Beobachtetes Signal · 17. Dez. 2024 · Policy Update · Quelle: OnlineMarketing.de · Relevanz: 4/5 · Sentiment: Neutral
YouTube: Creator erhalten Opt-in-Option für KI-Training von Drittanbietern
YouTube führt in YouTube Studio eine Opt-in-Option ein, mit der Creator und Rechteinhaber entscheiden können, ob Drittparteien ihre Inhalte für das Training von KI-Modellen nutzen dürfen. Die unter den Studio-Einstellungen als „Third-party training“ geführte Funktion erfordert die Zustimmung sowohl des Creators als auch geltender Rechteinhaber, wozu in bestimmten Fällen auch Content ID-Eigentümer gehören. Eine vordefinierte Whitelist potenzieller Trainingspartner umfasst unter anderem Adobe, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, Nvidia, OpenAI und xAI. Google selbst darf seine eigenen KI-Modelle gemäß den Nutzungsbedingungen weiterhin ohne Opt-in mit YouTube-Videos trainieren. Getroffene Opt-in-Entscheidungen können jederzeit widerrufen werden, und Creator werden über ein Banner im Studio auf die neue Einstellungsoption hingewiesen.
Richtungsweisendes Policy-Update einer Major-Plattform zur Nutzung von Creator-Inhalten für das KI-Training mit hoher Relevanz für den gesamten AdTech- und Medienmarkt.
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Wichtigste Kernpunkte & Evidenz
- YouTube rollt in YouTube Studio eine Opt-in-Option für das KI-Training durch Drittparteien aus.
- Die Nutzung erfordert die ausdrückliche Zustimmung des Creators und relevanter Rechteinhaber.
- Eine Whitelist von 17 Partnern umfasst Branchengrößen wie Adobe, Amazon, Apple, Meta, Microsoft, OpenAI und xAI.
- Google ist von dieser Regelung ausgenommen und kann eigene KI-Modelle weiterhin ohne Opt-in trainieren.
- Opt-in-Entscheidungen sind widerrufbar; Creator werden über ein Studio-Banner informiert.
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YouTube sendet widersprüchliche Signale zu KI-Generierung und Moderation
YouTube-CEO Neal Mohan hat eine Strategie für 2026 vorgestellt, die strengere Maßnahmen gegen minderwertige KI-Inhalte mit dem Ausbau von KI-gestützten Creator-Tools verbindet. Die Plattform will KI-basierten Spam, Clickbait und repetitive Inhalte reduzieren und gleichzeitig neue Funktionen wie digitale KI-Zwillinge für Shorts, textbasierte Spieleerstellung und experimentelle Musik-Tools einführen. Creator müssen externe KI-Nutzung offenlegen; intern erstellte Inhalte werden gekennzeichnet. Im Dezember 2025 nutzten über eine Million Kanalbetreiber plattformeigene KI-Tools, während 'YouTube Ask' mehr als 20 Millionen Mal verwendet wurde. Zudem unterstützt das Unternehmen den NO FAKES Act zum Schutz der kreativen Integrität. Unklar bleibt jedoch, wie Empfehlungsalgorithmen künftig mit rein KI-generierten Inhalten umgehen werden.
Twitch nutzt Creator-Inhalte standardmäßig für das Amazon KI-Training
Twitch, eine Tochtergesellschaft von Amazon, erlaubt künftig standardmäßig die Nutzung von Creator-Inhalten für das Training generativer KI-Modelle von Amazon. Urheber müssen diese Funktion aktiv über einen neuen Schalter in den Kanal-Einstellungen unter Sicherheit & Datenschutz deaktivieren, um dem zu widersprechen. Die neue Richtlinie umfasst Livestreams, VODs, Clips, Chat-Nachrichten sowie Kanalbilder und -texte. Chat-Nachrichten in fremden Kanälen unterliegen jeweils den Einstellungen des entsprechenden Kanalinhabers. Twitch konnte nicht bestätigen, welche Daten Amazon in der Vergangenheit bereits verwendet hat. Amazon beteuert derweil, dass die Daten nicht weiterverkauft werden und das Training im Einklang mit Datenschutzvorgaben erfolgt. Die standardmäßige Aktivierung stieß in der Community auf heftige Kritik, weshalb sich die Twitch-Führung in einem Livestream rechtfertigte und erklärte, ein Opt-in-Modell hätte voraussichtlich eine zu geringe Beteiligung generiert.
TSMC-Umsatz steigt um 51 % auf Rekordhoch, Aktie fällt
TSMC meldete einen Umsatzanstieg von 51 Prozent im dritten Quartal auf 1,49 Billionen Taiwan-Dollar (41,7 Milliarden Euro) und übertraf damit die Erwartungen. Der Halbleiterhersteller, ein wichtiger Zulieferer für Apple und Nvidia, profitiert weiterhin vom KI-Boom und der starken Chip-Nachfrage. Trotz der Rekordzahlen fiel die Aktie. Das Unternehmen plant, in diesem Jahr 52 bis 56 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Fertigungsanlagen zu investieren, einschließlich eines Joint Ventures mit Sony für Bildsensoren. Die Marktkapitalisierung von TSMC beträgt rund 2,45 Billionen US-Dollar und ist damit das wertvollste Unternehmen außerhalb der USA. Das Wachstum beflügelt auch Taiwans Wirtschaft: Die Exporte stiegen im August um über 70 Prozent, für 2026 wird ein BIP-Wachstum von rund 11 Prozent erwartet.
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