Beobachtetes Signal · 21. Aug. 2026 · Interview · Quelle: The Drum · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Agenturen mit Technologie als Kerndisziplin werden die Branche anführen
César Andrés Tapia Quijano, Regional Director of Creative Technology and Production bei GCC McCann und Juror bei The Drum Awards Festival, betont, dass Agenturen Technologie als Kerndisziplin verankern müssen, um im Markt führend zu bleiben. Er warnt davor, dass der universelle Zugriff auf dieselben KI-Tools zu standardisierten Ergebnissen führt, weshalb bewusste strategische Entscheidungen durch menschliches Urteilsvermögen und kreative Vision unverzichtbar sind. Tapia empfiehlt Investitionen in Talente, Infrastruktur, Partnerschaften und gezielte Übernahmen von Technologie-Unternehmen. Am Beispiel von Coca-Cola demonstriert er die Bedeutung konsistenter Markenführung. Zudem fordert er eine Modernisierung der Arbeitsweisen zur Talentbindung sowie eine Führungskräfteentwicklung, die über reine Fachkompetenz hinausgeht.
Die Thought-Leadership-Perspektive eines Technologieverantwortlichen verdeutlicht die Notwendigkeit von Investitionen in Tech, Talente und Arbeitsabläufe für die Agenturstrategie.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- César Andrés Tapia Quijano ist Regional Director of Creative Technology and Production bei GCC McCann.
- Tapia war Juror in der Kategorie Digital Experience beim The Drum Awards Festival.
- Er wurde von Forbes Ecuador als Brancheninnovator ausgezeichnet.
- Tapia empfiehlt den Aufbau technologischer Kompetenzen durch Talente, Infrastruktur, Partnerschaften und Tech-Akquisitionen.
- Er nennt Coca-Cola als Paradebeispiel für konsistentes, langfristiges Brand Building.
Verknüpfte Unternehmen
1 verknüpfte Unternehmen“On brand building, he points to Coca-Cola as the example worth studying....”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Marken müssen kreative Infrastruktur für den Einsatz von KI aufbauen
Auf einem gemeinsam mit Empathy Lab veranstalteten Panel im Rahmen des ADWEEK House beim Cannes Lions Festival betonten Marketing-Führungspersönlichkeiten, dass Marken eine vernetzte kreative Infrastruktur etablieren müssen. Durch die Verknüpfung von Kreativteams, Entwicklern, Daten und KI sollen sie mit der kulturellen Dynamik Schritt halten und generische KI-Ergebnisse vermeiden. Sprecher wie Roland Butler von Zalando und Ben Hall von Empathy Lab hoben hervor, dass der Wettbewerbsvorteil weniger aus zusätzlichen Tools als vielmehr aus Systemdenken, menschlicher Empathie am Anfang des Prozesses und redaktioneller Governance resultiert. Zalando präsentierte einen Anwendungsfall, bei dem Trendsignale, Produktrelevanz, Visuals und redaktionelle Prüfungen verknüpft wurden, um eine Met-Gala-Kampagne innerhalb von 24 Stunden zu veröffentlichen. Die Panelteilnehmer empfahlen, kreative Talente zu priorisieren, strategisches Urteilsvermögen in die Betriebsmodelle zu integrieren und die Geschwindigkeit der Erkenntnisgewinnung anstelle des reinen Volumens an KI-generierten Assets zu optimieren.
Globale Agenturen benötigen neue kreative Zentren im Globalen Süden
In diesem Gastbeitrag plädiert Tátil Global CCO Ricardo Bezerra für ein dezentrales Agenturmodell mit mehreren kreativen Schwerpunkten, insbesondere im Globalen Süden. Er verweist auf fundamentale kulturelle und ökonomische Verschiebungen und betont, dass Agenturen lokale Kulturen tiefgehend verstehen müssen, statt nur oberflächliche Symbole zu exportieren. Als Best Practices nennt er Arbeiten der kolumbianischen Agentur Panorama für das Label 12 Mil Music von HYBE Music sowie das Produkt Natura Ekos Ryos, das auf amazonische Biodiversität setzt. Gestützt wird dieser Ansatz durch BCG-Prognosen, wonach die Volkswirtschaften des Globalen Südens deutlich schneller wachsen als die Industrienationen, was den wirtschaftlichen Business Case für dieses zukunftsweisende Agenturmodell untermauert.
Val Carlson: Kurzfristiges Performance-Marketing gefährdet den langfristigen Markenwert
Val Carlson, Global Chief Creative Officer bei Critical Mass und Jurorin bei den The Drum B2B Awards, warnt vor den Risiken einer rein kurzfristigen, auf Aktivierung ausgerichteten Performance-Planung für den Markenwert. Sie betrachtet künstliche Intelligenz primär als kreativen Katalysator, der Teams ermöglicht, Prototypen schneller zu erstellen und bereits existierende Ideen frühzeitig auszusortieren, anstatt Arbeitsplätze zu vernichten. Agenturen sollten Carlson zufolge gezielt in Talente mit überlappenden 'Venn-Skills' investieren, um differenzierte Ergebnisse zu liefern. Als herausragendes B2B-Beispiel nennt sie die Kampagne 'Expedition Impossible' von Columbia Sportswear mit CEO Tim Boyle, die durch B2C-Mechaniken überzeugte. Carlson plädiert dafür, verstärkt auf physische Aktivierungen und Community-Präsenz zu setzen, anstatt die Markenhoheit vollständig an reichweitenstarke Plattformen abzutreten.
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