Beobachtetes Signal · 13. Aug. 2026 · Investment · Quelle: CNBC Investing · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Positiv
Bill Ackman steigt erneut bei Netflix ein und sieht Streaming-Kriege als gewonnen
Bill Ackmans Pershing Square Capital Management hat im Halbjahresbericht eine neue Position in Netflix offengelegt und damit eine Rückkehr zu der Aktie signalisiert, die Ackman 2022 verkauft hatte. Pershing erklärte, Netflix habe die Streaming-Kriege effektiv gewonnen, verwies auf über 325 Millionen Abonnenten – fast das Doppelte der kombinierten Basis von Disney+ und HBO Max – und argumentierte, die Größe des Unternehmens stütze hohe Content-Investitionen und steigende Margen. Pershing wies darauf hin, dass sich die Bewertung von Netflix nach einem Rückgang von rund 50 Prozent vom Höchststand im Juni 2025 auf etwa das 21-Fache des künftigen Gewinns normalisiert hat, und skizzierte Erwartungen für ein zweistelliges Umsatzwachstum, expandierende Margen sowie aggressive Aktienrückkäufe. Die Netflix-Aktie legte nach der Offenlegung um rund 4 Prozent zu.
Der Wiedereinstieg eines Großinvestors in eine führende Streaming-Plattform signalisiert Vertrauen in die Marktführerschaft und die normalisierte Bewertung von Netflix; dies ist für den CTV- und Streaming-Werbemarkt relevant, stellt jedoch keine branchenverändernde politische oder technische Neuerung dar.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Pershing Square Capital Management hat im Halbjahresbericht eine neue Position in Netflix offengelegt.
- Pershing erklärte, Netflix habe die Streaming-Kriege effektiv gewonnen, und verwies auf über 325 Millionen Abonnenten, was fast dem Doppelten der kombinierten Basis von Disney+ und HBO Max entspricht.
- Bill Ackman hatte Anfang 2022 eine große Netflix-Position aufgebaut und diese rund drei Monate später komplett verkauft, nachdem Netflix den ersten Abonnentenrückgang seit über einem Jahrzehnt gemeldet hatte.
- Laut Pershing sind die Netflix-Aktien gegenüber ihrem Höchststand von 134 US-Dollar im Juni 2025 um rund 50 Prozent gefallen, wodurch sich die Bewertung von über dem 40-Fachen auf etwa das 21-Fache des künftigen Gewinns reduziert hat.
- Pershing erwartet, dass der Umsatz von Netflix zweistellig wächst, die Erträge jährlich um fast 20 Prozent steigen, und verwies auf aggressive Aktienrückkäufe als Teil der optimistischen These.
Verknüpfte Unternehmen
3 verknüpfte Unternehmen““We acquired a position in Netflix, a business we briefly owned in 2022 and have followed closely ever since,” Pershing Square said in the r...”
“Pershing said Netflix has “effectively won the streaming wars,” pointing to its more than 325 million subscribers, nearly twice the combined...”
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Ontologie & Marktkonzepte
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Joe Terranova kauft Netflix-Aktien nach Kursrücksetzer infolge der Quartalszahlen
Joe Terranova, Chief Market Strategist bei Virtus Investment Partners, gab auf CNBC bekannt, dass er nach einem kursrücksetzer infolge der Quartalszahlen seine Position bei Netflix ausbauen will. Als langfristigen Katalysator nannte er den Einstieg des Streaming-Anbieters in den Bereich Live-Entertainment. Die Netflix-Aktie war um rund 15 Prozent gefallen, nachdem das Unternehmen eine enttäuschende Gewinnprognose für das laufende Quartal von 0,78 US-Dollar je Aktie vorgelegt hatte; von LSEG befragte Analysten hatten im Konsens 0,84 US-Dollar erwartet. Gleichzeitig stiegen die Zuflüsse von Kleinanlegern stark an: Der rollierende Fünf-Tages-Nettokauf erreichte 290 Millionen US-Dollar und damit den höchsten Stand seit Dezember 2025. In derselben Sendung äußerte sich Stephen Weiss optimistisch zu UnitedHealth nach starken Zahlen, während Anastasia Amoroso warnte, dass börsennotierte Cybersecurity-Aktien überlaufen seien und Anleger gezielt auf Unternehmen mit KI-Integration setzen sollten.
Netflix knackt 325 Millionen Abonnenten und plant 82,7-Milliarden-Dollar-Gebot für WBD
Netflix hat im vierten Quartal 2025 die Marke von 325 Millionen globalen Abonnenten durchbrochen und die Wall-Street-Erwartungen übertroffen. Das werbefinanzierte Geschäft erwirtschaftete 2025 über 1,5 Milliarden US-Dollar – ein Anstieg von mehr als 250 Prozent im Jahresvergleich –, wobei sich die Werbeumsätze 2026 voraussichtlich nochmals verdoppeln werden. Starke Originals wie die finale Staffel von Stranger Things trieben das Wachstum voran und sicherten Netflix im Dezember einen Rekordanteil an der US-Fernsehnutzung. Parallel dazu hat Netflix ein 82,7 Milliarden US-Dollar schweres Barangebot für die Studio- und Streaming-Assets von Warner Bros. Discovery vorgelegt, was an den Märkten jedoch wegen Finanzierungs- und Integrationsrisiken für Besorgnis sorgte. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen ein Umsatzwachstum von 12 bis 14 Prozent und plant ein Content-Budget von rund 20 Milliarden US-Dollar.
Händler Mike Khouw sieht Netflix-Werbewachstum als Kurstreiber
Laut Händler Michael Khouw ist die Netflix-Aktie attraktiv bewertet, während sich das operative Geschäft durch höhere Margen, starken Free Cashflow und ein aufstrebendes Werbegeschäft spürbar verbessert. Netflix wird demnach mit dem etwa 18,9-Fachen des erwarteten Gewinns gehandelt; rund 325 Millionen zahlende Mitglieder bilden eine massive Reichweitenbasis für Connected TV (CTV) Werbung. Khouw verweist auf prognostizierte Werbeumsätze von rund 3 Milliarden US-Dollar im laufenden Jahr mit einem Potenzial von bis zu 10 Milliarden US-Dollar bis 2030. Aktienrückkäufe und der Einsatz von generativer KI zur Senkung der Produktionskosten untermauern die positive Fundamentalanalyse. Zudem skizziert er eine Optionsstrategie (Covered Strangle mit Fälligkeit im August), die eine Nettogutschrift erzielt. Diese Entwicklungen untermauern die Monetarisierungsperspektiven im Streaming- und CTV-Werbemarkt.
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