Beobachtetes Signal · 24. Nov. 2023 · Study · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
KI am Arbeitsplatz: Disruption und Potenziale für die Gen Z
Eine LinkedIn-Studie mit über 1.000 Führungskräften in sechs europäischen Ländern untersucht die Auswirkungen von generativer AI auf die Arbeitswelt. Deutschland zeigt sich mit 93 Prozent Zustimmung besonders optimistisch hinsichtlich langfristiger Vorteile. Führungskräfte erwarten die Automatisierung monotoner Aufgaben (60 Prozent), Produktivitätssteigerungen (53 Prozent) sowie mehr Freiräume für kreative Tätigkeiten (50 Prozent). 38 Prozent rechnen mit völlig neuen Aufgabenfeldern. Barbara Wittmann von LinkedIn DACH betont die Bedeutung von Upskilling und der Entwicklung von Soft Skills. Weltweit haben sich Stellen für den Head of AI in fünf Jahren verdreifacht, während sich KI-bezogene Jobinserate in Deutschland binnen zwei Jahren mehr als verdoppelt haben. Wichtige Soft Skills sind Problemlösungskompetenz (53 Prozent), Anpassungsfähigkeit (50 Prozent) und Kommunikation (46 Prozent). Die Gen Z gilt dank ihrer Digital-Native-Prägung als besonders gut vorbereitet, auch wenn Herausforderungen bei der Integration in den Arbeitsalltag fortbestehen.
Enthält branchenrelevante Einblicke zur Implementierung von AI am Arbeitsplatz, regionalen Unterschieden und dem wachsenden Bedarf an gezieltem Upskilling.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Die LinkedIn-Studie 'Future of Work: AI at Work' befragte über 1.000 Führungskräfte in sechs europäischen Ländern.
- In Deutschland erwarten 93 Prozent der Manager langfristige Vorteile durch generative AI für Mitarbeiter.
- 60 Prozent rechnen mit Entlastung bei monotonen Aufgaben, 53 Prozent mit Produktivitätssteigerungen und 50 Prozent mit mehr Raum für Kreativität.
- Weltweit haben sich Head-of-AI-Positionen in fünf Jahren verdreifacht; in Deutschland verdoppelten sich KI-Stellenanzeigen binnen zwei Jahren.
- Soft Skills stehen im Fokus: Problemlösung (53 Prozent), Anpassungsfähigkeit (50 Prozent) und Kommunikation (46 Prozent).
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Deutschland bei KI-Agenten weltweit in der Spitzengruppe
Eine neue HP-Studie zeigt, dass Deutschland bei der Einführung von KI-Agenten am Arbeitsplatz weltweit zur Spitzengruppe gehört. Fast jeder zweite (49 Prozent) deutsche Büroangestellte nutzt bereits KI-Agenten, nur die USA liegen unter den führenden Industrienationen vorn. Die Studie, basierend auf einer Befragung von 19.506 Büroangestellten in 15 Ländern, zeigt einen deutlichen Anstieg der Nutzung arbeitgeberbereitgestellter KI-Tools von 32 auf 49 Prozent innerhalb eines Jahres. Diese Verbreitung geht jedoch mit wachsender Jobangst einher: 43 Prozent der KI-Agenten-Nutzer befürchten, durch KI oder Kollegen mit größerer KI-Expertise verdrängt zu werden, verglichen mit 27 Prozent bei Nutzern klassischer Chatbots. Das Phänomen des 'Jobhugging' ist weit verbreitet: 60 Prozent der Befragten halten es derzeit für zu riskant, den Arbeitsplatz zu wechseln. Die Gen Z geht zunehmend Nebentätigkeiten nach, um Karriererisiken abzufedern. Die Studie unterstreicht die Notwendigkeit, Mitarbeiter gezielt weiterzubilden und die Arbeit menschenzentriert zu gestalten.
Céline Flores Willers: B2B-Marketer sollen wie B2C denken
Auf der DMEXCO 2026 argumentierte Céline Flores Willers, Gründerin von The People Branding Company, dass B2B-Marketing oft veraltet wirkt, weil Marketer Angst vor Innovation haben (FOMU). Sie zeigte kreative Taktiken wie den Einsatz des Roboter-Sidekicks 'Robi' und personalisierte T-Shirts, um Aufmerksamkeit und Branding zu steigern. Sie betonte LinkedIn als zentrale Plattform für B2B und verwies auf einen SAP-Taulia-Fall, bei dem Employee-Generated Content, beworben über Thought Leader Ads, eine 2,3-mal höhere Engagement-Rate und 70 Prozent höhere Klickraten bei kleinem Budget erzielte. Willers nannte auch Beispiele wie die Kampagne von Legora mit Jude Law und die 25-teilige Merger-Dokumentation von Merz Lifecare als erfolgreiche 'Building-in-Public'-Strategien. Sie schloss mit dem Appell an B2B-Marketer, kreativer zu sein und vom B2C-Marketing zu lernen.
LinkedIn: Leads nicht als Endziel im B2B-Marketing sehen
Beim B2Believe-Event von LinkedIn im neuen Space im Empire State Building forderten Führungskräfte und Praktiker eine Abkehr von leitorientiertem B2B-Marketing hin zu einem 'Full-Journey'-Ansatz, der Signale, Targeting, Creatives, die gesamte Customer Journey und Messung verbindet. Jae Oh, Senior Director of Product Management, zeigte, dass weniger als 10% der Upper-Funnel-Zielgruppen in Bottom-Funnel-Kampagnen gelangen, und forderte Marketer auf, Markenaufbau mit Demand Capture zu verbinden. Eine Studie des B2B Institute von LinkedIn mit eMarketer ergab, dass 77% der Marketer sagen, sie zielen nicht mehr auf Einzelpersonen, aber nur 31% haben einen Playbook für die Aktivierung von Zielgruppen im unteren Funnel. Praktiker von Canva, SAP, Mastercard und anderen zeigten, wie Marketing und Vertrieb gemeinsame Signale nutzen. LinkedIn skizzierte zudem eine Produkt-Roadmap mit Fokus auf Cost-per-Opportunity-Ziele, Multi-Format-Kampagnen, agentische Workflows und Inkrementalitäts-Prognosen.
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