Auktionen im Visier: Google und Amazon unter Kartellbeobachtung
In der vergangenen Woche kam es zu zwei bedeutsamen Entwicklungen im Bereich der AdTech-Kartellregulierung. Ein US-Gericht entschied, dass Google sein AdTech-Geschäft trotz eines zuvor festgestellten Monopols nicht abspalten muss, sondern stattdessen Auflagen für das künftige Marktverhalten erhält. Gleichzeitig reichte die FTC eine Klage gegen Amazon ein und wirft dem Konzern vor, bei Werbeauktionen für KMU-Werbetreibende einen intransparenten 'Shadow Participant' eingesetzt zu haben, der die Preise künstlich in die Höhe trieb. Der Artikel analysiert die weitreichenden Implikationen für die Auktionssicherheit und Fairness im gesamten AdTech-Ökosystem. Während im Fall von Google verhaltensbezogene Abhilfemaßnahmen wie Mindestpreise für bestimmte Einkäufer und ein erweiterter Datenaustausch greifen – wobei der 'Last Look'-Vorteil bereits abgeschafft wurde –, sind die möglichen Sanktionen im FTC-Verfahren gegen Amazon enger gefasst. Dennoch unterstreichen beide Fälle den zunehmenden regulatorischen Druck auf die Preismechanismen dominanter Plattformen.
- •Richterin Brinkema entschied, dass Google sein AdTech-Business nicht abspalten muss.
- •Der vollständige Urteilstext wird nächste Woche veröffentlicht und soll Klarheit für Publisher und SSPs schaffen.
- •Google hat den Vorteil des 'Last Look' in Auktionen bereits abgeschafft; dieser Status bleibt bestehen.
