60,4 Mrd. USD, während die Network-Werbeeinnahmen um 4% auf 7,0 Mrd. USD fielen.
- OpenAI prognostiziert Werbeeinnahmen von 2,5 Mrd. USD für 2026 und 11 Mrd. USD für 2027, plant jedoch keine Umsatzbeteiligung der Publisher.
- Perplexitys Comet Plus bietet einen Pool von 42,5 Mio. USD mit einer 80/20-Umsatzbeteiligung für über 2.400 Publisher.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen“Nepomuk Seiler at highfivve found a single crawler that slipped past Cloudflare......”
“Kean Graham at MonetizeMore, whose Traffic Cop has analyzed nearly a trillion impressions......”
“TollBit puts the scrape-to-referral ratio at 227 to 1 in Q2 2026......”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Verleger werben im Kongress für 'Bad-Bots'-Gesetz
Über 300 Verlagsgeschäftsführer, darunter Führungskräfte von Condé Nast, Hearst Magazines, USA Today Co. und The Seattle Times, reisten nach Washington D.C., um den Kongress für den Stealth Bot Prohibition Act zu gewinnen. Der Gesetzentwurf würde KI-Stealth-Crawler dazu verpflichten, sich zu identifizieren, um verschleierten Datenverkehr und Umgehungen der Scraping-Blockaden von Verlagen zu verhindern. Organisiert von der News/Media Alliance, folgt die Aktion einem ähnlichen Gesetz im Bundesstaat New York und zielt darauf ab, das wachsende Problem des unbefugten Scrapings von Inhalten durch KI-Bots zu adressieren. Die Führungskräfte trafen sich mit Gesetzgebern, um die Notwendigkeit von Transparenz, Kontrolle und fairer Vergütung zu betonen, wenn ihre Inhalte für KI-Training genutzt werden. Die Initiative unterstreicht die zunehmende Dringlichkeit, da der KI-Bot-Verkehr erheblich zugenommen hat und TollBit in der ersten Jahreshälfte 2026 über 22 Milliarden KI-Bot-Scrapes erkannte.
Publisher diversifizieren Zielgruppenstrategien im Zuge der KI-gestützten Suche
Ein gemeinsamer Report von Digiday, Arc XP und Braze analysiert die Auswirkungen von AI Search auf Traffic-Akquise und Monetarisierung von Publishern. 76 % der Befragten beobachten eine Verschiebung hin zu 'Summary-First'-Konsumgewohnheiten, während 61 % rückläufige Direktbesuche verzeichnen und 47 % Einbrüche beim Referral Traffic melden. Als Gegenmaßnahme optimieren 85 % ihre Inhalte für KI-Discovery, 76 % lizenzieren Content an KI-Plattformen und bis zu 68 % gehen Partnerschaften mit KI-Entwicklern ein. Um Abhängigkeiten zu reduzieren, forcieren 60 % die Neukundengewinnung für Abonnements – primär über Rabattaktionen (89 %) und Referral-Daten (84 %), während First-Party-Daten eingeloggter Nutzer bislang nur von 14 % priorisiert werden. Die Mehrheit der Publisher rechnet dennoch mit neuen Erlösquellen durch KI und investiert verstärkt in direkte Kundenkanäle wie Newsletter und Apps, um langfristige Zielgruppenbeziehungen zu sichern.
YouTube blockiert Netflix-Creator-Deals; Indien hebt TV-Werbezeitbeschränkung auf
Der aktuelle Wochenrückblick beleuchtet Plattform-Wettbewerb, Media-Deals und regulatorische Änderungen: YouTube bietet Top-Creatorn Berichten zufolge hohe Summen und warnt vor Kooperationen mit Netflix, um dessen Zugriff auf YouTube-Talente einzudämmen. Die britische Podcast-Gruppe Goalhanger forciert mit der Verpflichtung von Tom Miceli als Head of IP Development ihre Expansion in Film und TV. Die indische Regierung hob die Werbebegrenzung von 12 Minuten pro Stunde im linearen Fernsehen auf, um gleiche Wettbewerbsbedingungen gegenüber digitalen Plattformen zu schaffen. Weitere Entwicklungen: Der Launch der Kurzvideo-App Divine, Zugeständnisse von Apple an das Bundeskartellamt bezüglich App Tracking Transparency in Deutschland, der Rollout von ChatGPT-Ads in 31 europäischen Ländern durch OpenAI sowie Nielsens überarbeitete Big Data + Panel-Währungsmethodik. Zudem stimmten die Aktionäre von LiveRamp der 2,2 Milliarden Dollar schweren Übernahme durch die Publicis Groupe zu.
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