Beobachtetes Signal · 18. Mai 2026 · Market Research / Study · Quelle: Adzine · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Positiv
Werbetreibende sehen großes Potenzial für Agentic AI im Open Web
Eine im Mai 2026 von Taboola durchgeführte Studie unter 200 leitenden Performance-Marketing-Entscheidern in den USA und UK zeigt ein starkes Interesse an Agentic AI außerhalb der großen Walled Gardens. Die Befragten, die monatliche Werbebudgets von bis zu 4,9 Millionen US-Dollar verantworten, verzeichnen zwar messbare KI-Erfolge, diese konzentrieren sich jedoch primär auf Search und Social. Viele Werbetreibende signalisieren jedoch Bereitschaft zur Budgetverlagerung ins Open Web, sofern vergleichbare Agentic-AI-Lösungen verfügbar wären: 86 Prozent würden bis zu einem Viertel ihrer Performance-Budgets verschieben, 80 Prozent bei passenden Lösungen die Ausgaben sofort erhöhen und 82 Prozent sehen zielbasiertes, KI-gesteuertes Buying im Open Web als Wachstumschance. Als Hauptbarriere gilt die Integration in bestehende Workflows, was insbesondere Großbudgets betrifft. Taboola-CEO Adam Singolda betont die steigende Nachfrage nach autonomen, kontinuierlich lernenden Systemen für die Performance im Open Web.
Die Studie offenbart ein signifikantes Interesse von Werbetreibenden und ein potenzielles Budgetverschiebungspotenzial hin zu Agentic-AI-Lösungen im Open Web, was eine kommerziell relevante Nachfrage für Open-Web-AdTech-Anbieter und programmatische Strategien darstellt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Taboola beauftragte im Mai 2026 eine Umfrage unter 200 leitenden Performance-Marketing-Entscheidern in den USA und UK.
- Die Befragten verwalten monatliche Werbebudgets von bis zu 4,9 Millionen US-Dollar.
- 76 Prozent der Befragten verzeichnen klare Leistungssteigerungen durch KI-gestützte Lösungen.
- 86 Prozent würden bis zu 25 Prozent ihrer Performance-Budgets ins Open Web verlagern, wenn vergleichbare Technologien verfügbar wären.
- Die Integration in bestehende Workflows ist eine Hürde: 9 Prozent der Unternehmen mit 300k–499k monatlichem Spend nennen Integrationsprobleme gegenüber 74 Prozent bei Unternehmen mit 1M–4,9M monatlichem Spend.
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Agentic AI for the Open Web: Potential, but Scaling Stalls
An industry analysis of 200 marketing leaders (mostly at enterprises with >1,000 employees) finds strong belief but slow adoption of agentic AI on the open web: 82% see it as a growth opportunity, yet just 17% have scaled it as a proven performance driver. The main barrier is operational integration — fitting agentic systems into existing workflows, approval chains, reporting and attribution — rather than budget or technology skepticism. While Google and Meta have embedded agentic capabilities into closed ecosystems, emerging vendors are extending comparable automation to publisher inventory outside walled gardens. Early adopters that treat agentic AI as an operational transformation are gaining a first-mover competitive lead, with high paid-search and paid-social budgets driving interest in open-web expansion.
Agentic AI verspricht intelligenteres Werbeökosystem
Ein von ADWEEK House und Taboola beim Cannes Lions Festival ausgerichteter Panel-Talk untersuchte, wie Agentic AI das Performance Marketing von bloßer Automatisierung zu autonomer Entscheidungsfindung führt. Branchenexperten von Taboola, NVIDIA, Omnicom Media/Acxiom, Accenture Song Americas, Paramount Advertising und Proem betonten, dass agentische Systeme Planung, Optimierung und Transaktionen standardisieren können. Eine erfolgreiche Implementierung erfordert jedoch Governance, Transparenz, dokumentierte Workflows, qualitativ hochwertige Daten sowie interoperable KI-Tool-Ökosysteme statt einer monolithischen Plattform. Die Sprecher hoben hervor, dass Erklärbarkeit und Rückgängig-Funktionen für den Vertrauensaufbau essenziell sind, während Investoren und Marketer bald messbaren ROI von ihren KI-Piloten fordern werden. Taboola gab an, derzeit Kunden im Beta-Test zu haben und die Skalierung für das kommende Jahr zu planen.
KI revolutioniert Digitalwerbung: Publisher vor massiven Herausforderungen
Rob Georgeson, Führungskraft bei Publicis' Performics, analysiert die massiven Veränderungen im Digital Advertising durch generative KI. Da KI-gestützte Antwortmaschinen die Informationssuche grundlegend transformieren, schrumpfen Traffic und Open Web Ad Inventory für Publisher spürbar. Klassische Links weichen prägnanten KI-Zusammenfassungen, was zu einem drastischen Rückgang von Pageviews und Ad Impressions führt. Aktuellen Branchendaten zufolge enden rund 58 Prozent aller informatorischen Google-Suchanfragen ohne Klick auf eine externe Website – ein besorgniserregender Zero-Click-Trend. Während Publisher intensiv neue Monetarisierungsmodelle erproben, stehen Werbetreibende vor verknapptem Inventory und steigendem Wettbewerb um Premium-Placements. Zur Bewältigung dieser Disruption setzt Publicis auf Diversifikation und fortschrittliche Ansätze wie Connected Identity zur intelligenten Datenverknüpfung. Parallel dazu verzeichnen alternative Modelle wie Substack Finanzierungserfolge im Werbebereich, Uber starkes Wachstum bei Retail Media sowie die Einführung von Werbung in KI-Antworten durch Google und Microsoft.
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