Beobachtetes Signal · 8. Nov. 2024 · Market Research · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
KI und neue Jobrollen transformieren den Arbeitsalltag massiv
Die LinkedIn-Studie Work Change Snapshot verdeutlicht den rasanten Wandel der Arbeitswelt durch neue Technologien und Rollen. Weltweit befragte Führungskräfte zeigen, dass zehn Prozent der Beschäftigten heute Positionen innehaben, die im Jahr 2000 noch nicht existierten – darunter Data Scientist und AI Engineer. In Deutschland verzeichnen 82 Prozent der HR-Verantwortlichen eine gesteigerte Arbeitsintensität, während global rund 70 Prozent der Mitarbeitenden vom Wandel überfordert sind. Prognosen zufolge werden sich die geforderten Kompetenzen in deutschen Berufen bis 2030 durch generative AI um etwa 70 Prozent verändern. HR-Teams stehen unter hohem Transformationsdruck; 37 Prozent fühlen sich durch tägliche Entscheidungen überfordert. Als Gegenmaßnahme pilotiert LinkedIn AI-Tools wie Recruiter 2024 und den Hiring Assistant, die bereits bei Siemens und Canva getestet werden. Dennoch betrachten sich lediglich neun Prozent der deutschen Führungskräfte als AI-Pioniere.
Mittlerer Einfluss auf HR-Prozesse und den Einsatz von AI am Arbeitsplatz; studienbasierte Einblicke flankiert von technologischen Neuentwicklungen.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- LinkedIn-Studie Work Change Snapshot basiert auf Befragung von über 5.000 Führungskräften weltweit.
- Zehn Prozent der Angestellten arbeiten heute in Rollen, die es im Jahr 2000 noch nicht gab.
- In Deutschland spüren 82 Prozent der HR-Profis eine stark beschleunigte Arbeitsintensität.
- Weltweit fühlen sich etwa 70 Prozent der Arbeitnehmer vom rasanten Wandel überfordert.
- LinkedIn pilotiert neue AI-Tools wie Recruiter 2024 und Hiring Assistant mit Partnern wie Siemens und Canva.
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Großbritannien und Deutschland starten Industrie-Tech-Korridor
Großbritannien und Deutschland haben einen industriellen Technologiekorridor ins Leben gerufen, um das Wachstum von KI und Deep-Tech durch grenzüberschreitende Partnerschaften zu fördern. Die Initiative, unterstützt von deutschen Unternehmen wie Allianz, Bosch, RWE und Siemens, wird wachstumsstarke Technologieunternehmen mit Industriepartnern und Investoren vernetzen. Die deutsche Robotikfirma MicroAGI plant eine Expansion in London und schafft 180 Arbeitsplätze, während Proxima Fusion seinen Standort in Culham ausbauen wird. Beide Länder stellen zudem 20 Millionen Euro für gemeinsame Quantenforschung bereit. Der Korridor ist eine Flaggschiff-Initiative des Kensington-Vertrags und zielt darauf ab, die digitale Souveränität zu stärken.
Céline Flores Willers: B2B-Marketer sollen wie B2C denken
Auf der DMEXCO 2026 argumentierte Céline Flores Willers, Gründerin von The People Branding Company, dass B2B-Marketing oft veraltet wirkt, weil Marketer Angst vor Innovation haben (FOMU). Sie zeigte kreative Taktiken wie den Einsatz des Roboter-Sidekicks 'Robi' und personalisierte T-Shirts, um Aufmerksamkeit und Branding zu steigern. Sie betonte LinkedIn als zentrale Plattform für B2B und verwies auf einen SAP-Taulia-Fall, bei dem Employee-Generated Content, beworben über Thought Leader Ads, eine 2,3-mal höhere Engagement-Rate und 70 Prozent höhere Klickraten bei kleinem Budget erzielte. Willers nannte auch Beispiele wie die Kampagne von Legora mit Jude Law und die 25-teilige Merger-Dokumentation von Merz Lifecare als erfolgreiche 'Building-in-Public'-Strategien. Sie schloss mit dem Appell an B2B-Marketer, kreativer zu sein und vom B2C-Marketing zu lernen.
LinkedIn: Leads nicht als Endziel im B2B-Marketing sehen
Beim B2Believe-Event von LinkedIn im neuen Space im Empire State Building forderten Führungskräfte und Praktiker eine Abkehr von leitorientiertem B2B-Marketing hin zu einem 'Full-Journey'-Ansatz, der Signale, Targeting, Creatives, die gesamte Customer Journey und Messung verbindet. Jae Oh, Senior Director of Product Management, zeigte, dass weniger als 10% der Upper-Funnel-Zielgruppen in Bottom-Funnel-Kampagnen gelangen, und forderte Marketer auf, Markenaufbau mit Demand Capture zu verbinden. Eine Studie des B2B Institute von LinkedIn mit eMarketer ergab, dass 77% der Marketer sagen, sie zielen nicht mehr auf Einzelpersonen, aber nur 31% haben einen Playbook für die Aktivierung von Zielgruppen im unteren Funnel. Praktiker von Canva, SAP, Mastercard und anderen zeigten, wie Marketing und Vertrieb gemeinsame Signale nutzen. LinkedIn skizzierte zudem eine Produkt-Roadmap mit Fokus auf Cost-per-Opportunity-Ziele, Multi-Format-Kampagnen, agentische Workflows und Inkrementalitäts-Prognosen.
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