Beobachtetes Signal · 20. Okt. 2026 · Survey/Research · Quelle: DWDL · Relevanz: 3/5 · Sentiment: Neutral
44% der Deutschen finden trotz Angebotsfülle kein passendes TV-Programm
Eine repräsentative Umfrage im Auftrag des TV-Anbieters Waipu.TV, durchgeführt im August 2026 unter über tausend Deutschen, belegt ein verbreitetes Content-Discovery-Dilemma. 44 Prozent der Befragten finden trotz umfangreichem Angebot nicht immer ein passendes Programm, und ebenso viele geben an, nach längerer Suche manchmal gar nichts mehr anzuschauen. Nur 30 Prozent wissen sofort, was sie schauen möchten. Die Umfrage zeigt außerdem eine starke Nachfrage nach einfacherer Auffindbarkeit: 45 Prozent wünschen sich eine einfachere Findbarkeit, 35 Prozent alle Inhalte auf einer Oberfläche. Eine Mehrheit von 59 Prozent würde KI-basierte Empfehlungen begrüßen, jedoch nur vier Prozent würden der KI die volle Entscheidung überlassen. Markus Härtenstein, CEO der Exaring AG, Betreiberin von Waipu.TV, betont die Notwendigkeit eines einfachen Zugangs zu Unterhaltung und die Rolle von KI als Helfer, während die Entscheidung persönlich bleibt.
Die Umfrage zeigt eine erhebliche Frustration der Verbraucher bei der Inhaltefindung über lineares TV, Streaming und Mediatheken hinweg und deutet auf einen wachsenden Markt für KI-gestützte Discovery-Lösungen und aggregierte Oberflächen hin. Dies ist relevant für CTV-Plattformen, TV-Anbieter und Werbetreibende in Bezug auf Nutzerbindung.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- 44 Prozent der deutschen Befragten finden trotz großer Auswahl kein passendes TV-Programm.
- 44 Prozent der Befragten schauen nach längerer Suche manchmal gar nichts mehr.
- 45 Prozent wünschen sich eine einfachere Auffindbarkeit von Inhalten; 35 Prozent möchten alle Inhalte auf einer Oberfläche.
- 59 Prozent würden KI-basierte Inhaltsvorschläge begrüßen.
- Nur vier Prozent würden KI automatisch Filme auswählen oder den TV-Abend planen lassen.
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1 verknüpfte Unternehmen“Der TV-Anbieter Waipu.TV gab eine repräsentative Umfrage zur Fernsehnutzung in Auftrag.”
Ontologie & Marktkonzepte
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AGF-Plattformstudie 2026-I: Discovery prägt die Zukunft des Fernsehens
Die AGF-Plattformstudie 2026-I zeigt, dass das lineare Fernsehen zwar das primäre Einsteigertor für den Videokonsum in Deutschland bleibt, Smart-TV-Benutzeroberflächen, Streaming-Apps und Direktwahltasten auf Fernbedienungen jedoch zunehmend steuern, welche Inhalte Zuschauer entdecken. Laut der Studie nutzen 56,2 Prozent der Deutschen Plattformtasten zumindest gelegentlich, während der Anteil der Intensivnutzer leicht zurückgegangen ist. Diese Ergebnisse verdeutlichen eine Verschiebung bei den Gatekeepern der Content Discovery, was direkte Auswirkungen auf Broadcaster, Streaming-Dienste und TV-Werbetreibende hat. Die veränderten Zugangswege beeinflussen maßgeblich die Sichtbarkeit von Inhalten, den Inventarzugang sowie die Monetarisierungsstrategien im deutschen Fernsehmarkt.
Deutsche verbringen Tage pro Jahr mit der Suche nach Streaming-Inhalten
Eine Studie der Burda-Publikation „Screens in Motion“ (TV Spielfilm Plus) zeigt, dass viele Deutsche jährlich mehrere Tage damit verbringen, auf Streaming-Plattformen nach Filmen und Serien zu suchen, statt diese zu konsumieren. Die auf einer YouGov-Onlinebefragung von rund 2.000 Befragten basierende Analyse ergab, dass 16- bis 29-Jährige pro Auswahlvorgang im Schnitt 19 Minuten (ca. 4,8 Tage/Jahr) aufwenden, 30- bis 49-Jährige etwa 15 Minuten (ca. 3,8 Tage/Jahr) und Personen ab 50 Jahren rund acht Minuten (ca. 2 Tage/Jahr). Männer benötigen im Schnitt etwas länger für die Auswahl als Frauen (15 vs. 13 Minuten). Zudem geben 68 % der Video-Nutzer an, dass Vorabinformationen die Entscheidungsfindung erleichtern. Die Untersuchung verdeutlicht das durch ein unübersichtliches Connected TV-Angebot verursachte Phänomen der Entscheidungsmüdigkeit bei Verbrauchern, was für Streaming-Dienste, Publisher und Werbetreibende bei der Content Discovery und Recommendation-Strategie von Relevanz ist.
Fernsehen 2030: Zuschauer fordern KI-Integration bei voller Kontrolle
Eine aktuelle waipu.tv Studie zum zukünftigen Fernsehverhalten beleuchtet die Erwartungen deutscher Konsumenten an die Entertainment-Nutzung in vier bis fünf Jahren. Im Fokus steht dabei die zunehmende Durchdringung des Medienkonsums durch Künstliche Intelligenz. Die Ergebnisse zeigen ein ambivalentes Nutzerverhalten: Einerseits wird der Einsatz von KI zur Personalisierung, Empfehlung und Automatisierung von Inhalten begrüsst, andererseits besteht der klare Wunsch nach permanenter menschlicher Kontrolle über die getroffenen Auswahlprozesse. Für die Bereiche Connected TV und digitaler Videomarkt verdeutlichen diese Erkenntnisse, dass zukünftige Plattform-Architekturen und AdTech-Lösungen eine Balance zwischen intelligentem Targeting beziehungsweise datenbasierter Personalisierung und transparenten Steuerungsmöglichkeiten für den Endnutzer etablieren müssen. Die Studie gibt wertvolle Einblicke in die mittelfristige Evolution des Bewegtbildmarktes und das veränderte Rezeptionsverhalten in Deutschland.
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