Studie: MarTech-Anbieter de-anonymisieren und verkaufen Intent Data
Unabhängige Recherchen von Clark Barron (Blackout) zeigen, dass zahlreiche Software-Anbieter im MarTech-Bereich übermässige Kundendaten erheben, verschleiernden Code zur Umgehung von Audits einsetzen und Website-Besucher de-anonymisieren. Interne CRM- und Unternehmensdaten werden demnach aggregiert und in kommerzielle Produkte überführt, die potenziell an Wettbewerber verkauft werden. Die Analyse von über 700 Anbietern, gestützt auf Browser-Code, JavaScript und Netzwerkverkehr, offenbart gravierende Diskrepanzen zwischen Marketingversprechen und tatsächlichem Systemverhalten. Experten wie Chris Penn (Trust Insights) betonen die damit verbundenen Risiken für Datenschutz und Wettbewerbsfairness. Zudem geriet HubSpot kürzlich wegen angepasster Bedingungen für Datenanreicherungen via KI-Konnektoren wie dem Model Context Protocol (MCP) in die Kritik, nahm die Änderungen nach heftigem Kundenprotest jedoch wieder zurück.
- •Der Forscher Clark Barron (Gründer von Blackout) untersuchte Browser-Code, JavaScript, Netzwerkverkehr und Anwendungsverhalten von über 700 MarTech-Anbietern.
- •Die Analyse deckte eine weitverbreitete De-Anonymisierung von Website-Besuchern sowie exzessive Datenerfassung auf.
- •Einige Tracking-Codes verhalten sich bei erkannten Compliance-Prüfungen oder automatisierten Analysen anders, um die Überwachung zu verbergen.
