FTC plant strenge Transparenzregeln für Personalized Pricing im E-Commerce
Die US-Handelsbehörde Federal Trade Commission (FTC) hat eine neue Durchsetzungsrichtlinie gegen intransparente personalisierte Preisgestaltung (Personalized Pricing) vorgeschlagen. Gemäß Section 5 des FTC Act strebt die Behörde zwar kein vollständiges Verbot an, fordert jedoch umfassende Transparenzpflichten von Verkäufern. Händler müssen demnach offenlegen, wann Preise individualisiert berechnet werden, welche Begründung vorliegt und welche spezifischen Datentypen dafür genutzt wurden. Die FTC kündigte an, insbesondere Praktiken in vulnerablen Verbrauchersituationen wie Notfällen oder bei essenziellen Gütern verstärkt zu kontrollieren. Innerhalb der MarTech- und E-Commerce-Branche löst der Vorstoß Besorgnis aus, da viele Unternehmen nicht über die notwendigen Systeme zur Data Governance und Datenintegration verfügen, um die geforderten Auskünfte operativ und in Echtzeit abzubilden. Die öffentliche Konsultationsphase für den Entwurf läuft noch bis zum 25. September 2026.
- •FTC schlägt neue Regulierungsrichtlinie für Personalized Pricing vor
- •Fokus liegt auf umfassender Transparenzpflicht statt eines generellen Verbots
- •Händler müssen Preisindividualisierung, Begründung und Datennutzung offenlegen
