Beobachtetes Signal · 26. Aug. 2026 · Policy Update · Quelle: persoenlich.com News · Relevanz: 2/5 · Sentiment: Neutral
Zürcher Gemeinderat lehnt Werbeverbot für Flugreisen ab
Der Zürcher Gemeinderat hat einen Vorstoss der Grünen knapp abgelehnt, der die Stadtregierung dazu auffordern wollte, ein Verbot von Werbung für Flugreisen, Vielfliegerprogramme und Fernreisen im öffentlichen Raum zu prüfen. Befürworter argumentierten, dass Flugreisen etwa ein Viertel der indirekten Treibhausgasemissionen der Zürcher Bevölkerung ausmachen und Einschränkungen zur Erreichung des Netto-Null-Ziels bis 2040 beitragen würden. Die Linksparteien unterstützten den Vorstoss, während Vertreter von FDP, SVP und Die Mitte ihn unter Hinweis auf Einschränkungen der Wirtschafts- und Werbefreiheit ablehnten. Mit 57 zu 61 Stimmen wurde der Antrag abgelehnt. Der Artikel wurde am 26.08.2026 auf persoenlich.com veröffentlicht und nennt sda/spo als Quelle.
Die Zürcher Ratsentscheidung beeinflusst die Regulierungsdebatte rund um Out-of-Home-Werbung (OOH) im öffentlichen Raum und prägt kommunale Werbepolitikdiskussionen, ist jedoch nicht branchenverändernd.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- Der Zürcher Gemeinderat lehnte einen Vorstoss der Grünen zur Prüfung eines Werbeverbots für Flugreisen, Vielfliegerprogramme und Fernreisen ab.
- Die Abstimmung endete mit 57 Ja- gegen 61 Nein-Stimmen, womit der Vorstoss abgelehnt wurde.
- Befürworter verwiesen darauf, dass Flugreisen rund ein Viertel der indirekten Emissionen verursachen und Werbebeschränkungen das Netto-Null-Ziel 2040 unterstützen könnten.
- Gegner von FDP, SVP und Die Mitte sahen darin einen unzulässigen Eingriff in die Wirtschafts- und Werbefreiheit.
- Die Veröffentlichung erfolgte am 26.08.2026 auf persoenlich.com mit Berichterstattung von sda/spo.
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2 verknüpfte Unternehmen“Die Schweizerische Depeschenagentur berichtete über die regionalen politischen Entscheidungen und Gemeinderatsabstimmungen.”
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Volksinitiative „Bern werbefrei“ fordert Verbot kommerzieller Aussenwerbung
Am 1. Mai 2026 wurde die Volksinitiative „Bern werbefrei“ lanciert, die ein Verbot kommerzieller Out-of-Home-Werbung im gesamten Stadtgebiet von Bern fordert. Der Vorstoß zielt darauf ab, Plakate und kommerzielle Digital Screens ohne lokalen Bezug zu untersagen, während Kulturplakate und amtliche Aushänge explizit ausgenommen bleiben. Getragen wird die Initiative von einer Koalition aus linken und konsumkritischen Gruppen, die damit Druck auf den Stadtrat ausüben wollen. Bisher erzielt die Stadt Bern jährlich rund 5 Millionen Schweizer Franken aus der Vermietung von Werbeflächen. Die Werbewirtschaft hat als Gegenreaktion die Kampagne „Pro Plakat“ mobilisiert. Damit folgt die Debatte ähnlichen Werbeeinschränkungen, die Zürich im Jahr 2025 beschlossen hatte, und stellt die lokale OOH- und DOOH-Vermarktung vor neue regulatorische Hürden.
Waadtländer Parlament lehnt Reform des Aussenwerbungsgesetzes ab
Am 30. Juni 2026 hat der Grosse Rat des Kantons Waadt eine geplante Reform des Aussenwerbungsgesetzes (LPR) aus dem Jahr 1988 abgelehnt. Die Vorlage sah vor, die Pflicht der Gemeinden zur Bereitstellung von Plakatierungsflächen aufzuheben und ihnen ein generelles Verbot kommerzieller Plakate zu ermöglichen. Zudem sollte das Gesetz stärker mit dem Natur- und Artenschutz in Einklang gebracht werden, was Einschränkungen für digital beleuchtete Werbeflächen bedeutet hätte. Nach einer überraschenden Kehrtwende in der zweiten Lesung scheiterte die Reform knapp mit 59 zu 53 Stimmen bei einer Enthaltung. Die Vorlage geht nun zurück an den Regierungsrat, während die Initianten rechtliche Schritte wegen möglicher Verfahrensfehler prüfen. Die Entscheidung hat direkte Auswirkungen auf die lokale OOH-Infrastruktur und die kommunale Werbefreiheit in der Region.
Schweizer Nationalrat stimmt für politische Werbung auf Privatsendern
Am 9. Juni 2026 stimmte der Schweizer Nationalrat mit 106 zu 81 Stimmen dafür, privaten Radio- und TV-Sendern das Ausstrahlen politischer Werbung zu erlauben, womit sie privaten Online-Medien gleichgestellt werden. Die parlamentarische Initiative geht auf Thomas Matter (SVP/ZH) zurück. Die Vorlage geht nun zur beratenden Ständeratskommission, die diese zuvor noch abgelehnt hatte. Befürworter argumentierten, das Verbot sei im Zuge der Medienkonvergenz nicht mehr logisch und zusätzliche Umsätze seien wichtig für Privatsender. Gegner wie Jon Pult (SP/GR) warnten hingegen, dass Privatsender stark durch öffentliche Gebührenfinanzierung gestützt werden (rund 64 Prozent), weshalb politische Werbung die Medienunabhängigkeit gefährden und strukturelle Probleme des Marktes nicht lösen könne.
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