Deutscher Regierungsbeauftragter warnt vor Medienpleiten und fordert Plattform-Abgabe
In einem Interview erörtert Wolfram Weimer aktuelle Bunderegulierungen zur Stärkung der Filmwirtschaft, darunter ein Filmförderpaket von 250 Millionen Euro sowie ein Investitionsverpflichtungsgesetz. Er erklärt, dass die geplanten Fördermittel 2027 um 50 Millionen Euro sinken werden, plädiert jedoch für eine Kombination aus öffentlichen Mitteln und obligatorischen privaten Investitionen in Höhe von rund 15 Milliarden Euro. Weimer lehnt steuerliche Anreize ab und schlägt stattdessen einen 'Plattform-Soli' beziehungsweise 'Digitalsoli' vor, um den Journalismus zu unterstützen und die Marktmacht grosser Social Platforms auszugleichen. Angesichts einer drohenden Pleite-Serie bei lokalen Medien fordert er strengere Regulierungen, härtere Kartellmassnahmen sowie eine mögliche europäische Eigentümerstruktur für TikTok. Das Interview beleuchtet zudem politische Verhandlungen auf Bundes- und Länderebene zur Ausgestaltung der Abgabe und der entsprechenden Verteilungsmechanismen im Medienökosystem.
- •Ein deutscher Filmförderfonds in Höhe von 250 Millionen Euro wurde im Sommer gestartet.
- •Laut Weimer sinkt die Filmförderung im Jahr 2027 im Vergleich zu den ursprünglichen Plänen um 50 Millionen Euro.
- •Wolfram Weimer hat ein Investitionsverpflichtungsgesetz mit einer Quote von acht Prozent (effektiv zwölf Prozent durch Opt-out-Modell) vorangetrieben.
