Beobachtetes Signal · 3. Nov. 2026 · Policy Update · Quelle: Digiday · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Negativ
Kann Ad Tech mit Server-Side-Lösungen Apple und Google trotzen?
In einer aktuellen Digiday-Podcast-Folge diskutierten Redakteure die Reaktion der Ad-Tech-Branche auf die Blockierung von Identitätsauflösungs-Domains durch Apples Safari und die kartellrechtlichen Auflagen gegen Google. Ad-Tech-Firmen wie The Trade Desk und ID5 verlagern Ad-Calls auf den Server, wobei die Trusted-Server-Technologie des IAB Tech Lab als mögliche Lösung gilt. Experten bezweifeln jedoch die Langfristigkeit dieses Ansatzes, da Apple möglicherweise neue Wege finden wird, das Tracking einzuschränken. Die Google-Auflagen könnten es Prebid ermöglichen, die programmatische Auktion zu verändern. Der Podcast beleuchtet den anhaltenden Machtkampf zwischen Ad Tech und Browser-/Plattformbetreibern.
Diese Nachricht zeigt den anhaltenden Machtwechsel in der Ad-Tech-Branche, da Apple und Google die Kontrolle über Browser- und Plattform-Ökosysteme verschärfen. Die Server-seitige Verlagerung und mögliche Prebid-Änderungen könnten die programmatische Werbung neu gestalten.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Apples Safari-Browser blockiert Domains von Identitätsauflösungs-Anbietern wie The Trade Desk und ID5.
- Ad-Tech-Firmen und das IAB Tech Lab fördern Server-seitige Ad-Calls, einschließlich Trusted-Server-Technologie.
- Die kartellrechtlichen Auflagen gegen Google könnten Prebid die Möglichkeit geben, die programmatische Auktion zu verändern.
- Das Display-Anzeigennetzwerk von Google (GAM) schnitt in den letzten Quartalszahlen schlecht ab.
- Im Digiday-Podcast diskutierten Seb Joseph und Ronan Shields diese Entwicklungen.
Verknüpfte Unternehmen
6 verknüpfte Unternehmen“Google ist eine zentrale Partei in der Diskussion, da seine Ad-Tech-Plattform und kartellrechtlichen Auflagen die Branche beeinflussen.”
“Die Änderungen an Apples Safari-Browser lösen die Server-seitige Verlagerung in der Ad-Tech-Branche aus.”
“The Trade Desk wird als Identitätsauflösungs-Anbieter genannt, dessen Domains von Apples Safari blockiert werden.”
“ID5 ist ein weiterer Identitätsauflösungs-Anbieter, der von der Safari-Domain-Blockierung betroffen ist.”
“Das IAB Tech Lab entwickelt die Trusted-Server-Technologie, um Server-seitige Ad-Calls zu ermöglichen.”
“Prebid wird als potenzieller Nutznießer der kartellrechtlichen Auflagen gegen Google genannt, um die programmatische Auktion zu verändern.”
Ontologie & Marktkonzepte
Verwandte Marktsignale & Trends
Aktuelle verifizierte Unternehmensentwicklungen und Deal-Aktivitäten in diesem Marktsegment.
Apple WebKit Blocklist zwingt Werbung in den Server
Rowena Lam vom IAB Tech Lab analysiert Apples WebKit-Updates in iOS 27 und macOS 27, die eine Domain-Blocklist gegen große AdTech-Anbieter einführen. Diese Liste ist dynamisch, sodass Apple Domains ohne OS-Updates remote hinzufügen kann, und es gibt kein Einspruchsverfahren. Die Auswirkungen betreffen Publisher, deren iOS Safari-Traffic an Wert verliert, und Werbetreibende, die Kampagnen schlechter messen können. Als Lösung empfiehlt Lam die Verlagerung der Werbeinfrastruktur auf den Server, wie mit IAB Tech Labs Trusted Server. Vorteile sind Geschwindigkeitsgewinne durch Edge-Computing und bessere Datenkontrolle/Privatsphäre, da Publisher nur notwendige Daten an Partner senden. Lam betont die Dringlichkeit für Publisher, Server-seitige Lösungen zu übernehmen, um Monetarisierung und Kontrolle zu sichern.
IAB Tech Lab CEO: Apples Domain-Blocking trifft Publisher
In einem LinkedIn-Artikel, der vom IAB Tech Lab erneut veröffentlicht wurde, argumentiert CEO Anthony Katsur, dass Apples Domain-Blocking-Beschränkungen in WebKit, die Ad-Tech- und Identitätsdienste stören, eine erhebliche Bedrohung für die Einnahmen und die Nachhaltigkeit von Publishern darstellen. Katsur betont, dass es jenseits des Wettbewerbs zwischen Anbietern um die Fähigkeit von Medienunternehmen geht, ihre Zielgruppen zu monetarisieren, da Beschränkungen die Werbenachfrage begrenzen, die Messung der Effektivität beeinträchtigen und Werbegelder zu größeren Plattformen treiben können. Er stellt fest, dass Apples Richtlinien über gesetzliche Anforderungen hinausgehen und unbeabsichtigt dem Medienökosystem schaden können. Katsur hebt Apples eigene Investitionen in Werbung hervor und fordert transparente Standards und eine Prüfung der Wettbewerbswirkungen. Er stellt den Trusted Server des IAB Tech Lab als Werkzeug für Publisher vor, um die Kontrolle zurückzugewinnen. Der Artikel fordert Plattformunternehmen auf, wirtschaftliche Konsequenzen zu berücksichtigen und mit Publishern zusammenzuarbeiten.
KI-generierte Interfaces brauchen kontextuelles emotionales Design
Der Artikel argumentiert, dass Designer angesichts von KI-generierten Interfaces, die auf Designsystemen und etablierten Mustern basieren, nicht nur über das Aussehen, sondern auch über die emotionale Wirkung in verschiedenen Kontexten entscheiden müssen. Eine Erfolgsanimation kann beispielsweise bei einem bedeutenden Meilenstein angemessen sein, bei Routineaufgaben jedoch störend wirken. Der Autor zitiert Beispiele von Duolingo, Mailchimp, Googles Material-3-Expressive-Forschung und Asana, um zu zeigen, wie expressives Design mit Nutzbarkeit, Zurückhaltung und Nutzerkontrolle in Einklang gebracht werden muss. Da KI Muster in großem Maßstab reproduzieren kann, steigt das Risiko, dass emotional unangemessene oder aufdringliche Designentscheidungen verbreitet werden. Designer werden aufgefordert, nicht nur die visuelle Ausgabe zu spezifizieren, sondern auch die Umstände und den Nutzerzustand, die unterschiedliche Grade von Feierlichkeit oder Zurückhaltung rechtfertigen, und dabei Barrierefreiheit und Nutzerpräferenzen zu berücksichtigen.
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