Beobachtetes Signal · 16. Juni 2026 · Research Report · Quelle: Adzine · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
KI-Empfehlungen werden zum neuen strategischen Spielfeld für Commerce Media
Eine von Koddi beauftragte Studie des Marktforschungsinstituts The Human Instinct (März–April 2026) unter 750 Konsumenten und 150 Commerce-Media-Führungskräften in Deutschland, den USA und Großbritannien beleuchtet den Einfluss von Agentic AI auf das Einkaufsverhalten. Während Verbraucher KI für die Recherche offen gegenüberstehen (Akzeptanz: 59 % in Deutschland, 75 % in den USA, 68 % in UK), zögern sie noch, finale Kaufentscheidungen vollständig abzutreten. Auf Industrieseite nutzen bereits 32 % der deutschen und 70 % der US-Unternehmen KI-Agenten. Weltweit planen 84 % der Commerce-Media-Entscheider Investitionen, um ihre Sichtbarkeit in KI-generierten Antworten und Shortlists zu steigern. Gleichzeitig etablieren sich Generative Engine Optimization (GEO) und agentenspezifische Measurement-Lösungen als Kernprioritäten: Rund 92 % der Entscheider global (88 % in Deutschland) wollen spezifisch in Mess- und Attributionsansätze für KI-Agenten investieren, um Skalierungshürden zu überwinden.
Der Report markiert den strategischen Wandel im Retail- und Commerce-Media-Sektor hin zur Optimierung für KI-Agenten (Generative Engine Optimization) und unterstreicht den dringenden Bedarf an neuen Attributions- und Measurement-Standards für automatisierte Decision-Flows.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Koddi veröffentlicht den Report 'The State of Agentic Commerce (Media): How Agentic AI is Reshaping Control, Value and Monetization' (durchgeführt von The Human Instinct im März–April 2026).
- Stichprobe: Befragung von 750 Konsumenten und 150 Senior Commerce-Media-Entscheidern in Deutschland, den USA und Großbritannien.
- Akzeptanz von KI-Kaufassistenz: Deutschland 59 %, USA 75 %, UK 68 %; 56 % der deutschen Konsumenten wollen finale Kaufentscheidungen derzeit nicht an KI-Agenten übertragen.
- Unternehmensadoption: 32 % der deutschen Commerce-Media-Profis nutzen bereits KI-Agenten (USA: 70 %); 84 % weltweit würden in höhere Sichtbarkeit in KI-Shortlists investieren.
- Measurement als Skalierungshürde: 92 % der weltweiten Entscheider (88 % in Deutschland) planen Budgets für agentenspezifische Mess- und Attributionslösungen ein.
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E-Commerce: Deutsche Konsumenten fürchten bezahlte KI-Empfehlungen
Eine aktuelle Erhebung von Kernpunkt und commercetools beleuchtet die Haltung deutscher Verbraucher gegenüber Künstlicher Intelligenz im Online-Handel. Grundsätzlich zeigen sich die Konsumenten offen für KI-gestützte Assistenzsysteme bei der Produktsuche, äußern jedoch massive Bedenken hinsichtlich manipulierter oder bezahlter Produktempfehlungen. Der Horizont-Beitrag hebt hervor, dass der Vormarsch von Chatbots und Agentic AI die Customer Journey sowie klassische Empfehlungslogiken im E-Commerce grundlegend transformiert. Vor diesem Hintergrund wird das Vertrauen der Nutzer zum entscheidenden Erfolgsfaktor für Händler und Marken. Der Bericht analysiert, welche Kriterien Kaufentscheidungen maßgeblich beeinflussen und wie Unternehmen durch Transparenz Vorbehalte abbauen können, um die Akzeptanz KI-basierter Discovery- und Recommendation-Features nachhaltig zu sichern.
KI im Mediaeinkauf: Hohe Erwartungen übertreffen die reale Implementierung
Laut einer aktuellen Studie des IAB Europe erwarten 58 % der Branchenexperten, dass agentischer Mediaeinkauf innerhalb eines Jahres zum Standard wird, doch die reale Adaption hinkt hinterher. Von 47 Befragten setzen 36 bisher keine agentischen Systeme ein oder nutzen Modelle, bei denen Planung und Ausführung weiterhin menschlich gesteuert werden. Der „Impact of AI on Digital Advertising Report 2026“ zeigt, dass KI zwar breit für Reporting und Kampagnenanalysen genutzt wird (insgesamt 86 %), aber nur 11 von 29 detailliert befragten Akteuren sie für das agentische Buying und Selling einsetzen. Eine ergänzende Umfrage von StackAdapt unter 500 Marketing-Experten bestätigt diesen Trend: Fragmentierte Daten-Pipelines gelten als zentrale Hürde. Die Branche agiert vorsichtig und bevorzugt Human-in-the-Loop-Ansätze, während die Zufriedenheit mit der operativen KI-Performance bei lediglich 2,76 von 5 Punkten liegt. Vor einer vollständigen Skalierung müssen Governance-, Integrations- und Schulungsprozesse etabliert werden.
Agentic Commerce: KI-Assistenten transformieren die Product Discovery und Retail-Monetarisierung
Generative KI und Chat-Assistenten verändern die Product Discovery grundlegend: Statt breiter Auswahllisten liefert die Technologie zunehmend direkte Einzelempfehlungen und übernimmt den Entscheidungsprozess der Konsumenten. Studien belegen eine breite Akzeptanz für Produktrecherchen sowie hohe Konversionsraten auf Basis von KI-Empfehlungen. Führende Plattformen treiben den Übergang zu 'Agentic Commerce' aktiv voran: OpenAI integrierte Sponsored Messages und testete Instant-Checkouts, Amazon ermöglicht automatisierte Käufe über seinen Einkaufsassistenten, und Google etabliert neue Commerce-Standards. Für Marken und Publisher erzwingt dieser Wandel neue Optimierungsansätze wie Generative Engine Optimization (GEO) bzw. Answer Engine Optimization (AEO). Zugleich entstehen durch bezahlte Platzierungen in Chat-Antworten neuartige Werbeformate, die jedoch Fragen bezüglich Automation Bias aufwerfen und zu einer zunehmenden Ausgabenkonzentration auf wenige, von KI priorisierte Marken führen.
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